

## Wichtige Ereignisse
Nach dem strategischen Neustart 2019 und dem umfangreichen Umbau trieb das Management die Kostensenkungen auch 2020 weiter voran – darunter Kürzungen bei den Investmentbank-Boni – während COVID-19 das Umfeld belastete und die Bank im Juli 2020 zusätzlich eine Strafe von 150 Mio. USD im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein zahlen musste [3].
2021 verzeichnete die Deutsche Bank ihren ersten Jahresgewinn seit 2014 (für das Geschäftsjahr 2020 wurden 113 Mio. EUR ausgewiesen) und trennte sich im März 2021 von Positionen im Umfang von rund 4 Mrd. USD aus dem Archegos-Exposure – ein Schritt, der unmittelbare Marktrisiko-Bedenken spürbar dämpfte [3].
Von 2023 bis 2026 verfolgte das Haus selektive M&A-Aktivitäten (Numis-Übernahme im April 2023), nahm mehrere Veränderungen im Vorstand vor – darunter Marcus Chromik als neues Vorstandsmitglied und CRO ab Mai 2025 sowie eine breitere Führungsrochade mit Verlängerung des Vertrags von Christian Sewing – und vollzog im März 2026 einen CFO-Wechsel zu Raja Akram. Diese Governance-Schritte und die aufeinanderfolgenden Geschäftsberichte spiegelten einen konsequenten Fokus auf Profitabilität und Kapitalsteuerung wider [3][1].
Nach den Schlagzeilen über strategische Orientierungslosigkeit und den massiven Stellenabbau 2019/20 schwenkte der Markt auf ein vorsichtiges Turnaround-Narrativ um, als das Management Restrukturierung und Kostendisziplin sichtbar umsetzte – eine Einschätzung, die sich 2020 und 2021 zunehmend festigte [3].
Die vergleichsweise robuste Handhabung des Archegos-Vorfalls und die Rückkehr in die Gewinnzone verschoben die Stimmung in Richtung konstruktiver Zuversicht. Reputations- und Regulierungsrisiken – Geldwäsche-Ermittlungen, Greenwashing- bzw. ESG-Prüfungen sowie Fragen zum Russland-Exposure – hielten das Vertrauen der Investoren jedoch bis 2022/23 uneinheitlich [3].
2024 und 2025 trugen verbesserte Gewinne und sichtbare Kapitalrückführungen zu einer deutlichen Neubewertung der Aktie bei und schufen ein merklich positiveres Investoren-Bild – ablesbar an den kräftigen Kursgewinnen des Jahres 2025 [1][10].
Die Aktie durchlief im März 2020 einen extremen Einbruch bis auf das COVID-Panikatief – der größte Drawdown im gesamten Betrachtungszeitraum [10].
Ab Mitte 2020 bis in das Jahr 2021 folgte eine nachhaltige Erholung mit mehrmonatigem Aufwärtstrend, bevor eine volatile Seitwärts- und Rotationsphase bis 2022 einsetzte, die von makroökonomischen und reputationsbezogenen Nachrichten geprägt war. 2023 bis 2025 zeigte sich dann ein klarer mehrstufiger Aufwärtstrend mit deutlicher Neubewertung und kräftigen Kursanstiegen – 2025 war dabei ein besonders starkes Jahr [11][10].
In den ersten Monaten 2026 gab die Aktie von den 2025er-Hochs zurück und konsolidierte im Bereich um die Mitte der 20er-Euro-Zone. Die täglichen Handelskurse im Mai 2026 zeigen eine Spanne von rund 26 bis 28 EUR, was auf einen Rücktest bzw. eine Konsolidierungsphase hindeutet [12].
Deutsche Bank bewegt sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld zwischen großen US-Investmentbanken, etablierten europäischen Universalbanken und schnell wachsenden Fintechs, die auf Gebühren und Einlagen Druck ausüben [3]. Zu den wichtigsten europäischen Konkurrenten zählen BNP Paribas und UBS (gestärkt durch die Übernahme der Credit Suisse), während US-amerikanische Institute Deutsche Bank in den globalen Kapitalmärkten herausfordern [3][8]. Die Hauptrisiken liegen in regulatorischen und Kapitalvorgaben, in Altlasten aus Rechtsstreitigkeiten, in der Margenerosion durch Fintechs und Private Credit sowie im Wettbewerbsdruck in Vermögensmanagement und Marktgeschäften [3].
Deutsche Bank ist eine europäische Universalbank, die sich im Investment Banking, Global Markets, Corporate Banking und Wealth Management gegen US-amerikanische Bulge-Bracket-Banken und große europäische Konkurrenten behauptet [1][10]. Das Profil des Unternehmens wird geprägt durch Skalendefizite gegenüber US-amerikanischen Wettbewerbern, Druck von europäischen Rivalen und Fintechs im Retail- und Transaktionsgeschäft sowie erhebliche regulatorische und Marktvolatilitätsrisiken, die das Risikoprofil prägen [1][4].
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| UBS Group AG | UBSG.SIX |
| BNP Paribas | BNP.PA |
| The Goldman Sachs Group, Inc. | GS.NYSE |
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Kostenlos testen| Period | Deutsche Bank Aktiengesellschaft | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | -4.88% | -5.12% | -8.41% |
| 3M | -11.54% | -9.27% | -19.03% |
| 6M | -8.46% | -14.45% | -20.43% |
| 1Y | +9.63% | +7.80% | -15.55% |
| 3Y | +190.96% | +140.58% | +108.82% |
| 5Y | +149.43% | +90.88% | +60.10% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 7.4 | 0.9 | 0.7 | 1.1 |
| Vor 1 Jahr | 9.4 | 0.9 | 0.6 | -1.8 |
| Vor 3 Jahren | 3.6 | 0.5 | 0.3 | -9.8 |
| Vor 5 Jahren | 16.7 | 0.8 | 0.4 | 0.8 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 1.00 EUR | — | 2.13% |
| 2025 | 0.68 EUR | 2.71% | |
| 2024 | 0.45 EUR | 2.84% | |
| 2023 | 0.30 EUR | 3.10% | |
| 2022 | 0.20 EUR | 2.11% | |
| 2019 | 0.11 EUR | 1.70% | |
| 2018 | 0.11 EUR | 1.06% | |
| 2017 | 0.19 EUR | 1.13% | |
| 2015 | 0.67 EUR | 2.53% | |
| 2014 | 0.64 EUR | 2.47% | |
| 2013 | 0.64 EUR | 2.09% | |
| 2012 | 0.64 EUR | 2.58% | |
| 2011 | 0.64 EUR | 1.83% | |
| 2010 | 0.58 EUR | 1.52% | |
| 2010 | 0.43 EUR | — |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 60.89B | 66.34B | 59.35B | 26.59B | 25.31B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 9.73B | 5.29B | 5.68B | 5.80B | 4.02B |
| Jahresüberschuss | 6.93B | 3.37B | 4.77B | 5.52B | 2.37B |
| Free Cashflow | 46.62B | -29.11B | 5.18B | -2.45B | -3.50B |
| Bilanzsumme | 1.44T | 1.39T | 1.31T | 1.34T | 1.32T |
| Eigenkapital | 78.64B | 77.83B | 73.05B | 61.96B | 58.03B |
| Nettoverschuldung | 194.25B | 70.70B | -40.34B | -49.44B | -43.17B |
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