Cycle-Rating: günstig oder teuer gegen die eigene Historie, nicht gegen Peers.

Das Cycle-Rating beantwortet: Ist die Aktie gerade günstig oder teuer – gemessen an sich selbst? Nicht vs. Index, nicht vs. Peers. Relative Bewertung gegen die eigene Historie derselben Aktie.
Kombiniert werden Kurs‑Gewinn (KGV), Kurs‑Buchwert (KBV), Kurs‑Umsatz (KUV), Kurs‑Cashflow, Verschuldung und Dividendenrendite. Jede Größe wird in der eigenen Zeitreihe eingeordnet: historisch günstige Zone vs. historisch teure Zone. Daraus entsteht ein Wert 0–100. Höher = relativ günstiger Bereich, niedriger = relativ teuer.
Das Cycle-Rating ist ein Drittel des Leeway-Score, gleichgewichtet mit Business-Rating (Geschäftsqualität) und Market-Fit-Rating (Fundamentallage). Timing verbessert ein gutes Setup – es ersetzt Qualität nicht.
Kein Live-Score – die Rechnung dahinter.
Für SAP SE fragt das Cycle-Rating nicht „ist SAP billiger als Microsoft?“, sondern: steht SAP gerade günstig oder teuer gegenüber SAP selbst?
Dafür werden täglich sechs Verhältniszahlen berechnet: KGV, Kurs-Cashflow, KBV, KUV, Preis zu Verbindlichkeiten und Dividendenrendite. Jeder Tageswert bekommt seinen Rang in der gesamten eigenen Historie der Aktie, nicht gegen die Branche, sondern gegen alles, was diese Aktie selbst je hatte. Liegt das KGV höher als an 80 % aller vergangenen Tage, ist es teuer. Die Dividendenrendite wird umgekehrt gelesen: hohe Rendite heißt günstig.
Die sechs Ränge werden gleichgewichtet gemittelt und umgedreht: hoher Cycle-Rating = historisch günstig, niedriger = historisch teuer. Drei Details, die den Wert ehrlich halten:
Ohne starkes Business-Rating ist ein günstiger Zyklus kein Kaufargument. Ist das Geschäftsmodell gebrochen, ist die eigene Historie weniger wert, dann zuerst Business-Rating lesen.
Die eine Zahl für Ihre Shortlist. Kombiniert Qualität, Fundamentaldaten und Timing.
Leeway-Score – Methodik18 Fundamentalkennzahlen, optimiert auf stabile Renditen.
Market-Fit-Rating – Methodik