Die Illusion der „regulatorischen Freigabe“
Jeder Anleger stellt gerade dieselbe Frage: Was ist die nächste europäische Rüstungsposition?
Zwischen 2022 und 2026 erlebten europäische Rüstungsaktien eine historische Wertexplosion. Jetzt durchsucht der Markt verzweifelt die Sektoren nach dem nächsten Bereich, der vor einem ähnlichen Boom steht. Meist sucht er nach regulatorischen Freigaben – Momenten, in denen ein zuvor „tabuisierter“ Sektor durch ESG-Mandate oder Indexregeln akzeptabel wird und passive ETF-Zuflüsse erhält.
Das ist eine Falle.
Die Geschichte zeigt: Die Erlaubnis zu investieren ist kein Auftrag zu kaufen. Wird ein Sektor durch neue ESG-Regeln plötzlich als „investierbar“ bezeichnet, laufen die Handelsabteilungen an der Wall Street der Nachricht voraus. Bis die Regel tatsächlich wechselt, ist das eigentliche Geld bereits verdient.
Die ESG-Freigabe war der Verstärker des Rüstungsbooms, aber nicht der Motor. Der Motor war einfach: Regierungen mussten über mehrere Jahre militärische Versorgung aus einer physischen Lieferkette kaufen, die sich nicht schnell genug erweitern ließ.
Wer den nächsten großen Gewinner finden will, muss aufhören, nach Regeländerungen zu suchen. Er muss nach physischen Engpässen bei der Umsetzung suchen.












