Infineon Technologies AG

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Infineon Technologies AG – stock chart

Fünfjahres-Timeline der Aktie

Die letzten fünf Jahre bei Infineon waren geprägt vom Power- und Automotive-Chip-Superzyklus, einem scharfen Reset nach der Hype-Phase und einer selektiveren Erzählung um KI und Elektromobilität – die Aktie notiert aktuell im mittleren 40er-Bereich in Euro. [0][10] In dieser Zeit wandelte sich die Story vom wachstumsstarken „strukturellen Gewinner" hin zu einem eher zyklischen Quality Compounder, als sich das Wachstum normalisierte und Lagerbestände abgebaut wurden. [0][10][2]

2020–2021: EV- und Power-Superzyklus

  • Infineon schloss die Übernahme von Cypress Semiconductor im April 2020 ab und expandierte damit in Mikrocontroller, Konnektivität sowie Automotive- und Industrial-MCUs – was die Wachstumsstory in Automotive und IoT stärkte. [15]
  • Als die Pandemie in einen Halbleitermangel überging, vor allem in Automotive und Power Management, profitierte Infineon von starken Preisen und Volumina. Im Geschäftsjahr 2021 erreichte der Umsatz rund 11,1 Mrd. € und der Gewinn je Aktie stieg kräftig, was die Wahrnehmung als Kernprofiteur von Elektrifizierung und grüner Energie verstärkte. [0]

Die Investorensicht 2020–21 war, dass Infineon ein qualitativ hochwertiger struktureller Gewinner in Power-Halbleitern und EVs sei, nicht nur ein zyklischer Chip-Titel. [0][15] Die Aktie befand sich in einem starken Aufwärtstrend bis Ende 2021 und markierte neue mehrjährige Hochs, da Investoren anhaltende Nachfrage aus EV, Renewables und Industrie sowie Cypress-Synergien einpreisten. [1][6]

2022: Höhepunkt der Erwartungen und Volatilität

  • Im Laufe von 2022 sprang der Umsatz erneut auf etwa 14,2 Mrd. €, da Automotive- und Industrienachfrage sehr stark blieben und die Preise stabil waren – doch Investoren wurden zunehmend besorgt über Zyklusrisiken und steigende Zinsen. [0]
  • Das Unternehmen betonte seine Position in Power-Halbleitern für EVs, Renewables und Rechenzentren, aber Makroängste und globale Chip-Zyklus-Sorgen führten zu heftigen Schwankungen rund um Quartalszahlen und Ausblicke. [0][15]

Die Narrative verschob sich von der reinen „Hype-Wachstumsstory" hin zu „struktureller Gewinner, aber sehr zyklisch", mit mehr Debatte darüber, wo die Gewinne im Verhältnis zum Mid-Cycle standen. [9][15] Charttechnisch bildete die Aktie Ende 2021/Anfang 2022 eine Toppbildung und ging dann in eine breite, volatile Range über, mit tiefen Korrekturen während der Bärenmarkt-Phasen 2022, aber wiederholter Unterstützung an früheren mehrjährigen Ausbruchszonen. [1][6]

2023: Normalisierung und Lagerbestandssorgen

  • Im Geschäftsjahr 2023 erreichte der Umsatz rund 16,3 Mrd. € und markierte damit den zyklischen Höhepunkt; das EPS-Wachstum blieb hoch, verlangsamte sich aber, und Investoren fokussierten sich auf das Risiko, dass Automotive- und Industriekunden zu viel bestellt hatten. [0]
  • Das Management sprach zunehmend explizit über Lagernormalisierung und normalere Kapazitätsauslastung, und die Stimmung kühlte ab, da der Markt langsameres Wachstum und möglichen Margendruck antizipierte. [0][5]

Die Wahrnehmung 2023 rahmte Infineon zunehmend als qualitativ hochwertigen Zykliker statt als reinen High-Flyer: immer noch ein zentraler Play auf Dekarbonisierung, aber mit kurzfristigem Abwärtsrisiko, falls der Zyklus kippen sollte. [5][9] Im Chart oszillierte die Aktie in einer breiten Seitwärtsbande, mit gescheiterten Ausbruchsversuchen bei KI-/EV-Euphorie, gefolgt von Rücksetzern bei enttäuschenden Makro- oder Zyklusdaten. [1][6]

2024: Step-Up-Programm und verhaltener 2025er-Ausblick

  • Im Geschäftsjahr 2024 (bis 30. September) sank der Umsatz um etwa 8 % auf 14,96 Mrd. €, mit Q4-Umsatz von 3,919 Mrd. € und einer starken Segmentmarge von 21,2 %, was solide Ausführung bei abkühlendem Markt widerspiegelte. [2]
  • Das Management lancierte und betonte das „Step Up"-Programm zur Verbesserung von Wettbewerbsfähigkeit und Kostenstruktur und gab einen verhaltenen Ausblick für das Geschäftsjahr 2025 mit leicht niedrigerem Umsatz, Segmentmarge im mittleren bis hohen Zehnerbereich und weiterhin hohen Investitionen (~2,5 Mrd. €) zur Unterstützung des langfristigen Wachstums – was die kurzfristige Verlangsamung unterstrich. [2]

Die Narrative Ende 2024 war, dass Infineon strategischer Marktführer in Power- und Automotive-Halbleitern blieb, sich aber in einem lager- und makrogetriebenen Abwärtszyklus mit begrenztem kurzfristigem Wachstum befand – eher ein „defensiver Compounder/zyklisches Quality" als ein Momentum-Name. [2][11] Charttechnisch hatte die Aktie bereits von früheren Hochs korrigiert und bewegte sich in einer korrektiven bis seitwärts gerichteten Phase, mit Rallyes, die an früheren Widerständen verpufften, während der Markt Unterstützung um die niedrigen 40er respektierte, bevor die anschließende Drift in Richtung des aktuellen mittleren 40er-Bereichs erfolgte. [1][10]

2025–Anfang 2026: Durch den Abwärtszyklus arbeiten

  • Zu Beginn des Geschäftsjahres 2025 sah die Guidance leicht niedrigeren Umsatz als im GJ 2024 und Margen im mittleren Zehnerbereich vor, was schwache Nachfrage außerhalb von KI und anhaltenden Lagerabbau in Automotive- und Industriemärkten widerspiegelte. [2]
  • Gleichzeitig investierte Infineon weiterhin massiv in Kapazitäten und fortschrittliche Power-/KI-bezogene Produkte, und externe Analysen hoben die Positionierung in Power-Systemen und IoT hervor – mit einem Konsens, der das Unternehmen trotz verhaltenem Kurzfristausblick weiterhin als kaufenswerten, überdurchschnittlich wachsenden Halbleitertitel einstufte. [0][2][10]

Die Investorensicht 2025 verschob sich zu einer „Warten-auf-den-Aufschwung"-Haltung: ein struktureller Gewinner in EVs, Renewables und KI-Power-Infrastruktur, aber temporär durch Makro- und Lagergegenwind eingeschränkt, mit mehr Fokus auf das Timing des nächsten Aufschwungs als auf unmittelbare Gewinnbeschleunigung. [2][14] Im Chart über 2025 bis Anfang 2026 handelte die Aktie über ihrem 200-Tage-Durchschnitt und übertraf globale Indizes auf Sicht von 6 bis 12 Monaten, was einen konstruktiven mittelfristigen Trend mit gelegentlichen Rücksetzern, aber einer vorherrschenden Aufwärtstendenz in die mittlere 40er-Region widerspiegelte. [0][10][15]

Wesentliche Risiken und Downside-Faktoren

Infineon Technologies AG (IFX.XETRA) ist ein führender europäischer Halbleiterhersteller mit starken Positionen in Automotive-, Power- und Industrial-Chips und konkurriert mit diversifizierten IDMs in ähnlichen Endmärkten.[5][10] Das Unternehmen behauptet sich primär durch Technologie, Skalierung und langfristige Liefervereinbarungen im Automotive- und Power-Halbleiterbereich, wo eine Handvoll großer Konkurrenten den Markt dominiert.[5][10] Das Risikoprofil wird geprägt durch zyklische Halbleiternachfrage, hohe Kapitalintensität und Exposition gegenüber Automotive- und Industriezyklen sowie geopolitische und regulatorische Druck auf Halbleiter-Lieferketten.[5][10]

  • Konjunkturelle Rückgänge in der globalen Halbleiter- und Automobilnachfrage könnten die Auslastung, Preisgestaltung und Rentabilität in Infineons Kerngeschäften bei Leistungs- und Automotive-Chips unter Druck setzen.
  • Hohe Investitionsausgaben für moderne Halbleiterfertigungen und Leistungshalbleiterkapazitäten können den freien Cashflow und die Renditen belasten, sollte das Marktwachstum oder die Preisgestaltung hinter den Erwartungen zurückbleiben.
  • Verschärfter Wettbewerb durch große IDM-Hersteller wie STMicroelectronics, NXP, Texas Instruments, ON Semiconductor und asiatische Anbieter im Bereich Power- und Automotivsemikonductoren könnte zu Margenerosion und Marktanteilsverlusten führen.[5][10]
  • Regulatorische, handels- und geopolitische Entwicklungen im Bereich Halbleiter-Exportkontrollen, Automobillieferketten und staatliche Subventionsprogramme in Europa, den USA und Asien könnten zu Betriebsunterbrechungen oder strategischen Neuausrichtungen führen.[5][10]

Wettbewerbsumfeld

Infineon Technologies AG (IFX.XETRA) ist ein führender europäischer Halbleiterhersteller mit Fokus auf Automotive-, Power- und Industriechips und konkurriert weltweit mit großen diversifizierten Chipherstellern und Spezialisten für Leistungselektronik.[6][8] Das Unternehmen sieht sich intensivem Preis- und Innovationswettbewerb durch Konkurrenten wie NXP Semiconductors, STMicroelectronics, Texas Instruments, Renesas, onsemi und Wolfspeed bei Automotive-MCUs, Power-Halbleitern und Industrieanwendungen ausgesetzt.[8][11] Das Risikoprofil wird durch zyklische Halbleiternachfrage, Exposition gegenüber Automotive- und Industriemärkten sowie kapitalintensive Fertigung und F&E-Anforderungen geprägt.[10][13] Regulatorische, handels- und exportkontrollpolitische Entwicklungen in Schlüsselregionen wie der EU, den USA und China beeinflussen zudem das Betriebsumfeld und die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette.[10][13]

Private Wettbewerber

  • Navitas Semiconductor Limited
  • Cambridge GaN Devices
  • SiliConch Systems

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Performancekennzahlen von Infineon Technologies AG

in EUR

1M High / Low
46.54 / 39.25
52W High / Low
46.54 / 23.17
5Y High / Low
46.54 / 20.68
1M
+7.69%
3M
+35.76%
6M
+26.87%
1Y
+18.26%
3Y
+38.28%
5Y
+34.54%

Relative Performance gegenüber Benchmarks

PeriodInfineon Technologies AG vs DAX vs S&P 500 (SPY)
1M +7.69% +6.70% +7.66%
3M +35.76% +28.59% +33.32%
6M +26.87% +22.29% +19.64%
1Y +18.26% +5.43% +1.99%
3Y +38.28% -27.06% -42.66%
5Y +34.54% -45.39% -53.98%

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Historische Bewertungs-Trends

Wie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.

ZeitraumKGVKUVKBVKurs-Cashflow-Verhältnis
Aktuell57.94.03.519.2
Vor 1 Jahr52.63.42.814.6
Vor 3 Jahren18.63.03.011.9
Vor 5 Jahren114.95.14.721.5

Kennzahlen

Marktkapitalisierung
58.86B EUR
KGV
58.70
Analysten-Kursziel

Bewertungskennzahlen

KUV
3.95
KBV
2.65

Rentabilitätskennzahlen

Gewinnmarge
6.88%
Operative Marge
10.60%
Eigenkapitalrendite
5.71%
Gesamtkapitalrendite
4.95%

Wachstumskennzahlen

Umsatzwachstum
Gewinnwachstum

Dividendenhistorie

Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).

YearDividendYield at paymentØ Rendite
20260.35 EUR0.76%1.24%
20250.35 EUR0.91%
20240.35 EUR1.06%
20230.32 EUR0.89%
20220.27 EUR0.84%
20210.22 EUR0.62%
20200.27 EUR1.24%
20190.27 EUR1.37%
20180.25 EUR1.12%
20170.22 EUR1.27%
20160.20 EUR1.74%
20150.18 EUR1.76%
20140.12 EUR1.55%
20130.12 EUR1.83%
20120.12 EUR1.59%

Ergebnis-Historie & Schätzungen

Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.

Historische Ergebnisentwicklung

60%
Schätzung übertroffen
25%
Schätzung verfehlt
+26.81%
Ø Überraschung bei Beat
-63.34%
Ø Überraschung bei Miss

Analysierte Berichte: 80

Kommender Ergebnisbericht

6. Mai 2026
Nächstes Ergebnis-Datum

Analystenschätzungen für kommende Perioden

Nächstes Jahr
30. September 2027
Konsens2.24
Spanne1.66 – 2.60
22 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 40.77%
Revisionen: 7T ↑5 ↓0 · 30T ↑8 ↓6
Nächstes Quartal
30. Juni 2026
Konsens0.42
Spanne0.36 – 0.48
7 Analysten
Schätzung Wachstum vs. Vorjahr: 12.35%
Revisionen: 7T ↑0 ↓0 · 30T ↑1 ↓2

Wichtige Finanzkennzahlen

Alle Angaben in EUR

Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.

20252024202320222021
Umsatz14.66B14.96B16.31B14.22B11.06B
Operatives Ergebnis (EBIT)1.51B2.19B3.95B2.85B1.47B
Jahresüberschuss1.01B1.30B3.14B2.18B1.17B
Free Cashflow1.42B61.00M966.00M1.67B1.57B
Bilanzsumme30.47B28.64B28.44B26.91B23.33B
Eigenkapital17.05B17.22B17.04B14.94B11.40B
Nettoverschuldung5.86B3.36B3.29B4.61B5.17B
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