Deutsche Post AG

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Deutsche Post AG – stock chart

Fünfjahres-Timeline der Aktie

Deutsche Post (DHL Group) hat in den letzten fünf Jahren einen Zyklus durchlaufen – vom COVID-getriebenen Boom über Normalisierung und Makroängste zurück zu einer Bewertung als solider, cashflow-starker Logistikwert bei 49,95 am 22.02.2026. [1][7] In dieser Zeit wandelte sich die Wahrnehmung vom zyklischen Risiko hin zu einer strukturellen E-Commerce- und Paketinfrastruktur-Story, gestützt durch widerstandsfähige Gewinne und ein stabiles Dividendenprofil. [7][15]

2019–Anfang 2020: Ausgangslage vor COVID

2019 operierte DHL in einem relativ ruhigen Makroumfeld, mit einem Konzernumsatz von rund 63,3 Mrd. € und einem EBIT von etwa 4,1 Mrd. €, was das Unternehmen eher als etablierten Logistik- und Paketkonzern denn als Wachstumsstory einordnete. [2][8] Anleger sahen darin ein solides, aber zyklisches Industrieunternehmen, empfindlich gegenüber globalem Handel und deutschen bzw. europäischen Fertigungszyklen. [14]

Im Chart bewegte sich die Aktie 2019 größtenteils im Bereich der hohen 20er bis niedrigen 30er Euro seitwärts, mit leichter Aufwärtstendenz bei stabilen Gewinnen und moderat steigenden Dividenden. [1][7] Anfang 2020 nahm die Volatilität zu, als Investoren erste Pandemierisiken einzupreisen begannen – noch vor dem eigentlichen COVID-Schock. [1]

2020–2021: COVID-Schock, dann E-Commerce-Boom

Anfang 2020 brach die Aktie mit dem COVID-Marktcrash ein, als Welthandel, Luftfracht und Geschäftstätigkeit gestört wurden – ein tiefer Rücksetzer wie bei anderen Zyklikern. [1][10] Operativ jedoch explodierten Paket- und E-Commerce-Volumina, und die 2020er-Zahlen zeigten starkes Umsatzwachstum auf etwa 67 Mrd. € und einen Gewinn je Aktie von rund 2,36 €, deutlich besser als zunächst befürchtet. [15]

2021 sprang der Umsatz auf etwa 82 Mrd. € und der Gewinn je Aktie auf rund 4,01 €. Das Management betonte strukturelles Wachstum in E-Commerce-Logistik und Express, was die Narrative vom „COVID-Gewinner" und „Rückgrat der Logistikinfrastruktur" befeuerte. [14][15] Technisch startete die Aktie von den 2020er-Tiefs einen kraftvollen Aufwärtstrend bis 2021, durchbrach frühere Allzeithochs und handelte deutlich über der Vor-COVID-Spanne, mit nur flachen Rücksetzern, während Anleger dem Momentum und Dividendenerhöhungen hinterherjagten. [1][10]

2022: Zyklushöhepunkt-Sorgen und Normalisierung

2022 kletterte der Umsatz weiter auf etwa 94–95 Mrd. € und der Gewinn je Aktie auf rund 4,33 €, doch Management und Markt sprachen bereits von Normalisierung nach den außergewöhnlichen COVID-Jahren. [7][15] Die Wahrnehmung verschob sich vom „reinen Wachstumsgewinner" hin zum „Gewinnhöhepunkt-Risiko", da Frachtraten, Paketwachstum und Welthandelsvolumina schwierigere Vergleichsbasen und wachsende Makrosorgen um Inflation und Rezession gegenüberstanden. [11][12]

Im Chart rollte die Aktie nach den 2021er-Hochs in einen ausgeprägten Abwärtstrend mit tieferen Hochs und Tiefs, während Bewertungsmultiples komprimierten und Investoren mean-revertierende Gewinne einpreisten. [1][10] Die Phase war geprägt von mehreren gescheiterten Versuchen, frühere Hochs zurückzuerobern, wobei ehemalige Unterstützungen zu Widerständen wurden und eher eine De-Rating-Narrative als strukturellen Schaden verstärkten. [1]

2023–2024: Gewinnresilienz, „defensiver Compounder"

2023 fiel der Umsatz auf etwa 81,8–82,3 Mrd. € und der Gewinn je Aktie auf rund 3,04 € zurück, was die Normalisierung bestätigte, aber immer noch deutlich über Vor-Pandemie-Niveau lag, während DHL seine Jahresziele in einem schwachen globalen Umfeld erreichte. [5][15] Das half, die Aktie in den Köpfen der Anleger als „cashgenerierende, Dividenden zahlende Logistikplattform" statt als verblassender COVID-Trade zu repositionieren, gestützt durch konstante Dividenden von 1,85 € je Aktie in 2023 und 2024. [7]

2024 wuchs der Konzernumsatz um etwa 3 % auf rund 84,2 Mrd. €, mit einem EBIT nahe 5,9 Mrd. € – unter 2023, aber klar über 2019, was strukturelle Gewinnverbesserung trotz Makrogegenwind unterstrich. [2][8] Der Markt rahmte DHL zunehmend als defensiven Compounder mit Hebel auf Welthandel und E-Commerce sowie disziplinierter Kapitalallokation, weniger als hochvolatiler Zykliker – insbesondere da Ergebnisse weitgehend im Rahmen oder leicht über den Prognosen lagen. [7][11]

Technisch zeigten 2023–2024 eine breite Seitwärtsspanne nach dem 2022er-Ausverkauf: Erholungen von überverkauften Niveaus scheiterten wiederholt unterhalb des alten 2021er-Hochs, doch die Aktie fand bei Rücksetzern konsistente Unterstützung, da Investoren für Rendite und Stabilität nachkauften. [1][10] Dividenden im Mai 2023 und Mai 2024 von rund 1,85 € je Aktie wirkten als Anker, mit Ex-Dividenden-Rücksetzern gefolgt von graduellen Erholungen innerhalb dieser mittelfristigen Spanne. [7]

2025–Feb. 2026: Konsolidierung im mittleren 50er-Bereich und aktuelle Narrative

2025 zeigten Konsensprognosen und veröffentlichte Zahlen Umsätze im mittleren 80-Mrd.-€-Bereich, EBIT um 5,9–6,0 Mrd. € und Gewinn je Aktie im hohen 2er- bis niedrigen 3er-Bereich – stabile, hochwertige Gewinne mit geringer Abhängigkeit von Sonderposten. [2][7][12] Die Investment-Narrative entwickelte sich 2025 zu einer ausgewogenen Sicht: DHL als solider, globaler Logistiker mit moderatem Wachstum, robustem Free Cashflow (rund 3 Mrd. € FCF 2024 exkl. M&A) und verlässlichen Dividenden – weder Value-Falle noch spekulative Wachstumsstory. [2][8]

Technisch zeigte die Fünfjahresperformance bis Ende 2025 die Aktie etwa flach bis leicht negativ gegenüber vor fünf Jahren, trotz deutlich höherer Gewinne – ein Hinweis darauf, wie viel gute Nachricht bereits im COVID-Boom eingepreist und danach wieder abgewertet worden war. [1] Der Chart dieser letzten Phase zeigt ein langes Konsolidierungsband mit Rallys Richtung früherer Widerstände gefolgt von Rücksetzern, aber mit graduell steigendem Boden, da Fundamentaldaten solide blieben und das Vertrauen in das Geschäftsmodell zunahm. [1][10]

Am 22.02.2026 notiert die Aktie bei 49,95, konsistent mit einer Erholung vom früheren De-Rating und einer Marktsicht auf DHL als angemessen bewerteter, Dividenden-gestützter Logistikführer zwischen zyklischen und defensiven Eigenschaften. [1][7] In diesem Zustand sehen Investoren einen stabilen, hochwertigen Betreiber, bei dem künftige Renditen eher von inkrementellem Volumenwachstum, operativer Effizienz, disziplinierten Kapitalrückflüssen und selektiver M&A getrieben werden als von überproportionalem Re-Rating oder krisengetriebener Volatilität. [2][7][14]

Wesentliche Risiken und Downside-Faktoren

DHL Group (Ticker: DHL.XETRA, ISIN: DE0005552004) ist ein führendes globales Logistik- und Postunternehmen mit Aktivitäten in Paketversand, Express, Luftfracht und Supply-Chain-Lösungen.[1][3][9][12][15] Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen globale Integratoren wie UPS und FedEx sowie große Speditionen und Contract-Logistics-Spezialisten wie DSV und Kuehne + Nagel.[5][11][14] Das Wettbewerbsumfeld ist intensiv, wobei Preisdruck, Servicequalität und Netzwerkreichweite die entscheidenden Differenzierungsmerkmale darstellen.[5][11][14] DHL ist zudem strukturellen Risiken aus makroökonomischer Volatilität, regulatorischen Vorgaben sowie dem technologischen und ökologischen Wandel im globalen Transportwesen ausgesetzt.[7][9]

  • Hohe Abhängigkeit von globalen Handelszyklen und E-Commerce-Volumen kann Umsätze und Margen in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge oder Verschiebungen in der Verbrauchernachfrage unter Druck setzen.[5][7][9]
  • Intensiver Wettbewerb durch globale Integratoren, Spediteure und regionale Paketdienstleister kann zu Preisdruck, Marktanteilsverlust und höheren Service- sowie Innovationskosten führen.[5][11][14]
  • Steigende Arbeits-, Brenn- und Transportkapazitätskosten sowie notwendige Großinvestitionen in Digitalisierung und Automatisierung können die Rentabilität unter Druck setzen, sofern sie nicht durch Produktivitätsgewinne kompensiert werden.[3][4][9]
  • Immer strengere Umwelt-, Zoll- und Handelsvorschriften – einschließlich Kohlenstoffreduktionsziele und Änderungen der Zoll- oder Handelspolitik – können zu Compliance-Kosten führen und grenzüberschreitende Operationen beeinträchtigen.[5][7][9]

Wettbewerbsumfeld

Die DHL Group (Deutsche Post AG, Ticker DHL.XETRA) ist ein weltweit führender Anbieter in Logistik und Paketversand und konkurriert mit multinationalen Integratoren und regionalen Paketnetzen in den Bereichen Post, Express, Fracht und Supply-Chain-Services.[1][4][7] Das Wettbewerbsumfeld ist intensiv geprägt von gut kapitalisierten globalen Rivalen wie UPS und FedEx sowie starken europäischen Paketanbietern wie DPD und GLS, die Druck auf Preise und Servicequalität ausüben.[5][8][14] Das Risikoprofil der DHL wird durch makroökonomische und konjunkturelle Abhängigkeiten, geopolitische Faktoren, regulatorische Anforderungen, Arbeitskosten und die hohe Kapitalintensität des globalen Logistiknetzes geprägt.[3][6][9][12]

Private Wettbewerber

  • DPDgroup (Geopost / La Poste Group)
  • GLS (General Logistics Systems)
  • Hermes Germany

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Performancekennzahlen von Deutsche Post AG

in EUR

1M High / Low
51.72 / 45.97
52W High / Low
51.72 / 30.96
5Y High / Low
61.38 / 29.68
1M
+8.59%
3M
+13.42%
6M
+27.39%
1Y
+42.49%
3Y
+44.21%
5Y
+48.08%

Relative Performance gegenüber Benchmarks

PeriodDeutsche Post AG vs DAX vs S&P 500 (SPY)
1M +8.59% +7.60% +8.56%
3M +13.42% +6.25% +10.98%
6M +27.39% +22.81% +20.16%
1Y +42.49% +29.66% +26.22%
3Y +44.21% -21.13% -36.73%
5Y +48.08% -31.85% -40.44%

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Historische Bewertungs-Trends

Wie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.

ZeitraumKGVKUVKBVKurs-Cashflow-Verhältnis
Aktuell16.00.72.66.0
Vor 1 Jahr13.00.51.85.0
Vor 3 Jahren9.40.52.24.6
Vor 5 Jahren17.60.83.86.8

Kennzahlen

Marktkapitalisierung
57.60B EUR
KGV
16.27
Analysten-Kursziel

Bewertungskennzahlen

KUV
0.69
KBV
2.13

Rentabilitätskennzahlen

Gewinnmarge
4.21%
Operative Marge
7.34%
Eigenkapitalrendite
16.79%
Gesamtkapitalrendite
5.10%

Wachstumskennzahlen

Umsatzwachstum
Gewinnwachstum

Dividendenhistorie

Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).

YearDividendYield at paymentØ Rendite
20251.85 EUR4.85%3.75%
20241.85 EUR4.65%
20231.85 EUR4.29%
20221.80 EUR4.62%
20211.35 EUR2.62%
20201.15 EUR2.91%
20191.15 EUR3.98%
20181.15 EUR3.04%
20171.05 EUR3.18%
20160.85 EUR3.15%
20150.85 EUR2.90%
20140.80 EUR2.86%
20130.70 EUR3.48%
20120.70 EUR4.84%
20110.65 EUR4.81%

Ergebnis-Historie & Schätzungen

Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.

Historische Ergebnisentwicklung

45%
Schätzung übertroffen
47.5%
Schätzung verfehlt
+24.6%
Ø Überraschung bei Beat
-16.56%
Ø Überraschung bei Miss

Analysierte Berichte: 80

Kommender Ergebnisbericht

5. März 2026
Nächstes Ergebnis-Datum

Analystenschätzungen für kommende Perioden

Nächstes Jahr
31. Dezember 2026
Konsens3.31
Spanne3.06 – 3.61
15 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 7.9%
Revisionen: 7T ↑1 ↓0 · 30T ↑1 ↓2
Nächstes Quartal
31. März 2026
Konsens0.69
Spanne0.62 – 0.74
3 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 3.52%
Revisionen: 7T ↑0 ↓0 · 30T ↑1 ↓2

Wichtige Finanzkennzahlen

Alle Angaben in EUR

Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.

20242023202220212020
Umsatz84.19B81.76B94.44B81.75B66.81B
Operatives Ergebnis (EBIT)5.89B6.34B8.44B7.62B4.85B
Jahresüberschuss3.33B3.68B5.36B5.05B2.98B
Free Cashflow5.79B5.88B7.05B6.26B4.78B
Bilanzsumme69.88B66.83B68.28B63.59B55.31B
Eigenkapital23.79B22.48B23.24B19.04B13.78B
Nettoverschuldung20.30B17.18B18.39B17.39B13.87B
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