Deutsche Bank Aktiengesellschaft

TickerDBK.XETRA
Aktueller Kurs
Deutsche Bank Aktiengesellschaft – stock chart

Fünfjahres-Timeline der Aktie

Die vergangenen fünf Jahre der Deutschen Bank waren geprägt von einer langen Restrukturierungs- und Turnaround-Geschichte, einem Aufschwung durch Pandemie und Zinswende sowie erneuten Fragen zur Nachhaltigkeit des Ertragsmodells – die Aktie durchlief dabei Phasen tiefer Krise, Erholung und Konsolidierung.[6] Der letzte verfügbare Kurs von 31,05 am 21.02.2026 markiert eine Erholung gegenüber den Tiefs der Restrukturierungsphase, spiegelt aber weiterhin Skepsis hinsichtlich langfristiger Profitabilität und Risiken wider.[10]

2019: Tiefgreifende Restrukturierung und Krisenüberhang

  • 2019 startete die Deutsche Bank eine rund 9 Milliarden Euro schwere, vierjährige Sanierung: Verkleinerung der Investmentbank, Ausstieg aus dem Aktienhandel, Neuausrichtung auf stabilere Firmen- und Privatkundengeschäfte – nach Jahren voller Verluste und Skandale.[6]
  • Die Bank kämpfte noch mit dem Erbe großer US-Hypotheken-Strafen und regulatorischer Kontrolle, darunter Druck wegen der Geldwäsche-Prävention, was Risikoprämien und Refinanzierungskosten hoch hielt.[6]
  • Die Aktie galt weitgehend als risikoreiche Turnaround-Story mit anhaltenden Zweifeln an Kapitalstärke, Rechtsrisiken und der Machbarkeit der strategischen Neuausrichtung.[6]
  • Ratingagenturen würdigten den Plan vorsichtig, doch Investoren preisten weiterhin erhebliche Tail-Risiken weiterer Kapitalmaßnahmen oder negativer regulatorischer Entwicklungen ein.[6]
  • Der Kurs notierte nahe mehrjähriger Tiefs und spiegelte Restrukturierungskosten sowie schwache Profitabilität wider; Erholungen auf positive Schlagzeilen verpufften oft, sobald Umsetzungsrisiken wieder in den Vordergrund rückten.[6][10]
  • Das Chartbild zeigte ein zähes Seitwärts-Abwärts-Muster ohne nachhaltigen Aufwärtstrend – der Markt blieb vom Erfolg des Turnarounds unüberzeugt.[6][10]

2020–2021: Pandemie-Schock, Trading-Boom und erste Gewinnerholung

  • Der COVID-19-Schock und Niedrigstzinsen belasteten zunächst das Kerngeschäft, doch extreme Marktvolatilität ließ Erträge im Anleihehandel und Emissionsgeschäft hochschnellen – die Investmentbank wurde erneut zum wichtigsten Profitmotor.[6]
  • 2020 und 2021 steuerte die Investmentbank knapp 40 % der Konzernerlöse und über 75 % des Vorsteuergewinns bei, sodass die Bank wieder profitabel wurde, während Firmen- und Privatkundengeschäft stagnierten.[6]
  • Die Deutsche Bank verzeichnete bis 2021–2022 neun profitable Quartale in Folge und erreichte mehrere ursprüngliche Turnaround-Ziele früher als von Skeptikern erwartet.[6]
  • Die Wahrnehmung wandelte sich von existenziellen Sorgen zu einem „frühen Turnaround mit zyklischer Hilfe" – Investoren honorierten die Stabilisierung, bemerkten aber, dass der Erfolg stark auf volatilen Trading-Erträgen statt auf dem geplanten Ausbau stabiler Kreditgeschäfte beruhte.[6]
  • Ratingagenturen wie Moody's hoben die Bewertung an und signalisierten Vertrauen in nachhaltigere Gewinne, betonten aber weiterhin Umsetzungs- und Kostenrisiken.[6]
  • Von den Pandemie-Tiefs ausgehend startete die Aktie einen kräftigen Aufwärtstrend, da Kapitalängste nachließen und Profitabilität zurückkehrte; Ausbrüche folgten auf positive Quartale und Rating-Upgrades.[6][10]
  • Die Rally wurde von scharfen Rücksetzern bei allgemeinem Risk-off oder neuen Regulierungsschlagzeilen unterbrochen, doch das Muster wechselte zu höheren Hochs und höheren Tiefs gegenüber 2019.[6][10]

2022: Zinsrückenwind, regulatorischer Druck und Kostenfokus

  • Mit den Zinserhöhungen der Notenbanken zur Inflationsbekämpfung verbesserten sich die Margen im Firmen- und Privatkundengeschäft, was die Erträge teilweise vom Trading weg ausbalancierte.[6]
  • Die Aufsicht blieb aktiv: Die BaFin warnte vor möglichen Strafen, falls die Bank bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung der Geldwäsche-Kontrollen nicht erfüllte; die Fondstochter DWS geriet in den USA und Deutschland wegen angeblichen „Greenwashings" unter Untersuchung, was sie bestritt.[6]
  • Das Management setzte neue 2025-Ziele, darunter eine Cost-Income-Ratio unter 62,5 %, doch externe Analysten projizierten eher 69 % und betonten Skepsis gegenüber geplanten Kostensenkungen angesichts von Inflation und Regulierungsaufwand.[6]
  • Die Story entwickelte sich zu „Eigenhilfe plus Zinsrückenwind" – Investoren erkannten strukturelle Verbesserungen an, hinterfragten aber, ob Ertragsqualität und Kontrollen stark genug waren, um ein Re-Rating auf Peer-Niveau zu rechtfertigen.[6]
  • Kommentare von Ratingagenturen und Analysten hoben hervor, dass die Bank zwar solider dastand als 2016, Umsetzungsrisiken bei Kostensenkung und Compliance-Sanierung aber hoch blieben.[6]
  • Die Aktie oszillierte in einer breiten Seitwärtsrange, da sich gegenläufige Kräfte – positive Zinseffekte versus makroökonomische Wachstumssorgen, Kosten- und Regulierungsbedenken – gegenseitig aufhoben.[6][10]
  • Versuche, deutlich über die Post-Pandemie-Hochs auszubrechen, scheiterten meist an Quartalsberichten oder Regulierungsschlagzeilen und führten zu wiederholtem Range-Trading mit verpuffenden Ausbrüchen.[6][10]

2023–2024: Von der Achterbahn zur Konsolidierung

  • Ein Einbruch im globalen M&A-Geschäft und ein kühleres Kapitalmarktumfeld reduzierten den überproportionalen Beitrag der Investmentbank gegenüber 2020–2021, während höhere Zinsen den Zinsüberschuss im Kernbankgeschäft weiter stützten.[6]
  • Die Aufsicht hielt den Druck auf Leveraged-Finance-Engagements und Kontrollrahmen aufrecht; die Bank investierte weiter in Compliance- und Risikosysteme, was die Cost-Income-Ratio gegenüber den 2025-Ambitionen des Managements belastete.[6]
  • Die Erzählung drehte sich um eine Bank, die aus der „akuten Krise" in ein normaleres, wenn auch noch etwas abgeschlagenes Franchise übergegangen war – kein Krisen-Play mehr, aber auch noch kein vollständig vertrauenswürdiger Compounder.[6]
  • Investorengespräche konzentrierten sich darauf, ob die Deutsche Bank nachhaltige, weniger volatile Gewinne mit ausgewogenem Geschäftsmix liefern konnte oder ob sie strukturell eine renditeschwächere, regulierungslastige Value-Story blieb.[6]
  • Der Kurs bewegte sich in einer breiten Konsolidierungszone oberhalb der Tiefs von 2019–2020, was reduzierte Tail-Risiken, aber begrenzte Überzeugung für ein weiteres Re-Rating widerspiegelte.[6][10]
  • Das Chartbild zeigte abwechselnde mittelfristige Schwünge – Rallys bei soliden Quartalen und Aktienrückkauf-Signalen, gefolgt von Korrekturen bei schwächeren Makrodaten oder Regulierungs-/Kostenschlagzeilen.[6][10]

Ende 2024–Feb. 2026: Ausbalancierte, aber diskutierte Story im niedrigen 30er-Bereich

  • Als der Kurs Anfang 2026 31,05 erreichte, hatte sich der Geschäftsmix weiter in Richtung reguläres Bankgeschäft verschoben, da das außergewöhnliche Trading- und Dealmaking-Umfeld von 2020–2021 normalisierte, während erhöhte Zinsen die Zinsmargen weiter stützten.[6][10]
  • Analysten und Aufsicht betonten weiterhin Kostendisziplin, Kontrollqualität und Kreditrisiken in einer langsameren deutschen und europäischen Wirtschaft als zentrale Faktoren für mittelfristige Profitabilität und Kapitalrückgabe.[6]
  • Die Aktie wurde allgemein als „ausgereifter Turnaround/Value mit zyklischem Exposure" gesehen: deutlich entrisikt gegenüber dem Vor-2019-Image, aber nicht voll auf Best-in-Class-Peers aufgeschlossen aufgrund anhaltender Bedenken zu Kosten, Kontrollen und Konjunktursensitivität.[6]
  • Marktteilnehmer diskutierten, ob sie sich zu einem stetigeren, durch Dividenden und Rückkäufe gestützten Finanzwert mit moderatem Wachstum entwickeln würde oder ein Name bliebe, bei dem periodische Makro- und Regulierungsschocks die Erwartungen immer wieder zurücksetzten.[6]
  • Auf dem Niveau von 31,05 spiegelte das Chart eine mehrjährige Erholung von Krisenniveaus wider, mit dem Kurs im niedrigen 30er-Bereich nach vorangegangenen Rally- und Konsolidierungszyklen.[6][10]
  • Die Kursbewegung zeigte Unterstützungen deutlich über historischen Krisentiefen, wobei Rücksetzer zunehmend gekauft statt durchverkauft wurden – konsistent mit einem Markt, der die Deutsche Bank inzwischen als strukturell robuster ansieht, auch wenn nicht risikofrei.[6][10]

Wesentliche Risiken und Downside-Faktoren

DBK.XETRA repräsentiert die Deutsche Bank AG, ein großes deutsches Universalbankinstitut mit Geschäftstätigkeiten im Corporate Banking, Investment Banking, Private Banking und Asset Management, das mit führenden europäischen und globalen Banken in diesen Segmenten konkurriert.[1][11][13] Das Wettbewerbsumfeld wird von anderen Vollservice-Instituten geprägt, die starke Positionen im europäischen Privat- und Geschäftskundengeschäft sowie in den globalen Kapitalmärkten und Beratungsdienstleistungen innehaben.[4][10][12] Die Wettbewerbsintensität ist hoch – getrieben durch überlappende Produktangebote, regulatorische Belastungen und Margendrücke sowohl von etablierten Wettbewerbern als auch von aufstrebenden digitalen Playern.[4][10][14] Das Risikoprofil der Bank spiegelt die Exposition gegenüber Kredit- und Marktzyklen, regulatorischen und Litigationsrisiken sowie die Komplexität des Betriebs eines globalen Investmentbanking-Geschäfts neben Privat- und Asset-Management-Aktivitäten wider.[1][7][13]

  • Exposition gegenüber europäischen und globalen konjunkturellen Abschwüngen, die zu höheren Kreditausfällen, geringerer Kreditnachfrage und reduzierter Investment-Banking-Aktivität führen könnten, angesichts des großen Geschäftsbereichs im Unternehmens- und Investment-Banking.[1][10][13]
  • Regulatorische, kapitalmarktliche und Compliance-Anforderungen europäischer und internationaler Bankaufseher, die höhere Kapitalpolster erfordern, Geschäftsaktivitäten einschränken oder die Betriebskosten erhöhen können.[7][11][13]
  • Rechtsstreitigkeits-, Verhaltens- und Reputationsrisiken, die sich aus vergangenen und möglichen zukünftigen Ermittlungen oder Durchsetzungsmaßnahmen im Zusammenhang mit komplexen Investment-Banking- und Kapitalmarktaktivitäten ergeben.[1][7][13]
  • Strategisches und Wettbewerbsrisiko durch intensive Konkurrenz mit anderen Universalbanken und Investmentbanken sowie durch digitale und Fintech-Anbieter, die zu Margenverengung und Marktanteilsverlust in Schlüsselsegmenten führen könnten.[4][10][14]

Wettbewerbsumfeld

DBK.XETRA ist die Deutsche Bank AG, eine führende deutsche Universalbank mit globalem Wettbewerbsanspruch in den Bereichen Investment Banking, Corporate und Transaction Banking sowie Retail- und Vermögensmanagement. [1][4][10] Ihre relevantesten Konkurrenten sind große diversifizierte europäische und globale Banken mit substanziellen Corporate-, Investment-Banking- und Markets-Geschäften wie UBS, HSBC, Banco Santander und Citigroup. [8][11][14] Das Risikoprofil der Bank wird geprägt durch zyklische Exposition gegenüber globalen Kapitalmärkten, die Kreditqualität ihres Kreditportfolios, regulatorische Kapitalanforderungen und die Umsetzung ihrer strategischen Transformation. [6][12][15]

Private Wettbewerber

  • Cantor Fitzgerald

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Performancekennzahlen von Deutsche Bank Aktiengesellschaft

in EUR

1M High / Low
34.05 / 29.41
52W High / Low
34.26 / 16.58
5Y High / Low
34.26 / 7.25
1M
-5.58%
3M
+3.92%
6M
+2.31%
1Y
+62.48%
3Y
+200.12%
5Y
+239.92%

Relative Performance gegenüber Benchmarks

PeriodDeutsche Bank Aktiengesellschaft vs DAX vs S&P 500 (SPY)
1M -5.58% -6.57% -5.61%
3M +3.92% -3.25% +1.48%
6M +2.31% -2.27% -4.92%
1Y +62.48% +49.65% +46.21%
3Y +200.12% +134.78% +119.18%
5Y +239.92% +159.99% +151.40%

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Historische Bewertungs-Trends

Wie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.

ZeitraumKGVKUVKBVKurs-Cashflow-Verhältnis
Aktuell8.91.00.9-2.2
Vor 1 Jahr8.00.70.5-1.4
Vor 3 Jahren4.50.70.4-11.7
Vor 5 Jahren44.30.70.30.7

Kennzahlen

Marktkapitalisierung
59.32B EUR
KGV
9.67
Analysten-Kursziel

Bewertungskennzahlen

KUV
1.95
KBV
0.74

Rentabilitätskennzahlen

Gewinnmarge
22.81%
Operative Marge
27.49%
Eigenkapitalrendite
8.94%
Gesamtkapitalrendite
0.51%

Wachstumskennzahlen

Umsatzwachstum
Gewinnwachstum

Dividendenhistorie

Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).

YearDividendYield at paymentØ Rendite
20261.00 EUR2.13%
20250.68 EUR2.71%
20240.45 EUR2.84%
20230.30 EUR3.10%
20220.20 EUR2.11%
20190.11 EUR1.70%
20180.11 EUR1.06%
20170.19 EUR1.13%
20150.67 EUR2.53%
20140.64 EUR2.47%
20130.64 EUR2.09%
20120.64 EUR2.58%
20110.64 EUR1.83%
20100.58 EUR1.52%
20100.43 EUR

Ergebnis-Historie & Schätzungen

Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.

Historische Ergebnisentwicklung

55.4%
Schätzung übertroffen
43.1%
Schätzung verfehlt
+44.29%
Ø Überraschung bei Beat
-57.43%
Ø Überraschung bei Miss

Analysierte Berichte: 65

Kommender Ergebnisbericht

29. April 2026
Nächstes Ergebnis-Datum

Analystenschätzungen für kommende Perioden

Nächstes Jahr
31. Dezember 2027
Konsens3.89
Spanne3.55 – 4.10
11 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 15.09%
Revisionen: 7T ↑2 ↓0 · 30T ↑6 ↓3
Nächstes Quartal
30. Juni 2026
Konsens0.76
Spanne0.59 – 0.85
3 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 4.82%
Revisionen: 7T ↑1 ↓0 · 30T ↑1 ↓0

Wichtige Finanzkennzahlen

Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.

20252024202320222021
Umsatz60.89B66.34B59.35B26.59B25.31B
Operatives Ergebnis (EBIT)9.73B5.29B5.68B5.80B4.02B
Jahresüberschuss6.93B3.37B4.77B5.52B2.37B
Free Cashflow-29.11B5.18B-2.45B-3.50B
Bilanzsumme1.44T1.39T1.31T1.34T1.32T
Eigenkapital66.93B77.83B73.05B61.96B58.03B
Nettoverschuldung69.33B70.70B-40.34B-49.44B-43.17B
© Leeway
PWP Leeway UG (haftungsbeschränkt)
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