Anthropic nennt im Börsenprospekt 518 Milliarden Dollar an überwiegend unkündbaren Rechenzusagen
Autor: Leeway AI · Vollautomatisch erstellt, nicht redaktionell geprüft
Anthropics Börsenunterlagen weisen laut Reuters mindestens 518 Milliarden Dollar an Rechenverpflichtungen aus, rund 80 Prozent davon unkündbar. Für Google, Amazon und Microsoft ist das Auftragsbestand. Die zehnjährige US-Rendite stieg in die Nähe des höchsten Stands seit 2007, obwohl der Ölpreis nachgab, und über den stärkeren Dollar erreicht der Druck nun Schwellenländer und Euro. Australien erhöhte den Leitzins auf 4,60 Prozent, Frankreichs Risikoaufschlag ist so hoch wie seit 2012 nicht mehr.
Warum steigende US-Renditen nun auch Währungen und Schuldner in Schwellenländern betreffen.
Was langfristige Rechenverpflichtungen für Anthropic und die großen Cloud-Anbieter bedeuten.
Welche anstehenden US-Daten die Zinserwartungen besonders beeinflussen könnten.
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Was gibt es heute Neues?
Der Zinsdruck erreicht den Dollar
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg am Dienstag auf rund 5,25 Prozent und damit in die Nähe des höchsten Stands seit 2007. Aufschlussreich ist, dass der Ölpreis dazu kaum beitrug. Brent fiel um gut zwei Prozent auf rund 96 Dollar, auch weil Saudi-Arabien nach Reparaturen wieder mehr Öl über die Ost-West-Pipeline exportiert. Trump wies zwar erneut einen iranischen Vorschlag zu Hormus zurück, den Renditeanstieg tragen aber zunehmend die Defizite, das reichliche Anleiheangebot und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen der Fed.
Gestern zeigte sich der Druck bei den schwächsten Unternehmensschuldnern, nun erreicht er den Devisenmarkt. Kapital fließt in amerikanische Papiere, der Dollar steigt, und Dollaranleihen von Schwellenländern verlieren. Wer in Dollar verschuldet ist, refinanziert sich dadurch teurer. Für europäische Anleger wirkt das in zwei Richtungen: US-Positionen gewinnen in Euro gerechnet an Wert, während in Dollar bezahlte Energie teurer wird. Australiens Notenbank erhöhte den Leitzins auf 4,60 Prozent, den höchsten Stand seit 2011.
Lagarde wartet, Paris zahlt
EZB-Präsidentin Lagarde sagte, die Inflationsprojektionen für 2027 und 2028 lägen wegen der Energiepreise höher. Eine Übertragung auf die Löhne sei aber nicht zu erkennen. Damit kann die EZB abwarten. Die Unruhe kommt eher aus den Staatshaushalten, denn Frankreichs Aufschlag gegenüber Bundesanleihen ist so hoch wie seit 2012 nicht mehr. Nach den AfD-Zugewinnen bei den Landtagswahlen dürfte es für Kanzler Merz zudem schwerer werden, Reformen durchzusetzen.
Anthropics Rechnung
Laut Reuters weisen Anthropics Börsenunterlagen mindestens 518 Milliarden Dollar an Rechenverpflichtungen über sieben bis zehn Jahre aus, rund 80 Prozent davon unkündbar. Für Google, Amazon und Microsoft ist das Auftragsbestand, für Anthropic bedeutet es rechnerisch 50 bis 75 Milliarden Dollar Fixkosten im Jahr. OpenAI nähert sich laut einer Quelle einem annualisierten Umsatz von 70 Milliarden Dollar, die Nachfrage ist also vorhanden. Unkündbare Verträge laufen allerdings auch dann weiter, wenn ein Kunde sein Training pausiert, wie es OpenAI gerade tut. Das Wachstum der Cloud-Konzerne hängt an wenigen Abnehmern, über deren Finanzen erst dieser Prospekt genauer Auskunft gibt. Das KI-Sicherheitsabkommen, das Trump mit führenden Firmen und Nvidia veröffentlichte, ist rechtlich nicht bindend.
Am Rand
Netlist beantragt bei der US-Handelskommission ein Importverbot für Speicherchips von Micron sowie für Produkte von Google, Nvidia und Broadcom, die diese Chips verbauen. Es geht um Patente für High-Bandwidth Memory, den knappsten Baustein in KI-Servern. Solche Verfahren dauern meist über ein Jahr. Google klagt vor dem EU-Gericht gegen Auflagen, Konkurrenten Zugang zu Gemini und zu Suchdaten zu gewähren. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht hat bei Julius Bär schwere Mängel in den Risiko- und Geldwäschekontrollen festgestellt.
Heute
Mit dem heutigen Tag endet das Quartal. In den USA folgen der Preisindex PCE, die dritte BIP-Schätzung und die ADP-Beschäftigungsdaten, in Spanien die vorläufige Septemberinflation. Das größte Gewicht dürfte PCE haben, weil ein höherer Wert eine Zinserhöhung der Fed im Oktober wahrscheinlicher machen würde.
Ähnliche historische Marktbedingungen
Auswertung der 100 zu heute ähnlichsten Marktsituationen im S&P 500 nach Stimmung, Positionierung und Preisverhalten.
Ähnlichste Zeitpunkte: 16.12.2021, 14.12.2021 und 14.02.2025
✅ Durchschnittliche folgende 5-Tage Bewegung: 0,34 %
❓ 5 Tage: durchschnittlicher Drawdown −1,33 % und maximaler Drawdown −4,23 %
❗ Heute: durchschnittlicher Drawdown −0,69 % und maximaler Drawdown −3,53 %
Historische Vergleichswerte aus der Originalausgabe; keine Prognose der künftigen Wertentwicklung.
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Marktperformance
Historischer Datenstand der Beispielausgabe vom 30. September 2026.
| Markt | Stand | Woche | Tag |
|---|---|---|---|
| Stoxx 600STOXX.INDX · Regulär · gestern, 16:00 UTC | 638,08 | -0,09% | -0,09% |
| S&P 500 (Future)ES.COMM · Nachbörslich · heute, 03:36 UTC | 7.746,5 | -0,73% | 0% |
| Nasdaq (Future)NQ.COMM · Nachbörslich · heute, 03:35 UTC | 30.631,25 | -0,84% | +0,23% |
| Gold (Future)GC.COMM · Future · heute, 03:38 UTC | 4.208,6 | -2,61% | +1,41% |
| Brent (Future)BZ.COMM · Future · heute, 03:35 UTC | 96,38 | -7,61% | -2,38% |
| AT & S Austria Technologie & SystemtechnikATS.VI · Regulär · gestern, 15:35 UTC | 216 | +6,14% | +9,09% |
| Chocoladefabriken Lindt & Spruengli AG PartLISN.SW · Regulär · gestern, 15:30 UTC | 81.800 | -8,6% | -8,4% |
Tägliche stärkste und schwächste Sektoren
| Sektor | Stand | Woche | Tag |
|---|---|---|---|
| Stärkster: VersorgerXLU.NYSE · gestern, 20:26 UTC | 39,71 | +0,51% | +1,17% |
| Schwächster: EnergieXLE.NYSE · gestern, 20:17 UTC | 61,54 | -0,81% | -0,9% |
Marktstatus · Stand 28. September 2026
Konstruktiv
Die aktiven Signale sprechen derzeit für eine konstruktive Aktienpositionierung.
Einordnung
ÜbergewichtetÄnderungen seit dem letzten Bericht
Neu: Kurzfristiger Rücksetzer
Das vollständige Signalboard und die Berechnung ansehen.
Markttiming öffnenWeiterführende Unternehmensanalyse
Die wichtigsten aktuellen Entwicklungen zu AT & S Austria Technologie & Systemtechnik.
AT&S expandiert massiv für AI-Substrate mit Marvell und AMD
AT&S hat eine langfristige Vereinbarung mit Marvell Technology geschlossen, um die Kapazitäten für fortschrittliche IC-Substrate am Standort Kulim in Malaysia auszubauen, womit Marvell als zusätzlicher Großkunde neben AMD bestätigt wurde.
Die Gesamtinvestition in Kulim wird auf 1,5 bis 2,0 Milliarden Euro geschätzt und soll durch langfristige Kundenzusagen mitfinanziert werden.
Im ersten Quartal 2026/27 stieg der Umsatz währungsbereinigt um 40 Prozent auf 549 Millionen Euro, das EBITDA legte um 134 Prozent auf 165 Millionen Euro zu und die operative Marge erreichte 30,1 Prozent, während das EBIT mit 73 Millionen Euro erstmals wieder klar positiv war. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA verbesserte sich auf 1,9, unterstützt durch eine im Juni begebene nachrangige Wandelanleihe über 400 Millionen Euro.
Das Management bestätigte die Jahresprognose von 45 bis 55 Prozent währungsbereinigtem Umsatzwachstum und einer EBITDA-Marge von 32 bis 37 Prozent bei geplanten Investitionen von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro. Zusätzlich wurde im Mai eine Kapazitätserweiterung in Chongqing beschlossen, die ebenfalls über langfristige Kundenverträge abgesichert ist.
Quellen und Hinweise
Die mit dieser Ausgabe gelieferte Quellenliste und die vollständigen rechtlichen Hinweise finden Sie am Ende der Seite. Die Ausgabe wurde automatisch erstellt und nicht redaktionell geprüft.
