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29. April – 16. September 2021 - Ereignis: Die Hauptversammlung stimmte am 29. April 2021 dem vollständigen Spin-off von Vitesco Technologies zu; der Spin-off wurde am 15. September 2021 wirksam, und Vitesco nahm am 16. September 2021 den Handel an der Frankfurter Börse auf [1][4][9]. - Einordnung: Investoren bewerteten Continental nach dem Verlust der Antriebssparte neu – enger gefasst, mit entsprechend reduziertem Profil. Der schwache Börsenstart von Vitesco sowie das Herauslösen dieser Einheit belasteten die Marktkapitalisierung von Continental und verstärkten die kurzfristig negative Stimmung [8][1]. - Technisch: Unmittelbar um den Spin-off-Termin kam es zu einem deutlichen Kursrückgang und erhöhter Volatilität, während der Markt die veränderte Konzernstruktur verarbeitete [8].
Q3–Q4 2021 - Ereignis: Halbleitermangel und weitreichende Lieferkettenprobleme zwangen Continental Ende 2021 dazu, die Produktionsaussichten für Fahrzeuge und die Margenerwartungen zu senken sowie die Guidance anzupassen [33][32]. - Einordnung: Die Marktperspektive verschob sich von einer Post-COVID-Erholung hin zu einer stärkeren Betonung von Zyklizität und Ausführungsrisiken – insbesondere der Chip-Abhängigkeit und der begrenzten Möglichkeit, Kostensteigerungen weiterzugeben. Investoren wurden bei der kurzfristigen Ergebnissichtbarkeit zunehmend vorsichtiger [25][33]. - Technisch: Volatile Abwärtstrends und unruhiger Handel angesichts anhaltender Guidance-Unsicherheit [25].
H1 – Gesamtjahr 2022 - Ereignis: Der Krieg in der Ukraine, Energie- und Rohstoffinflation, Logistikkosten sowie anhaltende Halbleiterengpässe belasteten das Ergebnis im ersten Halbjahr und im Gesamtjahr 2022 erheblich. Continental wies für 2022 einen konsolidierten Umsatz von rund 39,4 Mrd. € aus, bei einer bereinigten EBIT-Marge von ca. 5,0 % gemäß vorläufigen und endgültigen Angaben [16][24][21]. - Einordnung: Investoren richteten ihren Fokus auf Margenschutz und die Widerstandsfähigkeit des Free Cashflows. Das Reifengeschäft federte Schwächen ab, doch der Automotive-Bereich blieb makroökonomischen und kostenseitigen Belastungen ausgesetzt – die Stimmung blieb verhalten [16][21]. - Technisch: Anhaltender Seitwärtshandel mit periodischen Kursrückgängen bei makroökonomischen Schlagzeilen; das Kursbild blieb unruhig, während das Management Preisanpassungen mit den OEMs verhandelte [17][16].
2023 – 7. März 2024 (Gesamtjahr 2023 & Strategie) - Ereignis: Das Management präsentierte auf dem Capital Market Day 2023 mittelfristige Ziele (Gesamtumsatz ca. 51–56 Mrd. €). Die vorläufigen Ergebnisse für das Gesamtjahr 2023 (7. März 2024) zeigten einen konsolidierten Umsatz von 41,4 Mrd. €, ein bereinigtes EBIT von 2,5 Mrd. € und eine bereinigte EBIT-Marge von 6,1 % – bei deutlich verbessertem Nettoergebnis und bereinigtem Free Cashflow von rund 1,3 Mrd. € [42][38][41]. - Einordnung: Die Marktperspektive drehte in Richtung einer glaubwürdigen operativen Trendwende – steigende Margen, stärkere Cashgenerierung und klarere strategische Ziele verbesserten das Investorenvertrauen spürbar. Die Erzählung verschob sich von „zyklischem Risiko" hin zu „Ausführungsqualität und Compounding-Potenzial" [38][41]. - Technisch: Kursrally und Ausbruch aus der vorangegangenen Konsolidierungszone, als Fundamentaldaten und Guidance wieder an Glaubwürdigkeit gewannen [38].
2024 (Jahresergebnisse veröffentlicht am 5. März 2025) - Ereignis: Jahresergebnisse 2024: konsolidierter Umsatz 39,7 Mrd. € (↓ gegenüber 2023), bereinigtes EBIT 2,7 Mrd. €, bereinigte EBIT-Marge 6,8 %; das Management betonte die fortgesetzte Neuausrichtung und den Fokus auf Profitabilität [39]. - Einordnung: Investoren honorierten die Margenausweitung trotz leicht rückläufigem Umsatz. Die Unternehmensgeschichte entwickelte sich weiter in Richtung disziplinierter, qualitativ höherwertiger Ergebnisse mit einem klaren Weg zur Portfoliovereinfachung. - Technisch: Enge Konsolidierung mit leicht aufwärts gerichtetem Bias, während der Markt auf konkrete Portfolioschritte wartete [39].
27. August 2025 (Vereinbarung) – 2. Februar 2026 (Abschluss): Verkauf ContiTech OESL - Ereignis: Die Vereinbarung zum Verkauf des Geschäftsbereichs Original Equipment Solutions (OESL) von ContiTech wurde am 27. August 2025 unterzeichnet; die Transaktion wurde am 2. Februar 2026 abgeschlossen (Käufer: Regent L.P.) [55][59][58]. - Einordnung: Der Markt wertete diesen Schritt als konkreten Risikoreduktionsschritt im Rahmen der Konzernrestrukturierung – eine Schärfung des industriellen Fokus von ContiTech, der Abbau eines OE-Exposure-Elements und ein weiterer Schritt in Richtung eines stärker reifenzentrierten Konzernprofils [58][55]. - Technisch: Positiver Kurstreiber mit moderatem Kursanstieg, nachdem die Unsicherheit über diesen Teil des Industriegeschäfts beseitigt wurde [58].
4. März 2026: Jahresergebnisse 2025 & Einleitung eines strukturierten Verkaufsprozesses - Ereignis: Im Rahmen der Präsentation der Jahresergebnisse 2025 (4. März 2026) bestätigte Continental den Abschluss der OESL-Transaktion und kündigte einen strukturierten Verkaufsprozess für den verbleibenden ContiTech-Konzernbereich an. Das Management bezeichnete dies als abschließende Phase der strategischen Neuausrichtung in Richtung Reifen – einschließlich entsprechender Aussagen des CEO [58][60]. - Einordnung: Die Markterzählung verschob sich entschieden in Richtung Wertrealisierung und M&A-Optionalität – Investoren begannen, erwartete Erlöse, vereinfachte Cashflows und mögliche Kapitalrückflüsse einzupreisen. - Technisch: Kursrotation und Rally auf Basis von M&A- und Kapitalallokationserwartungen; die Aktie reagierte zunehmend sensibel auf Deal-Timing und regulatorische Risiken [58][60].
3.–4. Juli 2026: Vereinbarung zum Verkauf des verbleibenden ContiTech an Lone Star - Ereignis: Continental unterzeichnete einen Kaufvertrag (angekündigt am 3.–4. Juli 2026) zum Verkauf von ContiTech an ein verbundenes Unternehmen von Lone Star Funds für 4,0 Mrd. € zuzüglich bis zu 250 Mio. € erfolgsabhängiger Komponenten. Das Management prognostizierte einen erwarteten Netto-Cashzufluss von rund 3,1 Mrd. € und stellte in Aussicht, davon ca. 2,5 Mrd. € an die Aktionäre auszuschütten; die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung [47][48][51]. - Einordnung: Der Markt wertete dies als Vollendung des strategischen Schwenks: Abbau industrieller Zyklizität, eine substanzielle Cashchance für Aktionärsrenditen und eine veränderte Bewertungslogik für den Konzern – hin zu einem Pure-Play-Reifenmultiple. Die Stimmung drehte konstruktiv, getragen von klarerer Kapitalallokation und einem vereinfachten Ergebnisprofil [47][48]. - Technisch: Positiver Kursausbruch nach M&A-Bestätigung; wahrscheinliche Rally und Volatilitätskompression im Zuge der Neubewertung der Aktie, während regulatorische und Abschlussrisiken bestehen bleiben [47][48].
11. Juli 2026 (Marktmomentaufnahme) - Ereignis: Aktueller Kurs für die Analyse: 72,86 (Stand 11. Juli 2026; als maßgeblich zugrunde gelegt). - Einordnung: Dieser Kurs spiegelt die Marktbewertung der angekündigten ContiTech-Transaktionen, der erwarteten Kapitalrückflüsse und des Übergangs zu einem Pure-Play-Reifenunternehmen wider. Der kurzfristige Kursverlauf hängt maßgeblich von der regulatorischen Freigabe sowie vom Zeitpunkt und Umfang der Aktionärsausschüttungen ab. - Technisch: Bei 72,86 notiert die Aktie auf einem nach der M&A-Neubewertung etablierten Niveau; eine Konsolidierung und rückläufige Volatilität sind zu erwarten, während sich die regulatorischen und Abschlussrisiken konkretisieren.
Continental ist ein führender europäischer Reifenhersteller, der sich kürzlich neu auf sein Reifen-Geschäft ausgerichtet hat und global mit anderen großen Reifenherstellern und Gummiprodukte-Lieferanten konkurriert. Die Wettbewerbslandschaft wird von einer kleinen Anzahl großer, vertikal integrierter globaler Akteure (Premium- und OEM-Kanäle) sowie wachsenden kostengünstigen Herstellern geprägt. Die primären Risiken entstehen durch Schwankungen der Rohstoff- und Energiekosten, zyklische Fahrzeugproduktion und OEM-Abhängigkeit, intensive Preiskonkurrenz sowie sich wandelnde regulatorische und Nachhaltigkeitsanforderungen.
Continental AG (CON.XETRA) ist sowohl globaler Reifenhersteller als auch bedeutender Zulieferer für Fahrzeugsysteme tätig. Im Reifengeschäft konkurriert das Unternehmen direkt mit Michelin, Bridgestone und Goodyear, während es sich im Bereich der Fahrzeugsysteme – ADAS, Antriebsstrang und Bremsen – gegen große Systemlieferanten wie Bosch und ZF behaupten muss. Das Profil Continentals wird durch die Abhängigkeit von zyklischer OEM-Nachfrage geprägt, erfordert erhebliche F&E-Investitionen zur Wettbewerbsfähigkeit in Elektrifizierung und Software und unterliegt Risiken aus Rohstoffpreisen, Lieferkettenunterbrechungen sowie regulatorischen und Rückrufmaßnahmen.
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| Michelin | ML.PA |
| Goodyear Tire & Rubber Company | GT.NASDAQ |
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Kostenlos testen| Period | Continental Aktiengesellschaft | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | +4.44% | +0.90% | +1.85% |
| 3M | +16.98% | +11.67% | +5.58% |
| 6M | +10.28% | +11.61% | +1.10% |
| 1Y | +29.64% | +26.29% | +7.24% |
| 3Y | +58.70% | +2.26% | -17.00% |
| 5Y | +12.97% | -45.78% | -71.84% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | -441.6 | 0.8 | 3.3 | 6.2 |
| Vor 1 Jahr | 10.5 | 0.5 | 3.1 | 4.7 |
| Vor 3 Jahren | 20.0 | 0.3 | 1.0 | 6.0 |
| Vor 5 Jahren | 44.3 | 0.6 | 1.8 | 3.9 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 2.70 EUR | 4.21% | 3.85% |
| 2025 | 2.50 EUR | 4.71% | |
| 2024 | 2.20 EUR | 4.63% | |
| 2023 | 1.50 EUR | — | |
| 2022 | 2.20 EUR | 4.38% | |
| 2020 | 3.00 EUR | 5.07% | |
| 2020 | 4.00 EUR | 7.62% | |
| 2019 | 4.75 EUR | 4.56% | |
| 2018 | 4.50 EUR | 2.96% | |
| 2017 | 2.89 EUR | 2.07% | |
| 2017 | 4.25 EUR | 3.05% | |
| 2016 | 3.75 EUR | 2.88% | |
| 2015 | 3.25 EUR | 2.27% | |
| 2014 | 2.50 EUR | 2.18% | |
| 2013 | 2.25 EUR | 3.33% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 19.68B | 20.08B | 41.42B | 39.41B | 33.77B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 1.53B | 1.86B | 776.00M | 795.30M | 817.50M |
| Jahresüberschuss | -165.00M | 1.17B | 1.16B | 66.60M | 1.44B |
| Free Cashflow | 1.12B | 996.00M | 1.18B | 126.30M | 1.08B |
| Bilanzsumme | 17.79B | 36.97B | 37.75B | 37.93B | 35.84B |
| Eigenkapital | 3.93B | 14.35B | 13.68B | 13.26B | 12.19B |
| Nettoverschuldung | 5.32B | 4.24B | 4.25B | 5.23B | 4.24B |
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