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2021 — Halbleiterknappheit und Produktionsausfälle (Volkswagen, VOW3.XETRA)
- VW musste aufgrund des weltweiten Halbleitermangels die Produktion an mehreren Standorten – darunter Wolfsburg – drosseln. Das dritte Quartal war besonders betroffen; die Jahreszahlen blieben unter Plan (rund 8.882.000 ausgelieferte Fahrzeuge, ca. −4,5 % gegenüber dem Vorjahr). [12], [13], [16], [14] - Die Marktwahrnehmung verschob sich: Statt Wachstums- und Transformationsfantasie rückte die kurzfristige Ausführungsqualität und die Resilienz der Lieferkette in den Vordergrund. Investoren konzentrierten sich auf Volumenausfälle und Margendruck. - Chartbild: breiter Abwärtstrend mit hoher Volatilität über das gesamte Jahr, unterbrochen von zwischenzeitlichen Erholungsrallyes bei operativen Meldungen.
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März 2022 — Ukraine-Krieg: Russland-Stopp und Lieferantenausfälle
- VW setzte die Fahrzeugproduktion in Russland aus und stoppte Exporte dorthin. Die EV-Linien in Zwickau und Dresden wurden vorübergehend stillgelegt; Störungen bei ukrainischen Kabelbaum-Lieferanten zwangen zu weiteren geplanten Kürzungen und temporären Werksschließungen in Europa – Wolfsburg warnte explizit vor Einschnitten. [27], [38], [28] - Geopolitische Risiken und die Konzentration auf einzelne Lieferanten wurden schlagartig material. Investoren reagierten defensiv und begannen, politische sowie lieferkettenbezogene Tail-Risiken neu einzupreisen. - Chartbild: ausgeprägte schlagzeilengetriebene Volatilität mit starken Intraday-Einbrüchen rund um die jeweiligen Ankündigungen.
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22. Juli 2022 — CEO-Wechsel: Herbert Diess geht, Oliver Blume übernimmt
- Der Aufsichtsrat trennte sich von Herbert Diess; Oliver Blume – damals noch Porsche-CEO – wurde zum Konzernchef ernannt, mit Wirkung zum 1. September 2022. Offiziell genannte Gründe: strategische Differenzen, Kommunikationsprobleme und Kostenüberschreitungen, insbesondere rund um die Softwaretochter Cariad. [9] - Die Wahrnehmung am Markt wechselte von einem aktivistischen, tempo-getriebenen Führungsstil („Accelerate"-Strategie) hin zu Bedenken rund um Governance, die Doppelrolle Blumes (Porsche und VW gleichzeitig) sowie fehlende Klarheit bei der Umsetzung. - Chartbild: erhöhte Volatilität und kurzfristige Kursschwäche infolge der Führungsunsicherheit.
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29. September 2022 — Porsche-IPO (P911): Wertrealisierung und Kapitalrückführung
- VW platzierte Porsche-AG-Vorzugsaktien zu 82,50 € (oberes Ende der Preisspanne); bis zu 25 % der Vorzüge wurden verkauft, was brutto rund 9,4 Mrd. € einbrachte. Zusätzlich wurde ein Paket von 25 % + 1 Stammaktie an die Porsche Automobil Holding SE veräußert. Die Porsche-Vorzüge begannen unter dem Kürzel P911 zu handeln. VW kündigte an, 49 % des gesamten Bruttoerlöses als Sonderdividende auszuschütten. [3], [1], [6] - Die Markterzählung wandelte sich zu „Wertrealisierung und Kapitalallokation" – Investoren begrüßten den großen Mittelzufluss, der die EV-Transformation finanzieren oder direkt an Aktionäre zurückfließen sollte. Manche sahen darin allerdings auch eine Reduzierung des langfristigen Upside-Potenzials durch eine Premiummarke. - Chartbild: kurzfristige Rallye und Neubewertung rund um IPO und Dividendenankündigung, anschließend Konsolidierung, während der Markt die Details der Kapitalallokation verdaute.
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Dezember 2022 – Anfang 2023 — Außerordentliche Hauptversammlung und Auszahlung der Sonderdividende
- VW berief eine außerordentliche Hauptversammlung ein (Dezember 2022), um die Ausschüttung von 49 % des IPO- und Verkaufserlöses zur Abstimmung zu stellen; die Auszahlung erfolgte Anfang 2023 und richtete sich nach dem Bestand an Stamm- und Vorzugsaktien. [3] - Die Umsetzung der Sonderdividende festigte die Wertrealisierungs-Narrative für einkommensorientierte Investoren; andere wogen das gebundene Kapital ab, das nun nicht mehr für industrielle Investitionen zur Verfügung stand. - Chartbild: dividendenbedingte Kursspitze und kurzfristige Rallye, anschließend Seitwärtsbewegung.
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Mai 2023 — Russland-Rückzug: Verkauf des Kaluga-Werks und lokaler Tochtergesellschaften
- VW schloss den Verkauf seiner russischen Aktivitäten – Kaluga-Werk und lokale Tochtergesellschaften – an Art-Finance/Avilon ab und zog sich damit vollständig aus Russland zurück. Der berichtete Transaktionspreis lag bei rund 125 Mio. €, was deutlich unter dem Wiederbeschaffungs- bzw. Buchwert lag. [41], [31] - Die Beseitigung von Sanktions- und Länderrisiken wurde strategisch positiv bewertet; der niedrige Erlös löste jedoch Bedenken wegen Abschreibungen und der wirtschaftlichen Kosten des Rückzugs aus. - Chartbild: schlagzeilenbedingte Kursschwäche bei Bekanntgabe des Verkaufsverlustes, anschließend Konsolidierung, während Investoren die Bilanzauswirkungen einschätzten.
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November 2023 — Nachklang des Russland-Rückzugs: Berichte über Leerstand
- Berichte zeigten, dass das ehemalige VW-Werk unter neuer Eigentümerschaft monatelang leer stand und Mitarbeiter mit Abfindungsoptionen konfrontiert wurden – was erneut Fragen zu den Verkaufskonditionen und der lokalen Abwicklung aufwarf. [47] - Das Thema Russland-Rückzug rückte wieder ins Blickfeld; Investoren sahen die damit verbundenen Schlagzeilen als idiosynkratisches Abwärtsrisiko. - Chartbild: Seitwärtsbewegung mit intraday-Ausschlägen bei negativen Meldungen.
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2024 – 11. Juli 2026 — Elektrifizierung, Kapitalallokation und aktueller Kurs
- VW setzte weiterhin erhebliche Mittel für die Elektrifizierung ein – Batterien, Software und EV-Produktion. Die Erlöse aus dem Porsche-IPO waren ausdrücklich für die Konzernstransformation vorgesehen; das Management hatte signalisiert, dass neue rein elektrische Kapazitäten vor 2026 nicht vollständig einsatzbereit sein würden. Der aktuelle Kurs per 11. Juli 2026 beträgt 70,98 €. [3], [9] - Bis Mitte 2026 hatte sich der Investorenfokus von Corporate Governance und Asset-Verkäufen hin zur Umsetzung der EV-Strategie und zur Kapitaldisziplin verlagert. VW wurde als großer Industriekonzern wahrgenommen, der die EV-Skalierung anstrebt und gleichzeitig Aktionärsrenditen im Blick behält. - Chartbild: mehrjährige Konsolidierung mit zwischenzeitlichen Rallyes bei positiven EV- oder Kapitalallokationsmeldungen sowie Rückschlägen bei Umsetzungsenttäuschungen; aktuelles Kursniveau bei 70,98 €.
Die Volkswagen-Gruppe konkurriert mit globalen Volumen-Herstellern (Toyota, Stellantis, Hyundai, Ford, GM), deutschen Premiumrivalen (BMW, Mercedes) und EV-Führern (Tesla) in den Segmenten Pkw, Nutzfahrzeuge und Premium. Die Multi-Marken-Skalierung und das Händlernetz sind Stärken, doch das Unternehmen steht vor komplexen Umsetzungsanforderungen beim Übergang zu batterieelektrischen Plattformen und softwaregesteuerten Produkten. Zu den Hauptrisiken zählen EV- und Batterie-Versorgung sowie Capex-Umsetzung, aggressive Konkurrenz bei kostengünstigen E-Fahrzeugen (insbesondere aus China), verschärfte Emissions- und Regulierungsanforderungen sowie makroökonomische, lieferkettenbedingte und geopolitische Schocks, die Produktion und Margen beeinträchtigen können.
Die Volkswagen-Gruppe konkurriert in drei Segmenten: Premium (Mercedes-Benz, BMW), globale Massenproduktion (Toyota, Stellantis, Ford, GM, Hyundai) und schnell wachsende, EV-fokussierte sowie chinesische Newcomer (Tesla, BYD). Die rasche Elektrifizierung, softwaregestützte Differenzierung und die Skalierung kostengünstiger EV-Hersteller verschärfen den Preis- und Technologiewettbewerb und belasten die Margen. Wesentliche Risiken liegen in der Umsetzung der EV- und Batteriestrategien, Lieferanten- und Rohstoffengpässen, regulatorischer und rechtlicher Exposition sowie makroökonomischer und Währungsvolatilität.
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| Mercedes-Benz Group AG | MBG.XETRA |
| Bayerische Motoren Werke AG (BMW) | BMW.XETRA |
| Tesla, Inc. | TSLA.NASDAQ |
| BYD Company Limited | 1211.HK |
| Stellantis N.V. | STLA.NYSE |
| Ford Motor Company | F.NYSE |
| General Motors Company | GM.NYSE |
| Renault S.A. | RNO.PA |
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Kostenlos testen| Period | Volkswagen AG VZO O.N. | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | -12.60% | -12.62% | -13.46% |
| 3M | -15.47% | -16.33% | -22.03% |
| 6M | -22.72% | -21.21% | -32.43% |
| 1Y | -13.05% | -16.82% | -35.31% |
| 3Y | -26.02% | -81.08% | -99.81% |
| 5Y | -41.38% | -101.71% | -128.62% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 5.6 | 0.1 | 0.2 | 2.1 |
| Vor 1 Jahr | 5.0 | 0.1 | 0.2 | 2.8 |
| Vor 3 Jahren | 4.9 | 0.2 | 0.4 | 3.3 |
| Vor 5 Jahren | 5.7 | 0.4 | 0.8 | 2.9 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 5.26 EUR | 6.25% | 4.37% |
| 2025 | 6.36 EUR | 6.18% | |
| 2024 | 9.06 EUR | 7.50% | |
| 2023 | 8.76 EUR | 6.92% | |
| 2022 | 19.06 EUR | 13.96% | |
| 2022 | 7.56 EUR | 5.16% | |
| 2021 | 4.86 EUR | 2.33% | |
| 2020 | 4.86 EUR | 3.54% | |
| 2019 | 4.86 EUR | 3.26% | |
| 2018 | 3.96 EUR | 2.25% | |
| 2017 | 2.06 EUR | 1.43% | |
| 2016 | 0.17 EUR | 0.14% | |
| 2015 | 4.86 EUR | 2.13% | |
| 2014 | 4.06 EUR | 2.12% | |
| 2013 | 3.56 EUR | 2.33% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 321.91B | 324.66B | 322.28B | 279.05B | 250.20B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 11.26B | 24.39B | 27.32B | 21.78B | 19.42B |
| Jahresüberschuss | 7.32B | 11.35B | 16.53B | 15.46B | 15.38B |
| Free Cashflow | -9.34B | -10.29B | -6.44B | 5.83B | 20.14B |
| Bilanzsumme | 665.79B | 632.90B | 600.34B | 564.01B | 528.61B |
| Eigenkapital | 174.00B | 182.29B | 175.69B | 165.38B | 144.45B |
| Nettoverschuldung | 240.18B | 156.22B | 150.52B | 149.26B | 143.65B |
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