MTU Aero Engines AG

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MTU Aero Engines AG – stock chart

Fünfjahres-Timeline der Aktie

Die Aktie von MTU Aero Engines hat in den letzten fünf Jahren einen vollständigen Boom-Bust-Reparatur-Zyklus durchlaufen und steht nun bei einem Kurs von 402 am 22. Februar 2026 – eine Bewertung, die eine normalisierte Wachstumsstory mit GTF-Überhang widerspiegelt.[conversation_history:0]

2019–Anfang 2020: Spätzyklisches Hoch, dann COVID-Schock

  • Anfang 2020 wurde MTU als hochwertiges Aero-Zyklus-Investment mit Hebel auf kommerzielles OE- und Aftermarket-Wachstum gehandelt; solides zweistelliges Umsatzwachstum und steigende EBIT-Margen prägten 2018–2019.[1]
  • Mit dem Ausbruch von COVID-19 im ersten Quartal 2020 brach der globale Flugverkehr ein, und die Aktie stürzte von ihrem spätzyklischen Höchststand ab, als Investoren sich auf einen tiefen, mehrjährigen Einbruch bei Triebwerksauslieferungen und Wartungszyklen einstellten.

Narrativ: Von „Premium-Aero-Wachstumswert" zu „zyklisches Opfer eines beispiellosen Luftverkehrskollapses" – Fokus verschob sich auf Liquidität, Auftragsbestand und Aftermarket-Sensitivität.

  • Heftiger Abwärtstrend von den Vor-COVID-Hochs bis März 2020 mit klassischer Kapitulationsphase und sehr hoher Volatilität.
  • Nach dem initialen Crash folgte eine volatile Bodenbildung, während Investoren die Dauer des Pandemie-Schocks für die Zivilluftfahrt einzuschätzen versuchten.

2020–2021: Recovery-Trade und Wiedereröffnungs-Optimismus

  • Im Verlauf von 2020 und 2021 stabilisierten sich die Umsätze und begannen wieder zu wachsen, als Flugverkehr und Wartungsaktivität schrittweise zurückkehrten; 2021 stiegen Nettoumsatz und EBIT gegenüber 2020 deutlich.[1]
  • Quartalsdaten zeigten sequenzielle Erholung bei Umsatz und operativem Gewinn über 2021 hinweg, was eine deutliche Neubewertung stützte, als Investoren in „Reopening"- und Aero-Recovery-Werte umschichteten.[1]

Narrativ: MTU wurde zur „Reopening-Recovery"- und „Aftermarket-Leverage"-Story – ein Weg, die Normalisierung der Flugaktivität und Wartungszyklen zu spielen, aber weiterhin als zyklische, nicht strukturelle Wachstumsstory gerahmt.

  • Starker Aufwärtstrend von den 2020er-Tiefs bis 2021, während Märkte Impffortschritte und Verkehrserholung einpreisten.
  • Nach jedem Aufwärtsimpuls folgten Konsolidierungsphasen; der Chart bildete eher einen Erholungskanal als eine Gerade.

2022: Normalisierung, Margenaufbau und stabiles Sentiment

  • 2022 lieferte MTU solides Umsatzwachstum (Nettoumsatz über 5,3 Mrd. EUR mit knapp 27 % Jahreswachstum) und verbessertes EBIT, was die Nachfragenormalisierung und gute Ausführung in OEM- und MRO-Segmenten widerspiegelte.[1]
  • Der Management-Ausblick betonte weiteres Umsatzwachstum für 2023 und 2024 und bekräftigte die Sicht, dass der COVID-Tiefpunkt hinter dem Unternehmen lag und die Profitabilität sich weiter erholen würde.[1][6]

Narrativ: Die Wahrnehmung verschob sich zu „hochwertiger Aero-Compounder in Erholung", mit Investorenfokus auf Margenerholung, starker ziviler Aftermarket-Nachfrage und MTUs Rolle in High-Bypass-Geared-Turbofan-Programmen statt auf Bilanzrisiken.

  • Breite Seitwärts-bis-Aufwärtsspanne, da frühere Recovery-Gewinne weitgehend verdaut wurden, während neue Hochs durch Makro-Sorgen (Inflation, Zinsen, kriegsbedingte Unsicherheit) begrenzt blieben, die europäische Zykliker belasteten.
  • Mehrere gescheiterte Ausbruchsversuche dürften aufgetreten sein, da das Makro-Risikosentiment zwischen Optimismus und Sorge schwankte und die Aktie in einer Handelsspanne hielt.

2023: GTF-Pulvermetall-Krise und Ergebniseinbruch

  • 2023 eskalierte Pratt & Whitneys Geared-Turbofan-Pulvermetall-Problem, was umfangreiche Inspektionen und die Stilllegung hunderter A320neo-Flugzeuge erforderte – mit direkten Auswirkungen auf MTU als wichtigen GTF-Partner.[5][8][14]
  • MTU buchte „enorme" Sonderbelastungen im Zusammenhang mit dem im September 2023 angekündigten GTF-Flottenmanagementplan, was trotz starken Umsatzwachstums zu negativen ausgewiesenen Ergebnissen führte – zum ersten Mal in der rund 90-jährigen Unternehmensgeschichte.[1][2][3]

Narrativ: Das Narrativ kippte von „sauberer Aero-Recovery" zu „operativ solide, aber GTF-Überhang-Story" – viele Investoren sahen ein grundsätzlich gutes Franchise, das vorübergehend durch externe Triebwerksprogramm-Verbindlichkeiten und Cashflow-Unsicherheit belastet war.[2][3]

  • Scharfer Abwärtstrend nach der September-2023-Bekanntgabe und Belastung, mit einer großen Gap-Down-Bewegung, wie sie typisch für größere Programmrisiko-Events ist.
  • Anschließend versuchte die Aktie, sich in einer tieferen Spanne zu stabilisieren, während der Markt die endgültigen Kosten, Dauer der Stilllegungen und das Cash-Profil der GTF-Sanierung zu quantifizieren versuchte.

2024–Anfang 2026: GTF-Fallout managen, Wachstum intakt, Kurs bei 402

  • Die 2024er-Ergebnisse zeigten, dass die GTF-Probleme zwar eine schwere finanzielle Belastung darstellten, das operative Geschäft aber solide blieb, mit weiterem Umsatzwachstum und EBIT-Verbesserung; das Management prognostizierte weiteres Top-Line-Wachstum für 2025 und 2026.[1][2][3][6]
  • Branchen- und Spezialanalysen 2024–2025 rahmten MTU zunehmend als widerstandsfähigen Aftermarket-Leader, der „durch Turbulenzen hindurchfährt", mit Wachstum aus zivilem MRO und langfristiger Triebwerksprogramm-Exposition, auch wenn GTF-Inspektionen und -Reparaturen sich mindestens bis 2026 hinziehen.[2][9][11][12][15]

Narrativ: Die Story entwickelte sich zu einem „Re-Rating-Kandidaten mit bekanntem Überhang" – kein reiner Hype-Wachstumswert, sondern ein defensiver Aero-Compounder, bei dem Investoren auf normalisierte Ertragskraft und Cashflows nach der GTF-Sanierung fokussieren und dabei das Risiko weiterer Rückstellungen gegen dauerhafte Aftermarket-Nachfrage abwägen.[9][12][15]

  • Nach dem 2023er-Absturz zeigte 2024 eine Bodenbildungsphase mit initialem Tief, mehreren Retests und dann einem graduellen Aufwärtstrend, als Klarheit über Rückstellungen und Langfristprognosen zunahm.[2][3][6]
  • Bis 2025 und zum aktuellen Kurs von 402 am 22. Februar 2026 bewegte sich die Aktie in einen konstruktiven Aufwärtstrend mit periodischen Konsolidierungen – Ausdruck des wachsenden Vertrauens in MTUs Wachstumsausblick bei gleichzeitigem GTF-Restabschlag.[conversation_history:0][6][9]

Wesentliche Risiken und Downside-Faktoren

MTU Aero Engines AG (MTX.XETRA, ISIN DE000A0D9PT0) ist ein führender europäischer Flugzeugtriebwerkshersteller und Wartungsdienstleister in einem konzentrierten globalen Markt, der von großen OEMs und Joint Ventures dominiert wird.[3][4][9] Das Unternehmen konkurriert mit intensivem Wettbewerb von diversifizierten Triebwerksherstellern wie Safran, Rolls‑Royce, General Electric (GE Aviation) und Pratt & Whitney sowohl im Bereich der Originalausrüstung als auch im Aftermarket-MRO-Segment.[4][9][12] Während MTU von einer starken Position in wichtigen Triebwerksprogrammen und einer robusten Nachfrage im Aftermarket profitiert, wird sein Wachstum durch programmspezifische Herausforderungen, Lieferketteninstabilität und zyklische Luftfahrtnachfrage gebremst.[2][5][10][15] Insgesamt wird MTUs Risikoprofil durch die Konzentration auf wenige Großplattformen, regulatorische und geopolitische Exposition sowie die für die Luftfahrtindustrie typische Kapitalintensität geprägt.[4][9][10]

  • Die Konzentration auf Programm-Inspektionen und technische Probleme bei wichtigen Triebwerksfamilien (etwa GTF-Inspektionen und Nachrüstungen) könnten Auslieferungen beeinträchtigen, Garantiekosten erhöhen und die Rentabilität unter Druck setzen.[5][10][15]
  • Anhaltende Engpässe in der Luft- und Raumfahrtlieferkette sowie Inflation bei Rohstoffen und Fachkräften könnten die Produktion verzögern, die Kosten erhöhen und MTUs Fähigkeit beeinträchtigen, OEM- und MRO-Verpflichtungen einzuhalten.[2][5][13]
  • Intensiver Wettbewerb durch große, vertikal integrierte Triebwerkshersteller und Joint Ventures (Safran, Rolls‑Royce, GE, Pratt & Whitney, CFM) könnte MTUs Preissetzungsmacht, Programmbeteiligung und Aftermarket-Anteile gefährden.[4][9][10][12]
  • Exposition gegenüber Abschwüngen im Luftfahrtzyklus, regulatorischen Änderungen (Sicherheit, Emissionen) und geopolitischen Ereignissen, die den Flugverkehr und Verteidigungsbudgets beeinflussen, könnten die Flugstunden von Triebwerken, die Nachfrage nach MRO-Dienstleistungen und Bestellungen neuer Triebwerke reduzieren.[4][9][10][13]

Wettbewerbsumfeld

MTU Aero Engines AG (MTX.XETRA, ISIN DE000A0D9PT0) ist ein führender deutscher Hersteller und Betreiber von Flugzeugtriebwerken mit starker Marktposition in beiden Segmenten – Original Equipment Manufacturing und Instandhaltung – und konkurriert gegen große globale Triebwerks- und MRO-Anbieter.[3][9][11] Das Wettbewerbsumfeld wird von großen Triebwerksherstellern wie Rolls-Royce, GE Aerospace, Pratt & Whitney und Safran geprägt, sowie von großen Wartungsbetrieben der Fluggesellschaften wie Lufthansa Technik und dem Wartungsarm von Air France-KLM.[4][8][10][12] Das Unternehmen profitiert von langfristigen Triebwerksprogramm-Partnerschaften und wiederkehrenden Aftermarket-Einnahmen, ist aber zyklischen Schwankungen der globalen Luftfahrt, Rüstungsausgaben und technologischen Verschiebungen im Antriebsbereich ausgesetzt.[7][9][11] Insgesamt spiegelt MTUs Risikoprofil hohe Kapitalintensität, konzentrierte Triebwerksprogramm-Abhängigkeit und Sensitivität gegenüber regulatorischen und geopolitischen Entwicklungen in der Luftfahrt wider.[7][9][11]

Private Wettbewerber

  • SR Technics Switzerland
  • TAP Maintenance & Engineering

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Performancekennzahlen von MTU Aero Engines AG

in EUR

1M High / Low
404.80 / 366.10
52W High / Low
404.80 / 249.60
5Y High / Low
404.80 / 149.20
1M
+6.35%
3M
+14.76%
6M
+5.43%
1Y
+32.48%
3Y
+79.78%
5Y
+103.49%

Relative Performance gegenüber Benchmarks

PeriodMTU Aero Engines AG vs DAX vs S&P 500 (SPY)
1M +6.35% +5.36% +6.32%
3M +14.76% +7.59% +12.32%
6M +5.43% +0.85% -1.80%
1Y +32.48% +19.65% +16.21%
3Y +79.78% +14.44% -1.16%
5Y +103.49% +23.56% +14.97%

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Historische Bewertungs-Trends

Wie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.

ZeitraumKGVKUVKBVKurs-Cashflow-Verhältnis
Aktuell16.21.85.730.6
Vor 1 Jahr27.42.45.224.5
Vor 3 Jahren26.61.64.211.8
Vor 5 Jahren38.31.74.016.8

Kennzahlen

Marktkapitalisierung
21.62B EUR
KGV
25.90
Analysten-Kursziel

Bewertungskennzahlen

KUV
2.56
KBV
5.63

Rentabilitätskennzahlen

Gewinnmarge
10.61%
Operative Marge
13.42%
Eigenkapitalrendite
24.28%
Gesamtkapitalrendite
5.61%

Wachstumskennzahlen

Umsatzwachstum
Gewinnwachstum

Dividendenhistorie

Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).

YearDividendYield at paymentØ Rendite
20252.20 EUR0.67%1.41%
20242.00 EUR0.86%
20233.20 EUR1.40%
20222.10 EUR1.11%
20211.25 EUR0.65%
20200.04 EUR0.03%
20203.40 EUR2.65%
20192.85 EUR1.40%
20182.30 EUR1.67%
20171.90 EUR1.42%
20161.70 EUR2.04%
20151.45 EUR1.52%
20141.35 EUR1.99%
20131.35 EUR1.84%
20121.20 EUR1.91%

Ergebnis-Historie & Schätzungen

Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.

Historische Ergebnisentwicklung

70.3%
Schätzung übertroffen
23%
Schätzung verfehlt
+11.3%
Ø Überraschung bei Beat
-11.61%
Ø Überraschung bei Miss

Analysierte Berichte: 74

Kommender Ergebnisbericht

24. Februar 2026
Nächstes Ergebnis-Datum

Analystenschätzungen für kommende Perioden

Nächstes Jahr
31. Dezember 2026
Konsens18.91
Spanne17.39 – 20.80
17 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 6.05%
Revisionen: 7T ↑1 ↓0 · 30T ↑5 ↓2
Nächstes Quartal
31. März 2026
n/a

Wichtige Finanzkennzahlen

Alle Angaben in EUR

Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.

20242023202220212020
Umsatz7.41B5.36B5.33B4.19B3.98B
Operatives Ergebnis (EBIT)813.00M-239.00M546.00M408.00M268.00M
Jahresüberschuss633.00M-102.00M331.00M222.00M139.00M
Free Cashflow74.00M365.00M326.00M200.00M130.00M
Bilanzsumme12.48B10.20B9.23B8.30B8.10B
Eigenkapital3.36B2.86B3.03B2.68B2.55B
Nettoverschuldung682.00M389.00M479.00M587.00M674.00M
© Leeway
PWP Leeway UG (haftungsbeschränkt)
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