Fresenius SE & Co. KGaA

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Fresenius SE & Co. KGaA – stock chart

Fünfjahres-Timeline der Aktie

Fresenius SE & Co. KGaA hat sich von einem unter Druck stehenden, komplexen Gesundheitskonzern zu einer klareren „Self-Help"- und Restrukturierungsstory entwickelt; die Aktie erholte sich kräftig bis 2024–2026 und notiert am 21.02.2026 bei 52,06. [5][11]

2019–2020: Vom Quality Compounder zum gestressten Defensivwert

  • Zu Beginn 2019 galt Fresenius noch weitgehend als defensiver europäischer Gesundheitskonzern mit solider Langfristbilanz, doch die Stimmung war bereits angeschlagen durch Margendruck bei Fresenius Medical Care (FMC) und Preisgegenwind im US-Generikageschäft von Kabi. [7]
  • Der COVID-19-Schock 2020 veränderte das Narrativ hin zu „pandemie-verzerrten Defensivwerten": Helios-Kliniken und das Projektgeschäft von Vamed litten unter verschobenen Wahleingriffen und Projektverzögerungen, während FMC mit steigender Mortalität bei Dialysepatienten zu kämpfen hatte – das belastete den Konzerngewinn und verstärkte die Wahrnehmung eines überkomplexen Konglomerats. [1][7]

### Chartverlauf 2019–2020

  • Über 2019 bis Anfang 2020 bewegte sich die Aktie in einer breiten Seitwärts- bis leichten Aufwärtsband, typisch für einen reifen Defensivwert, bevor sie im Q1 2020 einen scharfen COVID-Einbruch erlitt und sich dann teilweise erholte, als sich die Klinikaktivität normalisierte und politische Unterstützung kam. [11]
  • Die Erholung stockt gegen Ende 2020, da Investoren sich auf strukturelle Probleme bei FMC und Kabi konzentrieren; das Narrativ wandelt sich von „defensivem Compounder" zu „Value mit Problemen", und Rallys werden unterhalb früherer Hochs gedeckelt. [7][11]

2021: Prognoseanhebungen, aber strukturelle Zweifel

  • 2021 hob Fresenius die Konzernprognose nach einem sehr starken Q2 an, verwies auf verbesserte Performance bei Kabi, Helios und Vamed sowie erste Einsparungen aus Effizienzprogrammen. [1]
  • Nach guten Q3-Zahlen wurde die FY21-Prognose erneut angehoben, doch das Management betonte zugleich stärkere COVID-Belastungen bei FMC als erwartet – das verstärkte die Sorge der Investoren, dass ein strukturell angeschlagenes FMC die gesünderen Kerngeschäfte überdecke. [4]

### Wahrnehmung und Kursverlauf 2021

  • Das Narrativ verschob sich zu „operativ solide, strukturell unübersichtlich": Investoren erkannten die Resilienz von Kabi/Helios an, befürchteten aber, dass Kapitalallokation, Konglomeratkomplexität und FMC-Exposure ein Bewertungs-Rerating verhinderten. [1][4][7]
  • Technisch verbrachte die Aktie den Großteil von 2021 in einer unruhigen Seitwärtsrange mit gescheiterten Ausbrüchen bei positiven Prognosenews und scharfen Rücksetzern bei Pandemie- oder FMC-Schlagzeilen; diese Decke definierte später die Obergrenze der mehrjährigen Trading-Range. [11][14]

2022: Prognosesenkungen und Value-Trap-Ängste

  • Im Juli 2022 revidierte Fresenius die FY22-Konzernprognose nach unten, getrieben von deutlich verschärften Belastungen bei Fresenius Medical Care, während der Ausblick für Kabi, Helios und Vamed unverändert blieb. [13]
  • Gleichzeitig belasteten globale Makroschocks – Energiepreise, Inflation, Zinsanhebungen in Europa und den USA – die Klinik- und Personalkosten und verstärkten Bedenken hinsichtlich Profitabilität und Verschuldung eines komplexen Gesundheitskonzerns. [7][13]

### Narrativ und Chart 2022

  • Diese Kombination aus FMC-getriebenen Downgrades und Makro-Kostendruck verschob die Wahrnehmung entscheidend hin zu „Value Trap / kaputtes Konglomerat": Investoren zweifelten, ob Gewinn und Rendite jemals auch nur ein niedriges zweistelliges Multiple rechtfertigen würden – ohne strukturelle Veränderung. [7][13]
  • Im Chart war 2022 ein Jahr des großen Abwärtstrends; die Aktie brach unter die vorherige mehrjährige Range und touchierte schließlich den niedrigen 20er-Bereich; 5-Jahres-Statistiken zeigen später einen Tiefpunkt um 19,69 EUR, konsistent mit Kapitulationsniveaus langjähriger Halter. [5][11]

2023: FutureFresenius und FMC-Dekonsolidierung

  • Unter CEO Michael Sen startete Fresenius das Programm „#FutureFresenius" mit dem Ziel, das Portfolio zu vereinfachen, Kosten zu senken und sich klarer auf Kabi und Helios als Kernfranchises zu konzentrieren – und zugleich den FMC-Überhang anzugehen. [3][6][10]
  • Am 30. November 2023 schloss Fresenius erfolgreich die Dekonsolidierung von Fresenius Medical Care ab und bezeichnete dies als Meilenstein, der Komplexität reduziere, Flexibilität verbessere und Fresenius mit 32 % als größten Aktionär von FMC zurücklasse. [3][6]

### Wahrnehmung und Technik 2023

  • Diese Dekonsolidierung rahmte die Story von „Value Trap" zu „Turnaround / Self-Help" um: Investoren begannen, sich stärker auf die cash-generativen, weniger volatilen Geschäfte Kabi und Helios zu fokussieren und auf das Potenzial höherer Renditen aus einer einfacheren Konzernstruktur. [3][6][7]
  • Technisch markierte 2023 eine große Bodenbildungs- und Umkehrphase: Nach Konsolidierung nahe früherer Tiefs brach die Aktie den Abwärtstrend, rallierte kräftig und notierte bis Oktober 2023 im hohen 40er-Bereich; Preisdaten zeigen rund 48,97 EUR am 25.10.2023. [5]

2024–Anfang 2026: Rerating, Execution und starke Erholung

  • 2024 lieferte Fresenius verbesserte Ergebnisse; Q2-Zahlen übertrafen die Betriebsgewinnerwartungen dank starker Performance bei Kabi und Helios sowie Fortschritten bei konzernweiten Kosteneinsparungen – das stärkte die Glaubwürdigkeit des Restrukturierungsprogramms. [10]
  • Mit steigender Profitabilität und sinkender Komplexität entwickelte sich das Narrativ zu „Turnaround mit defensivem Healthcare-Rückgrat": Investoren sahen Fresenius zunehmend als Self-Help-Recovery-Story mit Spielraum für Multiple-Expansion und berechenbareren Gewinnen aus den Kerneinheiten. [7][10]

### Jüngere Chartphasen und aktueller Kontext

  • Fünf- und Zehn-Jahres-Preisstatistiken zeigen, dass die Aktie von einem 3-Jahres-Tief im niedrigen 20er-Bereich eine kraftvolle mehrjährige Rally hinlegte; das 5-Jahres-Hoch liegt etwas über 50 EUR und illustriert den entscheidenden Bruch aus der früheren Value-Trap-Zone. [5]
  • Bis 2024–Anfang 2026 zeigt der Chart einen anhaltenden Aufwärtstrend mit höheren Hochs und höheren Tiefs, unterbrochen von kurzen Rücksetzern und Konsolidierungen; in diesem Kontext notiert die Aktie am 21.02.2026 bei 52,06 und reflektiert eine vollständige Erholung und klares Rerating gegenüber dem Tief von 2022. [5][11]

Wesentliche Risiken und Downside-Faktoren

FRE.XETRA ist Fresenius SE & Co. KGaA, ein diversifizierter deutscher Gesundheitskonzern mit Aktivitäten in Krankenhausbetrieb, intravenösen Generika und Ernährung sowie weiteren Gesundheitsdienstleistungen.[2][10][11][23] Das Unternehmen sieht sich starkem Wettbewerb durch globale Medizinprodukte-Hersteller wie Baxter und ICU Medical bei intravenösen Arzneimitteln und Infusionssystemen ausgesetzt, ebenso wie durch regionale und globale Krankenhausbetreiber wie Asklepios Kliniken und Ramsay Health Care im Helios-Krankenhausnetz.[5][16][17][25] Fresenius konkurriert zudem mit großen Pharma- und Generika-Playern (darunter Pfizer, Sandoz und Teva) um Krankenhausarzneimittel-Ausschreibungen und Biosimilars sowie mit Dialyse- und Gesundheitsdienstleistern wie DaVita und Community Health Systems in überlappenden Versorgungsmärkten.[16][19][22][25] Diese Wettbewerbsdrücke verbinden sich mit regulatorischen, Erstattungs- und Bilanzrestriktionen zu einem komplexen Risikoprofil für Ertragskraft und Cashflows.[5][16][22]

  • Druck auf die Preise im Krankenhaus- und Infusionstherapie-Bereich durch starke globale Konkurrenten und regionale Krankenhausbetreiber könnte die Margen in Fresenius' Helios- und Kabi-Sparten zusammenpressen.[16][17][22][25]
  • Fresenius ist in Deutschland, Spanien und anderen Schlüsselmärkten stark von regulierten Erstattungssystemen sowie staatlichen oder Versichererbudgets abhängig, was das Unternehmen anfällig für Tarifkürzungen, DRG-Änderungen und Kostendämpfungsmaßnahmen macht, die die Rentabilität schnell erodieren können.[10][14][23]
  • Eine gehebelte Bilanz in Kombination mit erheblichen laufenden Kapitalbedarfen für Krankenhausmodernisierungen und Produktionskapazitäten könnte die finanzielle Flexibilität einschränken und Refinanzierungs- sowie Zinsrisiken mit sich bringen, sollte sich die operative Leistung verschlechtern.[5][9][11]
  • Betriebs- und Ausführungsrisiken aus weltweiten Krankenhausnetzwerken und globaler pharmazeutischer Herstellung – einschließlich Qualitätsproblemen, behördlicher Überprüfung und Integrationsschwierigkeiten – könnten zu Bußgeldern, Reputationsschäden oder kostspieligen Sanierungsprogrammen führen.[2][10][22][23]

Wettbewerbsumfeld

Fresenius SE & Co. KGaA (FRE.XETRA) ist ein diversifizierter globaler Gesundheitskonzern mit Aktivitäten in Krankenhausbetrieb, Infusions- und klinischen Ernährungstherapien sowie Projektdienstleistungen für Gesundheitseinrichtungen und ist primär an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der ISIN DE0005785604 notiert.[1][9][14] Das Unternehmen konkurriert mit großen multinationalen Gesundheitsanbietern, Krankenhausbetreibern sowie Herstellern von Medizintechnik und Pharmazeutika, die sich mit seinen Geschäftssegmenten Helios, Kabi und Vamed überschneiden.[1][10][13] Die Wettbewerbsintensität wird durch Preisdruck von Kostenträgern, Konsolidierungen im Krankenhaus- und Medizingerätesektor sowie Innovationszyklen in Therapien und Technologien verschärft.[6][10][13] Fresenius trägt zudem eine erhebliche Schuldenlast mit sich, die mit seinem zyklischen und regulatorisch exponierten Ertragsprofil zusammenwirkt und das Finanz- sowie Regulierungsrisiko erhöht.[1][6][14]

Private Wettbewerber

  • Xeltis
  • Strive Health
  • Invizius

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Performancekennzahlen von Fresenius SE & Co. KGaA

in EUR

1M High / Low
52.96 / 46.30
52W High / Low
52.96 / 31.60
5Y High / Low
52.96 / 19.69
1M
+7.63%
3M
+9.23%
6M
+11.72%
1Y
+46.05%
3Y
+109.46%
5Y
+63.02%

Relative Performance gegenüber Benchmarks

PeriodFresenius SE & Co. KGaA vs DAX vs S&P 500 (SPY)
1M +7.63% +6.64% +7.60%
3M +9.23% +2.06% +6.79%
6M +11.72% +7.14% +4.49%
1Y +46.05% +33.22% +29.78%
3Y +109.46% +44.12% +28.52%
5Y +63.02% -16.91% -25.50%

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Historische Bewertungs-Trends

Wie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.

ZeitraumKGVKUVKBVKurs-Cashflow-Verhältnis
Aktuell25.71.31.613.4
Vor 1 Jahr43.60.91.18.4
Vor 3 Jahren11.80.40.83.9
Vor 5 Jahren11.70.61.23.0

Kennzahlen

Marktkapitalisierung
29.32B EUR
KGV
25.40
Analysten-Kursziel

Bewertungskennzahlen

KUV
1.31
KBV
1.57

Rentabilitätskennzahlen

Gewinnmarge
5.09%
Operative Marge
8.50%
Eigenkapitalrendite
5.89%
Gesamtkapitalrendite
2.61%

Wachstumskennzahlen

Umsatzwachstum
Gewinnwachstum

Dividendenhistorie

Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).

YearDividendYield at paymentØ Rendite
20251.00 EUR2.32%1.68%
20230.92 EUR3.33%
20220.92 EUR2.70%
20210.88 EUR
20200.84 EUR2.13%
20200.84 EUR1.88%
20190.80 EUR1.64%
20180.75 EUR
20170.62 EUR0.78%
20160.55 EUR
20150.38 EUR0.67%
20140.42 EUR1.12%
20130.37 EUR1.14%
20120.32 EUR1.22%
20110.29 EUR1.18%

Ergebnis-Historie & Schätzungen

Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.

Historische Ergebnisentwicklung

63.3%
Schätzung übertroffen
25%
Schätzung verfehlt
+8.34%
Ø Überraschung bei Beat
-20.48%
Ø Überraschung bei Miss

Analysierte Berichte: 60

Kommender Ergebnisbericht

25. Februar 2026
Nächstes Ergebnis-Datum

Analystenschätzungen für kommende Perioden

Nächstes Jahr
31. Dezember 2026
Konsens3.72
Spanne3.35 – 3.95
14 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 9.97%
Revisionen: 7T ↑0 ↓0 · 30T ↑0 ↓9
Nächstes Quartal
31. März 2026
Konsens0.95
Spanne0.95 – 0.95
1 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 9.51%

Wichtige Finanzkennzahlen

Alle Angaben in EUR

Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.

20242023202220212020
Umsatz21.83B22.30B40.84B37.52B36.28B
Operatives Ergebnis (EBIT)1.78B1.26B3.51B4.16B4.38B
Jahresüberschuss471.00M-594.00M1.37B1.82B1.71B
Free Cashflow1.52B3.32B2.28B3.03B4.14B
Bilanzsumme43.55B45.28B76.42B71.96B66.65B
Eigenkapital19.54B19.00B20.41B19.00B16.95B
Nettoverschuldung11.53B13.27B25.59B24.55B24.08B
© Leeway
PWP Leeway UG (haftungsbeschränkt)
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