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1. Oktober 2021 — Hauptversammlung billigt Lkw-Abspaltung
- Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung stimmten die Aktionäre mit überwältigender Mehrheit für die Trennung des Nutzfahrzeuggeschäfts (Daimler Truck) vom Daimler-Konzern sowie für die damit verbundene Restrukturierung, die das Pkw- und Van-Geschäft künftig als eigenständige Gruppe fortführen sollte [2], [7]. - Der Markt interpretierte den Schritt als wertsteigernde strategische Vereinfachung, die es dem Mutterkonzern ermöglichen würde, sich auf Premiumfahrzeuge und Vans zu konzentrieren — die Stimmung unter Investoren war bis zur Abspaltung spürbar optimistisch [2], [1]. - Technisch gesehen legte die Aktie im Vorfeld des Ereignisses zu, gefolgt von einer Konsolidierung rund um den Abspaltungstermin [1].
November–Dezember 2021 — Vollzug der Abspaltung und Börsennotierung von Daimler Truck
- Der Abspaltungsprozess wurde abgeschlossen (Eintragung ins Handelsregister Anfang Dezember), und Daimler Truck nahm im Dezember 2021 den eigenständigen Börsenbetrieb auf [3], [7]. - Mit der Trennung vom Nutzfahrzeuggeschäft positionierte sich Mercedes-Benz als reines Luxus- und Pkw/Van-Unternehmen; am Tag der Abspaltung notierte die Mercedes-Aktie auf einem Mehrjahreshoch, bevor sie sich wieder zurückbildete [1], [3]. - Technisch: Kursspitze zum Zeitpunkt der Abspaltung auf Mehrjahreshoch, gefolgt von einem moderaten Rücksetzer und einsetzender Konsolidierung.
1. Februar 2022 — Daimler wird offiziell zur Mercedes-Benz Group AG
- Die Daimler AG wurde offiziell in Mercedes-Benz Group AG umbenannt; damit war die strategische Neuausrichtung auf Pkw und Vans formal abgeschlossen [4], [3]. - Die Umbenennung unterstrich die „Pure-Play"-Luxusauto-Positionierung und schuf konzernstrategische Klarheit; Investoren betrachteten die Gruppe fortan als das zentrale Kapitalallokationsvehikel für die Mercedes-Pkw-Marken [4]. - Technisch: Volatile Seitwärtsbewegung, während der Markt die neue Konzernstruktur und aufkommende Makrorisiken einpreiste.
Februar–März 2022 — Russland-Invasion, Betriebsunterbrechung und Lieferkettenprobleme
- Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine setzte Mercedes-Benz Exporte und die lokale Produktion in Russland aus, bildete Rückstellungen und warnte vor Vermögensrisiken — die betroffenen Russland-Assets wurden mit rund 2,0–2,2 Mrd. Euro angegeben; gleichzeitig verschärften sich die Engpässe bei Halbleitern und Rohstoffen [10], [12], [9]. - Der zuvor vorherrschende Strategieoptimismus wich geopolitischer und operativer Vorsicht — Investoren passten ihre Risikoeinschätzung bezüglich Produktion, Teileverfügbarkeit und möglicher Vermögensverluste entsprechend an [9], [10]. - Technisch: Erhöhte Volatilität und Kursverluste infolge der eingepreisten geopolitischen und makroökonomischen Schocks.
August–Oktober 2022 — Batterie- und Rohstoffpartnerschaften (CATL, Rock Tech)
- Mercedes weitete seine Batteriezellen-Versorgungsvereinbarungen aus — darunter Aktivitäten rund um CATLs europäisches Angebot — und schloss einen verbindlichen Liefervertrag mit Rock Tech Lithium über rund 10.000 Tonnen batterietaugliches Lithiumhydroxid pro Jahr ab, nach einer Qualifizierungsphase voraussichtlich ab 2026 [29], [22], [23]. - Das Unternehmen steuerte gezielt auf mehr vertikale Integration und direktes Rohstoff-Sourcing zu, um den Hochlauf der Elektromobilität abzusichern — ein strategischer Schritt zur Risikoreduzierung, den Investoren als notwendige Voraussetzung für eine skalierbare Elektrifizierung werteten. - Technisch: Strukturell stützende Narrative für den mittelfristigen Ausblick; die Kursentwicklung blieb jedoch seitwärts gerichtet, da Makro- und Nachfrageunsicherheiten die strategischen Fortschritte überlagerten [22], [29].
26. Oktober 2022 — Entscheidung zum Russland-Rückzug (Verkauf an lokalen Käufer angekündigt)
- Mercedes-Benz gab bekannt, den russischen Markt zu verlassen und die lokalen Tochtergesellschaften an einen russischen Investor zu veräußern (Vereinbarung mit Avtodom angekündigt), nachdem der Betrieb bereits früher im Jahr eingestellt worden war [20], [9]. - Der Rückzug aus Russland beseitigte eine wesentliche geopolitische Belastung, zog aber Einmalbelastungen nach sich und beschleunigte die Bereinigung der Bilanz; Investoren werteten den Schritt als Abbau eines bislang ungelösten Restrisikos. - Technisch: Kurzfristige Volatilität im Umfeld der Sonderbelastungen, anschließend Rückkehr in eine breitere Konsolidierungsphase.
27. März 2023 — Spatenstich für Rock-Tech-Konverter in Guben
- Spatenstich für den Lithiumkonverter von Rock Tech in Guben; gemäß dem Lieferkettenplan sind Qualifizierung und Lieferungen an Mercedes' Batteriepartner ab 2026 vorgesehen [28], [22]. - Der Schritt unterstrich die Strategie des Unternehmens, die Upstream-Versorgung mit Batteriematerialien zu sichern und europäische Lieferketten zu lokalisieren — ein konkretes Zeichen dafür, dass frühere Vereinbarungen in die Umsetzungsphase übergegangen waren. - Technisch: Positiver Impuls für die Elektrifizierungserzählung; die breitere Kursentwicklung blieb empfindlich gegenüber Nachfrage- und Makrodaten.
Gesamtjahr 2023 — Starke Profitabilität und Margenresilienz
- Mercedes erzielte ein profitables Geschäftsjahr (Vergleichswerte für 2023 auf hohem Niveau — laut Factsheet 2024 ein EBIT von 19,7 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2023); das Management hob Preissetzungskraft und Margenresilienz hervor, während sich Lieferengpässe in Teilen des Geschäfts entspannten [53], [40]. - Die Wahrnehmung unter Investoren verschob sich in Richtung „Profitabilität vor reinem Wachstum" — Mercedes galt als in der Lage, Margen durch Preisgestaltung und Mix auch während der EV-Transformation zu verteidigen. - Technisch: Aufwärtsphasen im Jahresverlauf 2023, da Ergebnisse die Erwartungen übertrafen und der Auftragsbestand die Absätze stützte.
Ende 2023 — Ernüchterung am EV-Markt; Ausblick wird vorsichtiger
- Die Managementkommunikation wurde merklich zurückhaltender, als sich die EV-Nachfrage abschwächte; CFO Harald Wilhelm warnte öffentlich, das EV-Marktumfeld sei „brutal", und signalisierte schwierigere Bedingungen für das dritte und vierte Quartal 2023 sowie für die Margenentwicklung [35]. - Die Marktnarrative wechselten von bullishem Elektrifizierungsoptimismus hin zu Margensicherung, Kostendisziplin und zurückhaltendem Kapitalaufwand — Investoren begannen, Wachstumsannahmen neu zu bewerten. - Technisch: Topbildung in der Aktie und Übergang vom Aufwärtstrend 2023 in eine Seitwärts- beziehungsweise frühe Abwärtsphase, da Erwartungen korrigiert wurden.
Gesamtjahr 2024 — Nachfrageschwäche, Anpassungen im EV-Plan und Neubewertung
- Die Berichterstattung für das Gesamtjahr 2024 zeigte einen Rückgang des Konzern-EBIT auf 13,6 Mrd. Euro sowie der Umsätze auf 145,6 Mrd. Euro, verglichen mit einem EBIT von 19,7 Mrd. Euro und Umsätzen von 152,4 Mrd. Euro im Jahr 2023; Mercedes verlangsamte oder justierte einige Batterieausbauvorhaben als Reaktion auf schwächere EV-Nachfrage und veränderte Marktbedingungen [53], [27]. - Das Unternehmen trat in eine Neubewertungsphase ein: Investoren rückten von einer wachstumsorientierten Bewertung ab und fokussierten sich stärker auf Cashgenerierung, Margen und das Tempo der EV-Transformation. - Technisch: Klarer Abwärtstrend durch das Jahr 2024 mit anschließendem Handel in einem niedrigeren Kursbereich, während der Markt die schwächeren Nachfrage- und Margenaussichten verarbeitete.
Mitte 2026 (H1–Juli 2026) — EV-Lieferketten erreichen Qualifizierungsfenster; Aktie im unteren Kursbereich
- Die früheren Versorgungsvereinbarungen befinden sich weiterhin auf dem Umsetzungspfad (Rock Tech und weitere Batteriepartnerschaften sollen im Laufe des Jahres 2026 in die Qualifizierungs- und Lieferphase eintreten); Mercedes setzt seine Elektrifizierungs- und Rohstoffbeschaffungsstrategie fort [22], [28]. - Das Unternehmen hat bei der Absicherung von Batterierohstoffen und Zellenversorgung nachweislich Fortschritte erzielt — Investoren bleiben jedoch vorsichtig angesichts der Endnachfrage im EV-Segment, der Margenentwicklung und makroökonomischer Gegenwind. Die Markterzählung hat sich hin zu Umsetzungsqualität und Profitabilität verschoben, weg von reinem Wachstum. - Technisch: Erheblicher Kursrückgang vom Hochpunkt des Unternehmensevents 2021 bis in die Phase 2024–2026; aktueller Kurs bei 43,99 (zuletzt festgestellter Kurs Mitte 2026) — der Markt bewegt sich in einem deutlich niedrigeren Handelsbereich als in den Hochphasen 2021–2023.
Mercedes-Benz konkurriert im Premium-Segment (direkte Rivalen BMW und Volkswagen-Konzern) und sieht sich gleichzeitig einer EV-first-Disruption durch Tesla und schnell skalierenden chinesischen Herstellern (BYD, Geely) sowie globalen Volumen- und Skalierungskonkurrenten (Toyota, Stellantis, Hyundai) gegenüber; der Wettbewerb ist daher sowohl marken-/premium-getrieben als auch technologie-/preisgetrieben (Quellen: BMW, Volkswagen, Tesla, BYD, Stellantis: https://en.wikipedia.org/wiki/BMW; https://en.wikipedia.org/wiki/Volkswagen; https://en.wikipedia.org/wiki/Tesla,_Inc.; https://en.wikipedia.org/wiki/BYD_Company; https://en.wikipedia.org/wiki/Stellantis). Wesentliche Risiken für Mercedes‑Benz sind Margendruck durch aggressive EV-Preisgestaltung, Batterie-/Rohstoff- und Lieferantenengpässe, zyklische Schwäche in der Nachfrage nach Luxusgütern (sowie Leasing-/Restwertexposition) und steigende regulatorische/technologische Compliance-Kosten (CO2-/ZEV-Regeln, ADAS/Autonomie und Software/Cybersicherheit).
Mercedes-Benz Group konkurriert primär in den globalen Märkten für Premium-Pkw und Elektrofahrzeuge gegen etablierte europäische Premium-Hersteller (BMW, Audi/Volkswagen), internationale Autobauer (Toyota, Stellantis, Hyundai, Ford) sowie schnell wachsende EV-Spezialisten (Tesla, BYD). Das Wettbewerbsumfeld verschärft sich, während etablierte Konkurrenten ihre Elektrifizierung beschleunigen und chinesische sowie EV-fokussierte Hersteller kostengünstige Elektrofahrzeuge in großem Maßstab ausrollen – mit Druck auf Absatzmengen, Preisgestaltung und Margen. Die wesentlichen Risiken liegen in der Umsetzung der EV-Transformation und den Investitionen, in Lieferkettenvolatilität und Rohstoffpreisrisiken, in aggressivem Preiswettbewerb und Marktanteilsverlusten sowie in regulatorischen, rechtlichen und Finanzdienstleistungs-Risiken.
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| BMW AG | BMW.XETRA |
| Volkswagen AG (pref.) | VOW3.XETRA |
| Tesla, Inc. | TSLA.NASDAQ |
| Toyota Motor Corporation (ADR) | TM.NYSE |
| Stellantis N.V. | STLA.NYSE |
| BYD Company Limited | 1211.HK |
| Ford Motor Company | F.NYSE |
| Geely Automobile Holdings Ltd | 0175.HK |
| Tata Motors Limited (incl. JLR exposure) | TTM.NYSE |
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Kostenlos testen| Period | Mercedes-Benz Group AG | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | -7.26% | -10.80% | -9.85% |
| 3M | -12.62% | -17.93% | -24.02% |
| 6M | -21.25% | -19.92% | -30.43% |
| 1Y | -11.36% | -14.71% | -33.76% |
| 3Y | -24.04% | -80.48% | -99.74% |
| 5Y | +4.90% | -53.85% | -79.91% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 8.6 | 0.3 | 0.4 | 2.6 |
| Vor 1 Jahr | 5.6 | 0.4 | 0.5 | 2.6 |
| Vor 3 Jahren | 5.0 | 0.5 | 0.9 | 4.7 |
| Vor 5 Jahren | 5.2 | 0.5 | 0.9 | 2.5 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 3.50 EUR | 6.56% | 5.07% |
| 2025 | 4.30 EUR | 7.96% | |
| 2024 | 5.27 EUR | 7.26% | |
| 2023 | 5.20 EUR | 7.40% | |
| 2022 | 5.00 EUR | 7.45% | |
| 2021 | 1.13 EUR | 1.78% | |
| 2020 | 0.75 EUR | 2.42% | |
| 2020 | 0.90 EUR | 2.86% | |
| 2019 | 2.72 EUR | 6.39% | |
| 2018 | 3.06 EUR | 5.24% | |
| 2017 | 2.72 EUR | 4.49% | |
| 2016 | 2.72 EUR | 5.20% | |
| 2015 | 2.05 EUR | 2.72% | |
| 2014 | 1.88 EUR | 3.19% | |
| 2013 | 1.84 EUR | 5.16% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 132.21B | 145.59B | 152.39B | 150.02B | 133.89B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 4.87B | 12.30B | 17.52B | 17.85B | 14.19B |
| Jahresüberschuss | 5.14B | 10.21B | 14.26B | 14.50B | 23.01B |
| Free Cashflow | 8.26B | 9.07B | 6.26B | 9.99B | 17.23B |
| Bilanzsumme | 255.47B | 265.01B | 263.02B | 260.01B | 259.83B |
| Eigenkapital | 93.26B | 92.63B | 91.77B | 85.42B | 71.95B |
| Nettoverschuldung | 68.02B | 76.30B | 69.08B | 64.09B | 86.57B |
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