

Nach Thema erkunden
Ende 2021 — GJ2021: Structured-Alpha-Rückstellung, Dividendenerhöhung und Aktienrückkauf - Ereignis: Allianz bildete eine große Vorsteuerprovision (~3,7 Mrd. €) im Zusammenhang mit den AllianzGI U.S. Structured Alpha-Fonds (was den Jahresüberschuss 2021 um ~2,8 Mrd. € belastete), meldete einen starken operativen Gewinn (~13,4 Mrd. €) und der Vorstand schlug eine Dividende von 10,80 €/Aktie vor; zudem wurde ein Rückkaufprogramm über 750 Mio. € angekündigt (Ankündigung 5. Aug. 2021; bis 22. Okt. 2021 wurden ~3,8 Mio. Aktien erworben). [2][1][4][11] - Einschätzung: Der Markt wertete die Ergebnisse als Beweis operativer Widerstandsfähigkeit, reagierte jedoch auf das erhöhte Rechts- und Vergleichsrisiko — die Stimmung kippte vom reinen „Compounder"-Bild hin zu „solide, aber mit Ereignisrisiko behaftet", bis mehr rechtliche Klarheit entstand. - Charttechnik: Nachrichtengetriebene Volatilität und ein kurzfristiger Kursrückgang, während Anleger die Einmalbelastung und die damit verbundene Unsicherheit neu einpreisten.
März–Juni 2022 — Russland: Einstellung des Neugeschäfts, Ankündigung des Mehrheitsverkaufs (Interholding) und Ergebniswarnung - Ereignis: Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine stellte Allianz das Zeichnungsgeschäft und Investitionen in Russland ein (März 2022) und kündigte am 3. Juni 2022 den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung an ihrem russischen Geschäft an Interholding an (Allianz behält 49,9 %); das Management warnte vor einer erwarteten Ergebnisbelastung von rund 400 Mio. € (manche Quellen berichten von ~430 Mio. €). [18][20][19] - Einschätzung: Der Schritt wurde als konsequente Risikoreduzierung und reputationsschützende Entscheidung gewertet; Anleger akzeptierten die kurzfristige Ergebnisbelastung als Preis für politische und rechtliche Entlastung. - Charttechnik: Volatilität und Abwärtstrend in Q1–Q3 2022, getrieben durch makroökonomischen und geopolitischen Schock sowie anhaltende Nachrichtenunsicherheit.
Nov. 2022 — Russland-Transaktion: regulatorische Verzögerungen - Ereignis: Allianz meldete, dass die geplante Russland-Transaktion regulatorische Verzögerungen in Russland erfahre, und erklärte, die finanziellen Auswirkungen würden in Q4 2022 oder Q1 2023 erfasst. [21] - Einschätzung: Die Terminunsicherheit verlängerte das Nachrichtenrisiko, wurde von vielen Anlegern jedoch eher als temporäre Umsetzungsfrage denn als strukturelles Problem betrachtet. - Charttechnik: Seitwärtsbewegung mit erhöhter Volatilität, während der Markt auf die behördliche Freigabe wartete.
März 2022–Nov. 2023 — mehrstufige Rückkaufprogramme und Reduzierung der Aktienzahl - Ereignis: Allianz führte mehrstufige Rückkaufprogramme durch: 1,0 Mrd. € (8. März–15. Juli 2022), weitere 1,0 Mrd. € (21. Nov. 2022–17. März 2023) sowie 1,5 Mrd. € (29. Mai–24. Nov. 2023). Am 28. Nov. 2023 wurden 6.912.156 zurückgekaufte Aktien eingezogen, wodurch sich die ausgegebenen Aktien von 403.313.996 auf 391.718.983 verringerten. [14] - Einschätzung: Kapitalrückführungen wurden zum zentralen Element der Equity-Story — das Management nutzte Rückkäufe, um Belastungen aus Sondereffekten abzufedern und den Gewinn je Aktie zu stützen; die Anlegerstimmung verbesserte sich schrittweise, da die Rückkäufe Vertrauen in die Bewertung signalisierten. [14] - Charttechnik: Stabilisierung Ende 2022, gefolgt von einem graduellen Aufwärtstrend durch 2023, gestützt durch Rückkäufe und sich verbessernde Ergebnisse (operative Überraschungen in 2023 lieferten zusätzlichen Rückenwind). [13]
Feb. 2023 — GJ2022: Rekordoperativgewinn, Dividendenerhöhung und Klarheit zur Kapitalsteuerung - Ereignis: Allianz meldete für 2022 einen Rekord beim operativen Gewinn und schlug eine Dividende von 11,40 €/Aktie vor (≈+5,6 % gegenüber 2021); zugleich wurden die kapitalsteuernden Maßnahmen einschließlich Rückkäufe bestätigt. [12][9] - Einschätzung: Die Ergebnisse verschoben die Wahrnehmung wieder in Richtung eines robusten, breit aufgestellten Versicherungs-Compounders mit einer klaren Aktionärsrendite-Orientierung. - Charttechnik: Ausbruch und sich beschleunigender Aufwärtstrend, da Fundamentaldaten und Kapitalrückführungen zueinander fanden.
H1–H2 2023 — Russland-Abgang: buchhalterischer Verlust, durch Vorprovisionen weitgehend abgefedert - Ereignis: Die Konzernberichterstattung 2023 wies einen Verlust aus dem Abgang des russischen Geschäfts aus (berichtet ~435 Mio. €); Allianz erläuterte, dass der überwiegende Teil des Verlustes durch eine in Q4 2022 gebildete Rückstellung gedeckt war, sodass der tatsächliche Kassenabfluss in H1 2023 materiell begrenzt blieb. [16][19] - Einschätzung: Der Rückzug wurde letztlich als umsichtig gesteuert bewertet; anfängliche Volatilität wich einer gedämpften Marktreaktion, sobald die Rückstellungs- und Cashflow-Mechanik verstanden war. [16] - Charttechnik: Kurzzeitiger Kursrückgang, dann Stabilisierung und Seitwärtsbewegung, während Anleger die buchhalterischen und cashflowseitigen Implikationen verarbeiteten.
Okt. 2023 — Führungskontinuität (CEO-Mandat verlängert) im Erholungsumfeld - Ereignis: Der Aufsichtsrat verlängerte das Mandat von CEO Oliver Bäte (Ankündigung Okt. 2023); der Wechsel des Finanzvorstands (zu Generali) klärte den Führungsumbau. [38][48][46] - Einschätzung: Die Kontinuität an der Konzernspitze beseitigte eine spürbare Governance-Unsicherheit und stärkte das Anlegervertrauen in die Umsetzungskraft; Managementstabilität stützte die Kapitalrückführungs-Story. - Charttechnik: Stimmungsunterstützend; Fortsetzung des Übergangs von Seitwärtsbewegung in Aufwärtstrend.
22. Feb. 2024 — 1-Mrd.-€-Rückkauf beschlossen und Dividendenpolitik angepasst - Ereignis: Allianz beschloss ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 1,0 Mrd. € und kündigte eine Anpassung der Dividendenpolitik an (22. Feb. 2024). [26] - Einschätzung: Bestätigte den aktionärsfreundlichen Rahmen; Anleger interpretierten dies als nachhaltige Priorisierung von Kapitalrückführungen neben der operativen Cashgenerierung. - Charttechnik: Konsolidierung, gefolgt von der Wiederaufnahme des Aufwärtstrends, da der Markt höhere Ausschüttungen einpreiste.
Dez. 2024 — Capital Markets Day: mittelfristige Ziele bis 2027 - Ereignis: Auf dem Capital Markets Day (Dez. 2024) veröffentlichte Allianz Prioritäten und mittelfristige Finanzziele bis Ende 2027. [36][39] - Einschätzung: Die Veranstaltung schaffte strategische Klarheit; Anleger begannen, das Umsetzungsrisiko niedriger zu bewerten, da Ziele sowie Rückkauf- und Dividendenpfade formalisiert wurden. - Charttechnik: Seitwärtsbewegung während der Markt die Ziele verdaute; Voraussetzungen für einen späteren Ausbruch wurden gelegt, als die Umsetzung fortschritt.
27. Feb. 2025 — neues 2,0-Mrd.-€-Rückkaufprogramm beschlossen (Start März 2025) - Ereignis: Allianz beschloss ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,0 Mrd. € (Start März 2025, Abschluss bis 31. Dez. 2025); alle zurückgekauften Aktien werden eingezogen. [22][24][25] - Einschätzung: Markierte eine deutliche Erhöhung der Kapitalrückführungen und signalisierte die Überzeugung des Managements hinsichtlich der Bewertung — verschob die Anlegerwahrnehmung in Richtung Gesamtrendite und Dividenden-plus-Wachstum. - Charttechnik: Erneute Aufwärtsdynamik und Fortsetzung des Aufwärtstrends durch 2025, gestützt durch Rückkaufumsetzung und operative Entwicklung.
12.–13. März 2026 — Vorstandsänderungen angekündigt; neues 2,5-Mrd.-€-Rückkaufprogramm gestartet (13. März 2026) - Ereignis: Allianz gab Änderungen im Vorstand bekannt (12. März 2026) und startete am 13. März 2026 ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 2,5 Mrd. € (Programmstart 13. März 2026; Abschluss bis 31. Dez. 2026), mit Einziehung aller zurückgekauften Aktien. [50][14] - Einschätzung: Die personelle Erneuerung in Kombination mit dem bislang größten Rückkaufprogramm stärkte die Kapitalrückführungs-Narrative und signalisierte die anhaltende Priorisierung von Aktionärswert. [14][50] - Charttechnik: Starker Aufwärtstrend in 2026, gestützt durch aggressive, einziehungsgebundene Rückkäufe und sich verbessernde Fundamentaldaten.
Apr. 2026 — Meilenstein bei der Privatanlegerbasis - Ereignis: Allianz meldete im April 2026, dass die Zahl der direkten Privataktionäre die Marke von einer Million überschritten hatte. [39] - Einschätzung: Die breitere Privatanlegerbasis erhöhte die Liquidität und das Retailinteresse; die Diversifizierung der Aktionärsstruktur wurde von Investoren als unterstützend für die Sekundärmarktnachfrage wahrgenommen. [39] - Charttechnik: Momentum und anhaltende Aufwärtsbewegung bis Mitte 2026.
11. Juli 2026 — aktuelles Kursniveau - Ereignis: ALV XETRA aktueller Kurs 421,6. - Einschätzung: Bis Mitte 2026 hatte die Aktie ausgehend von den nachrichtengetriebenen Tiefs der Jahre 2021/2022 deutlich aufgewertet — getragen von wiederhergestellter operativer Dynamik, progressiven Dividendenerhöhungen und einer Reihe großer, einziehungsgebundener Rückkaufprogramme; die Anlegerwahrnehmung hatte sich hin zu einem auf Aktionärsrendite ausgerichteten Compounder verschoben. [12][14][22] - Charttechnik: Ausgedehnter Aufwärtstrend mit neuen Hochs gegenüber dem Zeitraum 2021–2022, der einen mehrjährigen Aufwärtstrend bis in das Jahr 2026 widerspiegelt.
Allianz SE (ALV.XETRA) ist ein großer, diversifizierter europäischer Versicherer und Vermögensverwalter mit Geschäftstätigkeiten in der Schaden- und Unfallversicherung, der Lebens- und Krankenversicherung sowie der Vermögensverwaltung. Zu den wichtigsten börsennotierten Wettbewerbern zählen AXA (FR0000120628), Zurich (CH0011075394), Generali (IT0000062072), Munich Re (DE0008430026) und Swiss Re (CH0126881561); weitere Vergleichsunternehmen sind Aviva, Aegon und Prudential. Das Geschäft ist Risiken aus großen Katastrophen- und Zeichnungsereignissen, Volatilität an den Investmentmärkten und bei Zinssätzen (langfristige Lebensversicherungsverpflichtungen), regulatorischen und Kapitalveränderungen (etwa Solvency II) sowie Margendruck durch Rückversicherer, Insurtechs und Wettbewerber im Vermögensmanagement ausgesetzt. (Quellen: Allianz Investor Relations; AXA-Notierungen; Zurich-Namenaktien-Daten; Borsa Italiana; öffentliche Unterlagen von Munich Re und Swiss Re.)
Allianz SE ist ein globaler Versicherer mit mehreren Geschäftssparten und Vermögensverwalter, der in den Bereichen Sach- und Haftpflicht, Lebens- und Krankenversicherung sowie Vermögensmanagement gegen große europäische und globale Wettbewerber antritt. Zu den wichtigsten börsennotierten Konkurrenten zählen AXA, Zurich, Generali, Munich Re, AIG, Aviva und Prudential. Das Risikoprofil des Unternehmens wird von Katastrophen- und Underwriting-Exposure, von Anlage- und Marktvolatilität mit Auswirkungen auf ein großes Anleihen- und Aktienportfolio, von regulatorischen und kapitalquotenbezogenen Veränderungen (Solvency II / IFRS 17) sowie von intensivierendem Wettbewerb durch globale Versicherer, Rückversicherer und Insurtechs geprägt. (Quellen: Allianz IR; Investorenseiten von AXA, Generali, Munich Re, AIG und Aviva.)
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| AXA SA | CS.PA |
| Zurich Insurance Group AG | ZURN.SW |
| Assicurazioni Generali S.p.A. | G.MI |
| American International Group, Inc. | AIG.NYSE |
Erhalten Sie jede Woche handverlesene Aktienempfehlungen mit detaillierten Analysen
Kostenlos testen| Period | Allianz SE VNA O.N. | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | +4.85% | +5.37% | +3.27% |
| 3M | +12.54% | +12.12% | +6.55% |
| 6M | +15.32% | +17.26% | +6.20% |
| 1Y | +27.22% | +25.44% | +6.36% |
| 3Y | +128.73% | +74.90% | +57.16% |
| 5Y | +156.27% | +96.65% | +70.05% |
Erhalten Sie jede Woche handverlesene Aktienempfehlungen mit detaillierten Analysen
Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 13.3 | 1.1 | 2.4 | 4.8 |
| Vor 1 Jahr | 12.9 | 1.2 | 2.3 | 4.1 |
| Vor 3 Jahren | 9.0 | 0.6 | 1.6 | 4.7 |
| Vor 5 Jahren | 9.9 | 0.7 | 1.1 | 2.7 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 17.10 EUR | 4.40% | 4.63% |
| 2025 | 15.40 EUR | 4.14% | |
| 2024 | 13.80 EUR | 5.04% | |
| 2023 | 11.40 EUR | 5.16% | |
| 2022 | 10.80 EUR | 5.06% | |
| 2021 | 9.60 EUR | 4.33% | |
| 2020 | 9.60 EUR | 5.95% | |
| 2019 | 9.00 EUR | 4.31% | |
| 2018 | 8.00 EUR | 4.03% | |
| 2017 | 7.60 EUR | 4.31% | |
| 2016 | 7.30 EUR | 4.87% | |
| 2015 | 6.85 EUR | 4.44% | |
| 2014 | 5.30 EUR | 4.23% | |
| 2013 | 4.50 EUR | 3.73% | |
| 2012 | 4.50 EUR | 5.38% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 137.81B | 136.92B | 124.64B | 125.88B | 110.49B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 15.46B | 14.78B | 14.00B | 12.10B | 4.63B |
| Jahresüberschuss | 10.78B | 9.93B | 8.54B | 6.42B | 6.56B |
| Free Cashflow | 31.52B | 30.28B | 22.32B | 16.33B | 23.71B |
| Bilanzsumme | 1.02T | 1.04T | 983.17B | 935.90B | 1.14T |
| Eigenkapital | 62.72B | 60.29B | 58.48B | 54.41B | 79.95B |
| Nettoverschuldung | -1.21B | -1.34B | -8.98B | 15.96B | 14.72B |
Starten Sie noch heute mit Ihrer kostenlosen Testphase