

Die E.ON-Aktie (EOAN.XETRA) durchlief in den vergangenen fünf Jahren ein restrukturierungsbedingtes Rerating, einen kriegs- und energiekrisengetriebenen Schock und anschließend eine Erholung hin zu einer regulierten Infrastruktur-Story der Energiewende – und notiert am 22. Februar 2026 bei 18,63. [4][12] In dieser Zeit wandelte sich die Investorenwahrnehmung von einem komplexen Post-innogy-Integrationsrisiko hin zu einem stabileren, dividendenzahlenden defensiven Compounder, dessen Wachstum an Netz- und Energiewende-Capex gekoppelt ist. [3][12]
Ab 2019 schloss E.ON den großen Asset-Swap mit RWE ab, übernahm die Netz- und Vertriebsaktivitäten von innogy und stieg weitgehend aus Erneuerbaren aus – eine strukturelle Verschiebung hin zu regulierten Netzen und Kundenlösungen. [5][11] Die Aktie beendete 2019 mit einem Plus von rund 10 %, da die Märkte begannen, ein besser vorhersehbares, netzlastiges Geschäftsmodell einzupreisen, wenngleich noch mit Konglomerat- und Integrationsabschlag. [4]
2020 sorgte COVID-19 für breite Marktvolatilität und anfänglichen Druck auf Versorger, doch die regulierten Erträge und stabilen Cashflows von E.ON begrenzten den Rückgang – die Aktie schloss das Jahr nur rund 4,8 % im Minus. [4][12] Das Investoren-Narrativ lautete in dieser Phase „komplexer Restrukturierungs-Versorger": Rückbau des Erzeugungsrisikos, aber noch mitten in Integration, Veräußerungen (z. B. innogy-Vertrieb in Tschechien) und Altlasten. [11][12]
### Technisches Bild 2019–2020
2021 meldete E.ON solide Ergebnisse mit einem EBITDA- und EBIT-Wachstum gegenüber 2020 und signalisierte laufende Investitionen in Energienetze und Kundenlösungen. [12][3] Die Jahresperformance lag bei starken +34,5 % und spiegelte ein Rerating wider, da Investoren auf die These „reguliertes Netz / Energiewende-Infrastruktur" mit klarerer Ergebnissichtbarkeit und Fortschritten beim Schuldenabbau setzten. [4][12]
Das Narrativ verschob sich zu „defensiver Compounder mit Energiewende-Upside": Der Markt sah E.ON zunehmend als risikoärmeres, dividendenzahlendes Vehikel für Netzmodernisierung und Elektrifizierungstrends statt als zyklischen Stromerzeuger. [2][3] Die Strategiekommunikation des Unternehmens betonte Rekordinvestitionspläne in Netze und digitale Kundenlösungen und stützte diese Wahrnehmung. [3][9]
### Technisches Bild 2021
2022 traf Russlands Invasion der Ukraine und die europäische Energiekrise den deutschen Versorgerkomplex hart und schürte Sorgen über regulatorische Eingriffe, Working-Capital-Schwankungen und Kontrahentenrisiken – selbst bei netzfokussierten Playern wie E.ON. [3][12] E.ON lieferte Ergebnisse weitgehend im Rahmen der Guidance, doch die Aktie fiel um etwa 23,4 %, da Risikoprämien auf europäische Versorger stiegen und Investoren sich um politischen und regulatorischen Überhang sorgten. [4][12]
Das Narrativ verschob sich vorübergehend zu „Makro- und Policy-Overhang-Versorger": Investoren fokussierten auf Risiken rund um Preisobergrenzen, Übergewinnsteuern und mögliche staatliche Stützungsbedarfe im breiteren Sektor, auch wenn E.ONs Kernnetzgeschäft relativ abgeschirmt blieb. [3][15] E.ONs Kommunikation betonte die Resilienz des regulierten Geschäfts und fortlaufende Investitionen, doch das Sentiment wurde von Energiekrisen-Schlagzeilen dominiert. [3][9]
### Technisches Bild 2022
2023 legte E.ON ein starkes EBITDA- und EBIT-Wachstum vor, das EBIT 2023 lag über 2022, und hob Rekord- und geplante Investitionen in Energiewende-Infrastruktur hervor. [3][12][9] Der Aktienkurs reagierte mit einem Jahresgewinn von rund +30,2 %, machte einen Großteil des 2022er-Rückgangs wett, da Makroängste nachließen und die Märkte sich wieder auf reguliertes Wachstum und Dekarbonisierungsausgaben konzentrierten. [4]
Die Investorenwahrnehmung kehrte zurück zu „defensiver Compounder / Energiewende-Enabler", mit mehr Betonung auf langfristigem Netz-Capex und weniger auf kurzfristigem Rohstoff- oder Krisenlärm. [3][9] Dividendenstabilität und Guidance-Lieferung stützten die Sicht auf E.ON als Kernposition im europäischen Versorgersegment statt als High-Beta-Krisenplay. [3][12]
### Technisches Bild 2023
2024 investierte E.ON weiter massiv, meldete aber ein H1-2024-EBITDA unter dem ungewöhnlich starken Vorjahresniveau aufgrund nicht wiederkehrender Sondereffekte, bestätigte jedoch die Jahres-Guidance von 8,8–9,0 Mrd. € bereinigtes EBITDA. [6][12] Die Aktie schloss 2024 mit rund -7,5 %, was Gewinnmitnahmen nach der 2023er-Rally und Sensitivität gegenüber Anzeichen einer Ergebnisnormalisierung widerspiegelte, auch wenn die fundamentale Netzwachstums-Story intakt blieb. [4][6]
Das Narrativ 2024 lautete „konsolidierender defensiver Wachstumswert": Investoren akzeptierten weitgehend den langfristigen Wachstumspfad, wurden aber nach den starken 2021er- und 2023er-Läufen bewertungs- und ausführungssensitiver und reagierten auf Quartalsvolatilität und Makrozinsbewegungen. [4][12] Dennoch hob E.ONs Jahresberichterstattung starke Ergebnisse, Rekordinvestitionen und fortgesetztes Engagement für die Energiewende hervor und untermauerte die Langfristthese. [3][9]
2025 berichtete E.ON, das Geschäftsjahr mit starken Ergebnissen und Rekordinvestitionen in die Energiewende abgeschlossen zu haben, und Konsensusschätzungen zeigten weiter hohes EBITDA und solides Nettoergebnis, was erneute Kursstärke stützte. [9][12] Die Aktie lieferte einen Jahresgewinn von etwa 38,5 % in 2025, was auf eine kraftvolle Aufwärtsbewegung hindeutet, da Investoren die Story wieder annahmen und das breitere Zins- und Policy-Umfeld für regulierte Versorger weniger feindselig wurde. [4][12]
### Technisches Bild 2024–Anfang 2026
Am 22. Februar 2026 steht der Aktienkurs bei 18,63, konsistent mit der starken 2025er-Performance und dem Handel in einer hohen Zehner-Range nach dem regulierten Wachstums-Rerating und der Post-Krisen-Erholung. [4][7] Zu diesem Zeitpunkt lautet das dominierende Narrativ: ein großer europäischer Energiewende-Versorger mit Kern in regulierten Netzen und Kundenlösungen, bewertet als relativ stabiler, dividendenzahlender Compounder mit eingebettetem Netz-Capex-Wachstum. [3][9]
E.ON SE (EOAN.XETRA, ISIN DE000ENAG999) ist einer der größten integrierten Energieversorger Europas und konkurriert primär in regulierten Strom- und Gasverteilnetzen sowie in Retail- und Kundenlösungen in Deutschland, Großbritannien und anderen europäischen Märkten.[1][3][7] Seine Hauptkonkurrenten sind große europäische Energieversorger wie Enel, Iberdrola, Engie, EDF, RWE und Vattenfall, die ähnliche Netz- und Energiehandelsdienstleistungen anbieten und ebenfalls massiv in die Energiewende investieren.[2][5][11] Die Wettbewerbsintensität wird durch nationale Regulierung, liberalisierte Strom- und Gasmärkte sowie neue Anbieter von dezentralen und digitalen Energiedienstleistungen geprägt.[2][3] E.ONs Risikoprofil wird von regulatorischen Änderungen, Dekarbonisierungspolitik, kapitalintensiven Netzinvestitionen und Margendruck in den Kundenlösungen bestimmt.[3][7]
E.ON SE (EOAN.XETRA, ISIN DE000ENAG999) ist ein großer europäischer Energieversorger mit Fokus auf regulierte Strom- und Gasverteilnetze sowie Kundenenergieslösungen und konkurriert primär mit großen integrierten Versorgungsunternehmen und Netzbetreibern in ganz Europa.[1][3][4] Zu den wesentlichen Konkurrenten zählen traditionelle Strom- und Gasanbieter, Netzbetreiber und serviceorientierte Versorger, die ebenfalls in Netzmodernisierung und Energiewende-Angebote investieren.[2][5][11] Der Wettbewerbskontext wird durch Dekarbonisierung, Elektrifizierung und Digitalisierung geprägt – diese verstärken den Margendruck, schaffen aber gleichzeitig Chancen im Bereich intelligenter Netze und Kundenlösungen.[2][4] E.ONs Risikoprofil wird durch regulatorische Abhängigkeit, großvolumige Infrastrukturinvestitionen und sich wandelnde Groß- und Einzelhandelsenergiemarktsegmente in seinen europäischen Kernregionen bestimmt.[4][7]
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| RWE AG | RWE.XETRA |
| EnBW Energie Baden-Württemberg AG | EBK.XETRA |
| Enel SpA | ENEL.MI |
| National Grid plc | NG.LSE |
| Fortum Oyj | FORTUM.HE |
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Kostenlos testen| Period | E.ON SE | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | +9.91% | +8.92% | +9.88% |
| 3M | +21.37% | +14.20% | +18.93% |
| 6M | +18.85% | +14.27% | +11.62% |
| 1Y | +64.91% | +52.08% | +48.64% |
| 3Y | +103.33% | +37.99% | +22.39% |
| 5Y | +170.53% | +90.60% | +82.01% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 16.2 | 0.6 | 2.7 | 7.6 |
| Vor 1 Jahr | 6.7 | 0.4 | 1.7 | 5.4 |
| Vor 3 Jahren | 14.6 | 0.2 | 1.7 | 2.7 |
| Vor 5 Jahren | 25.8 | 0.4 | 6.7 | 4.3 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2025 | 0.55 EUR | 3.61% | 4.95% |
| 2024 | 0.53 EUR | 3.96% | |
| 2023 | 0.51 EUR | 4.28% | |
| 2022 | 0.49 EUR | 4.93% | |
| 2021 | 0.47 EUR | 4.48% | |
| 2020 | 0.46 EUR | 4.55% | |
| 2019 | 0.43 EUR | 4.46% | |
| 2018 | 0.30 EUR | 3.15% | |
| 2017 | 0.21 EUR | 2.84% | |
| 2016 | 0.50 EUR | 6.08% | |
| 2015 | 0.50 EUR | 4.07% | |
| 2014 | 0.60 EUR | 4.96% | |
| 2013 | 1.10 EUR | 8.83% | |
| 2012 | 1.00 EUR | 6.64% | |
| 2011 | 1.50 EUR | 7.47% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 80.12B | 93.69B | 115.66B | 77.36B | 60.94B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 8.54B | 17.89B | -3.22B | 6.92B | 3.25B |
| Jahresüberschuss | 4.53B | 517.00M | 1.83B | 4.69B | 1.02B |
| Free Cashflow | -1.30B | -356.00M | 5.47B | -418.00M | 951.00M |
| Bilanzsumme | 111.36B | 113.51B | 134.01B | 119.76B | 95.39B |
| Eigenkapital | 17.84B | 14.11B | 15.92B | 12.05B | 3.36B |
| Nettoverschuldung | 33.31B | 29.86B | 26.83B | 31.03B | 30.17B |
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