≈ 1,5 Punkte
So viel mehr Rendite verlangen Anleger von chinesischen Aktien als von Aktien aus Industrieländern. Das entspricht ungefähr dem Preis für das Risiko, im Ernstfall nicht mehr an die eigenen Papiere zu kommen.
Westliche Großanleger meiden chinesische Aktien. Das drückt die Kurse, aber nicht für jeden gleich stark. Günstig ist der Markt nur für Anleger, die einen politischen Ernstfall aussitzen können. Und sie verdienen vor allem an der Dividende, nicht an steigenden Kursen.
Im März 2022 konnten westliche Fonds ihre russischen Aktien über Nacht nicht mehr verkaufen. Die Unternehmen arbeiteten weiter und zahlten weiter Dividenden, nur kam das Geld nicht mehr an. Profitiert haben russische Käufer, die die Papiere mit hohem Abschlag übernahmen. Diese Erfahrung prägt heute, wie westliche Anleger auf China schauen. Und sie erklärt, warum derselbe Kurs für den einen fair und für den anderen günstig ist.
≈ 1,5 Punkte
So viel mehr Rendite verlangen Anleger von chinesischen Aktien als von Aktien aus Industrieländern. Das entspricht ungefähr dem Preis für das Risiko, im Ernstfall nicht mehr an die eigenen Papiere zu kommen.
≈ 7 Punkte
So weit liegt die erwartete Aktienrendite über der zehnjährigen chinesischen Staatsanleihe mit rund 1,8 %. Am stärksten halten sich nicht westliche Fonds zurück, sondern chinesische Sparer.
131 → 115–125
Festlandaktien kosten im Schnitt 31 % mehr als dieselben Unternehmen in Hongkong. Der Abstand dürfte schrumpfen, aber nicht verschwinden, denn eine Dividendensteuer setzt ihm eine Untergrenze.
Die folgende Übersicht fasst die strategischen Bausteine, die Ausrichtung der Positionen und die zugeordneten Werte zusammen.
Hier zeigt sich am deutlichsten, ob der Ausschluss den Kurs drückt. Zwei der drei Konzerne dürfen US-Anleger nicht kaufen. PetroChina dient als Vergleich ohne Sanktionen.
Für Anleger, die keine Einzelwerte auswählen wollen: ein Fonds auf Aktien mit hoher Dividende und einer auf den breiten Hongkonger Markt.
Die Hongkonger Börse verdient an jedem Börsengang und an jedem Handel über Stock Connect. AIA verkauft Sparpolicen an Kunden vom Festland, die ihr Geld lieber außerhalb Chinas anlegen.
Diese Aktien kaufen weder westliche Fonds noch Anleger vom Festland. Die Unternehmen haben mehr Geld als Schulden und schütten seit Jahren aus. Jede Position bleibt klein und muss jedes Jahr die fünf Prüffragen bestehen.
Bewusst klein gewichtet. Bauen westliche Fonds ihre Untergewichtung ab, kaufen sie zuerst diese Titel.
Ein Leerverkauf des Hang Seng TECH sichert die vernachlässigten Dividendenzahler gegen Marktschwankungen ab. Er ist keine eigene Wette.
Die gängige Erklärung für Chinas niedrige Bewertung klingt einleuchtend. Pensionskassen, Versicherer und Staatsfonds können das Risiko eines staatlichen Eingriffs nicht beziffern. Was sich nicht berechnen lässt, passt in kein Risikomodell und in keine Eigenkapitalvorschrift. Also lassen sie die Finger davon, egal wie tief der Kurs fällt. Wer so pauschal meidet, verkauft auch dann noch, wenn die Aktien längst zu billig sind.
Bei näherem Hinsehen stimmt das nur zum Teil. Pauschal ist die Zurückhaltung nicht. Indexfonds, die Welt- oder Schwellenländerindizes abbilden, halten China weiterhin ungefähr mit seinem Indexgewicht. Aktiv verwaltete globale Fonds waren Ende August nur rund 1 Prozentpunkt untergewichtet, Schwellenländerfonds rund 2,6 Punkte.1 Ganz ausgeschlossen ist China nur in zwei Fällen. Zum einen dürfen US-Anleger bestimmte Wertpapiere per Gesetz nicht kaufen, etwa China Mobile und CNOOC, die auf der US-Sanktionsliste NS-CMIC stehen. Zum anderen folgen einige US-Pensionspläne politischen Vorgaben: Der Pensionsfonds der US-Bundesbediensteten hat China und Hongkong aus seiner Benchmark gestrichen, der Bundesstaat Indiana ließ chinesische Beteiligungen für rund 1,2 Mrd. Dollar verkaufen.23 Staatsfonds dagegen ziehen sich nicht zurück. In einer Umfrage von Invesco wollten 59 % von 83 Staatsfonds in den nächsten fünf Jahren mehr in China anlegen.4
Auch der Grund ist ein anderer. Das Risiko lässt sich durchaus beziffern; die Kreditausfallprämie auf chinesische Staatsanleihen tut das an jedem Handelstag. Schwer zu tragen ist etwas anderes, nämlich das persönliche Risiko des Entscheiders. Ein Anlagechef gewinnt wenig, wenn er China hält und es gut geht. Werden die Bestände aber eingefroren wie 2022 in Russland, kann ihn das die Stelle kosten. Nicht die Modelle versagen, sondern die Anreize.
Daraus folgt etwas Wichtiges. Früher holte die Abweichung von der Benchmark untergewichtete Fonds irgendwann in den Markt zurück. Wer sich an einem Index „Schwellenländer ohne China“ messen lässt, spürt diesen Druck nicht mehr. 2020 gab es einen solchen Fonds, 2023 schon 19.2 Die Zurückhaltung hält deshalb länger an und reagiert kaum noch auf den Preis. Sie ist aber auch fast ausgereizt: Viel mehr kann der Westen nicht mehr verkaufen.
Bleibt die entscheidende Frage: Wie billig ist China? Der MSCI China wurde am 30. Oktober 2026 mit dem 12-Fachen der Gewinne der vergangenen zwölf Monate und dem 1,29-Fachen des Buchwerts bewertet.5 Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalrendite von rund 10,8 %. Wächst die Wirtschaft langfristig nominal um 3 bis 4 %, verlangen Anleger bei diesem Kurs eine Aktienrendite von 9 bis 9,3 % pro Jahr. Für Industrieländer kommt dieselbe Rechnung auf etwa 7,5 bis 8 %. Beides sind Modellrechnungen, doch der Unterschied sagt viel: Er beträgt nur rund 1,5 Punkte. Für einen Markt, der als unberührbar gilt, ist das wenig. Ob es genug ist, hängt davon ab, wer die Aktien hält.
Ein Einfrieren vernichtet keinen Wert. Er wandert vom Anleger, der verkaufen muss, zu dem, der bleiben kann.
Ein Abschlag ist nur dann ein Geschenk, wenn das Risiko kleiner ist als der Preis, den der Markt dafür bezahlt. Das Risiko heißt hier: Ein westlicher Anleger kommt nicht mehr an seine Aktien, weil Sanktionen, eine Sperre der Abwicklung oder ein Halteverbot ihn davon trennen. Die Kreditausfallprämie für chinesische Staatsanleihen lag Ende Oktober 2026 bei rund 39 Basispunkten, auf dem Höhepunkt im Oktober 2022 waren es mehr als 110.67 Grob umgerechnet liegt die Wahrscheinlichkeit einer breiten Sperre eher bei 0,5 % pro Jahr als bei 1 bis 2 %. Wenig ist das trotzdem nicht. Der Schaden reicht vom Notverkauf mit Abschlag bis zum Totalverlust, und er trifft Anleger genau dann, wenn auch alles andere fällt. Ein solches Risiko kostet mehr, als die reine Wahrscheinlichkeitsrechnung nahelegt.
Für einen US-Pensionsfonds zehrt dieser Preis den Aufschlag von 1,5 Punkten ungefähr auf. Für ihn ist China fair bis leicht günstig bewertet, mehr nicht. Doch nicht jeder Anleger trägt dasselbe Risiko. Das hat 2022 gezeigt: Westliche Besitzer russischer ADR konnten weder verkaufen noch Dividenden empfangen. Russische Unternehmen und Banken dagegen konnten dieselben Papiere zu einem Bruchteil ihres Werts übernehmen.8 Der Wert war nicht verschwunden. Er hatte nur den Besitzer gewechselt.
Daraus ergibt sich unser Urteil. Wessen Depot eine solche Krise übersteht, trägt ein kleineres Risiko, und für ihn ist derselbe Kurs günstig. Das gilt für Anleger auf dem Festland und in Hongkong. Es gilt auch für asiatische und arabische Investoren, die ihre Aktien direkt bei einer Bank in der Region verwahren und ohne Kredit kaufen. Ihnen bleiben nach Abzug des Risikos rund 1 bis 1,5 Prozentpunkte Mehrrendite pro Jahr, in einzelnen Marktsegmenten mehr.
Und der europäische Privatanleger? Er ist kein US-Pensionsfonds. Die US-Sanktionsliste gilt für ihn nicht, er muss keine Benchmark schlagen und keinem Anlageausschuss Rechenschaft ablegen. Ganz frei ist er trotzdem nicht. Depotbanken behalten sich vor, chinesische Wertpapiere ohne Begründung abzulehnen, Übertragungen zu verzögern oder sie nicht mehr als Sicherheit anzuerkennen, lange bevor das Halten verboten wäre.9 Er steht zwischen den beiden Rechnungen.
Beide Anleger kaufen den MSCI China zum 12-Fachen des Gewinns. Was ihnen bleibt, hängt davon ab, was sie eine Sperre ihrer Aktien kosten würde. Alle Werte sind Modellrechnungen pro Jahr.
Fair bis leicht günstig
Günstig, der Ertrag kommt als Dividende
Für den Pensionsfonds bedeutet eine Sperre Notverkauf oder Totalverlust, für den Investor in Asien eine Gelegenheit zum Nachkaufen. Deshalb ist derselbe Kurs für beide unterschiedlich viel wert.
Verglichen mit der Lücke im Inland ist die westliche Untergewichtung eine Randerscheinung. Chinesische Haushalte haben nach einer Schätzung von Goldman Sachs nur rund 11 % ihres Geldvermögens in Aktien und Fonds angelegt, in den USA sind es etwa 32 %.10 Rund 160 Billionen Yuan liegen auf Bankkonten, die für ein Jahr oft weniger als 1 % Zins bringen.11 Zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit etwa 1,8 %. Aktien versprechen damit rund 7 Prozentpunkte mehr, ein extremer Abstand. Warum greift trotzdem kaum jemand zu?
Japan kennt die Antwort. Während der Deflation brachte das Sparkonto dort real eine positive Rendite. Die Haushalte blieben rund 25 Jahre beim Bargeld, obwohl die Zinsen nahe null lagen. Den Aktienmarkt bewegten andere. Zuerst kauften Institutionen auf Anweisung: 2014 schichtete der staatliche Pensionsfonds GPIF in Aktien um, die Notenbank kaufte ETFs. Später erhöhten Reformen den Druck auf die Unternehmensführung, und die Inflation kehrte zurück. Die Rendite kam aus Gewinnen und Ausschüttungen, nicht aus höheren Bewertungen.
China geht denselben Weg, nur mit mehr Vorgaben. Große staatliche Versicherer sollen seit 2025 30 % ihrer neuen Prämieneinnahmen in A-Aktien anlegen.12 Die Eigenkapitalanforderung für Aktienanlagen wurde im Mai 2025 um 10 % gesenkt.13 Eine Bilanzierungsregel hält Kursschwankungen von Dividendenaktien aus dem Gewinn der Versicherer heraus. Und Unternehmen, die Hongkonger Aktien über Stock Connect mindestens zwölf Monate halten, können von der Steuer auf die Dividenden befreit sein.14
Die Vorgaben wirken. Die börsennotierten Versicherer hatten Mitte 2026 im Schnitt 12,4 % ihrer Anlagen in Aktien investiert, 3,2 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.15 Nach unserer Rechnung bringt jeder weitere Prozentpunkt grob 350 bis 400 Mrd. Yuan zusätzliche Nachfrage. Doch 74 % dieser Aktien zahlen hohe Dividenden, so viel wie nie.12 Die Nachfrage ist echt, aber gefährlich einseitig.
Auch beim Geldfluss vom Festland nach Hongkong deutet vieles auf Reife hin, nicht auf Beschleunigung. 2025 kauften Anleger vom Festland über Stock Connect netto 74 % mehr Hongkonger Aktien als im Vorjahr.16 In den ersten neun Monaten 2026 kamen rund 56 Mrd. Dollar hinzu, deutlich weniger als im Rekordjahr.17 Der Motor läuft, aber er dreht nicht mehr höher.
Wer aus der neuen Nachfrage im Inland eine Kursrally ableitet, übersieht die andere Hälfte des Systems. Fallen die Kurse, stützt Peking den Markt. Die Staatsholding Central Huijin kauft ETFs, und die Notenbank refinanziert Aktienrückkäufe: Anfang November 2026 waren dafür rund 440 Mrd. Yuan zugesagt und mehr als 280 Mrd. ausgezahlt.18 Steigen die Kurse, kommen neue Aktien auf den Markt. 2025 gaben Unternehmen in Hongkong neue Aktien für rund 103 Mrd. Dollar aus, davon 17,7 Mrd. bei 19 Zweitnotierungen von Festlandkonzernen.19 Ende Juni 2026 lagen der Börsenaufsicht 559 Anträge auf einen Börsengang vor, 180 % mehr als ein Jahr zuvor.20
Ein guter Teil der Nachfrage aus dem Inland fließt also in neue Aktien aus Branchen, die Peking fördern will, statt die vorhandenen Aktien zu verteuern. Für Anleger heißt das: Nach unten ist der Markt besser abgesichert, als Pessimisten glauben, nach oben begrenzter, als Optimisten hoffen. Dividendenwerte werden nur begrenzt höher bewertet, und zwar vor allem in den nächsten Jahren. Ihre Dividendenrendite dürfte von heute 6 bis 7 % bis etwa 2030 auf 5 bis 5,5 % sinken. Das entspricht 20 bis 30 % Kursgewinn zusätzlich zur Dividende. Danach bleibt die Dividende allein.
Auch die Hoffnung, dass sich die Kurse in Shanghai und Hongkong angleichen, hat Grenzen. Der Hang Seng AH Premium Index stand am 4. November 2026 bei 131,5. Für A-Aktien zahlten Anleger also im Schnitt 31,5 % mehr als für dieselben Unternehmen in Hongkong.21 Ein Teil dieses Abstands hat mit dem Markt nichts zu tun, sondern mit dem Steuerrecht.
Privatanleger vom Festland zahlen auf die Dividende einer A-Aktie, die sie länger als ein Jahr halten, in der Regel keine Steuer. Kaufen sie dasselbe Unternehmen über Stock Connect in Hongkong, werden 20 % einbehalten. Versicherer und andere Unternehmen können nach zwölf Monaten Haltedauer von dieser Steuer befreit sein.14 Bei Aktien, deren Kurs vor allem von der Dividende abhängt, ergibt sich daraus ein Gleichgewicht.
| Käufer | Steuer | Netto aus 6 % | Gleichgewicht A/H |
|---|---|---|---|
| Privatanleger, Festland | 20 % | 4,8 % | ≈ 125 |
| Versicherer und Firmen, Festland | nach 12 Monaten keine | 6 % | ≈ 100 |
| AH-Index am 4.11.2026 | gemischt | – | 131,5 |
Wo Privatanleger den Kurs bestimmen, darf die A-Aktie also rund 25 % mehr kosten. Wo Versicherer kaufen, liegen beide Kurse etwa gleichauf. Deshalb kosten manche Dividendenwerte in Hongkong heute schon mehr als in Shanghai. Die Aktie der Postal Savings Bank notierte Anfang November in Hongkong rund 19,5 % höher.22 Für den Index ist ein Rückgang von 131 auf 115 bis 125 plausibel, aber nicht auf 100. Erst wenn Peking die Steuer für Privatanleger abschafft, wären gleiche Kurse möglich. Angekündigt ist das nicht. Ohnehin erklärt der Ausschluss ausländischer Anleger nur einen Teil des Abstands. Eine Untersuchung von 54 Unternehmen ergab, dass Stock Connect den Aufschlag der A-Aktien sogar vergrößert hat.23
Nach diesen Abzügen bleibt der Abschlag vor allem an drei Stellen. Die erste sind Staatskonzerne, die US-Anleger per Gesetz nicht kaufen dürfen, etwa CNOOC und China Mobile. An ihnen lässt sich am besten prüfen, ob der Ausschluss den Kurs drückt. Für dieselben Gewinne zahlen Anleger in Shanghai deutlich mehr als in Hongkong. Ein Teil dieses Abstands geht auf die US-Sanktionsliste zurück, die 2021 Zwangsverkäufe und Streichungen aus Indizes auslöste.24 CNOOC erzielte 2025 einen freien Cashflow von 97,4 Mrd. Yuan und schüttete 60,3 Mrd. aus. Die Dividende war damit 1,6-fach gedeckt.25 Die Verschuldungsquote lag Mitte 2025 bei 8,4 %.26 Bei China Mobile ist das Polster dünner. Nach Investitionen blieben 82 Mrd. Yuan freier Cashflow, und der Konzern schüttet inzwischen 75 % seines Gewinns aus.27
Die zweite Stelle sind vernachlässigte Dividendenzahler. Ihre Aktien werden nur als ADR in New York gehandelt oder sind über Stock Connect nicht erreichbar. Deshalb kaufen sie weder westliche Fonds noch Anleger vom Festland. Ein besserer Zugang allein hebt den Kurs allerdings nicht dauerhaft. Die einzige verfügbare Studie dazu zeigt: Aktien, die neu in Stock Connect aufgenommen werden, entwickeln sich zunächst besser als der Markt, doch der Vorsprung ist nach rund 40 Handelstagen verschwunden.28 Solche Aktien kauft man für die Ausschüttungen, nicht in der Hoffnung auf höhere Kurse. Die dritte Stelle sind chinesische Unternehmen, die ihren Sitz oder ihre Börsennotiz außerhalb Chinas haben, etwa die Werftengruppe Yangzijiang in Singapur.
Überall gilt derselbe Grundsatz: Billig ist nur, was beim Aktionär auch ankommt. Fünf Fragen trennen echte Erträge von Scheingewinnen:
An der vierten Frage ist Haier gescheitert. Der Konzern schlug für 2025 Garantien zwischen Mutter- und Tochtergesellschaften von bis zu 38,5 Mrd. Yuan vor und leiht sich Geld bei der eigenen Finanzgesellschaft.29 Stattdessen steht Midea im Portfolio. Auch die fünfte Frage ist keine Formsache. Ein Großaktionär, dem wenig gehört, der aber alles bestimmt, hat einen Anreiz, die übrigen Aktionäre billig herauszukaufen. 2024 wurden in Hongkong 16 Unternehmen von der Börse genommen.30 Wer sich gegen ein zu niedriges Angebot wehren will, braucht Rechte. Bei Gesellschaften mit Sitz auf den Cayman Islands müssen einem solchen Übernahmeplan 75 % des abstimmenden Kapitals zustimmen und zusätzlich die Mehrheit der abstimmenden Aktionäre.31 Diese Rechte haben aber nur Aktionäre, die im Aktienregister stehen. Wer ADR besitzt, sollte sie rechtzeitig in Stammaktien umtauschen.
Wer einen A-Aktien-ETF gegen den Hang Seng China Enterprises Index setzt, wettet in Wahrheit auf Branchen. Die staatlichen Stützungskäufe gelten ausgerechnet den A-Aktien, und die Dividendensteuer verhindert, dass sich die Kurse ganz angleichen.
Peking braucht hohe Bewertungen im Technologiesegment STAR50, damit sich Halbleiterhersteller günstig Kapital beschaffen können. Wer gegen diesen Markt wettet, wettet gegen den Staat.
Terminkontrakte, die auf einen fallenden Dollar gegenüber dem Yuan setzen, kosten wegen des Zinsunterschieds rund 2 bis 2,5 Prozentpunkte pro Jahr. Den riesigen Leistungsbilanzüberschuss hat China zudem im Ausland angelegt, statt ihn in Yuan umzutauschen.
Die Versicherer setzen die staatlichen Vorgaben um, profitieren aber nicht davon. Alte Verträge garantieren hohe Zinsen, neue Anlagen bringen weniger als 2 %. An genau dieser Lücke gingen zwischen 1997 und 2001 mehrere japanische Lebensversicherer zugrunde.
Chinas Börse wird zum Instrument der Renten- und Sozialpolitik. Central Huijin und die Sozialversicherungsfonds kaufen, wenn die Kurse fallen. Die Börsenaufsicht und die Staatsholding SASAC bringen neue Aktien an den Markt, wenn sie steigen. Zehnjährige Staatsanleihen rentieren mit 1 bis 1,5 %, weil die alternde Bevölkerung die Zinsen drückt und der Staat Sparer in riskantere Anlagen lenkt. Die wichtigsten Käufer sind Versicherer, Betriebsrenten und Altersvorsorgeprodukte, nicht die Haushalte selbst. Deren Anteil an Aktien und Fonds steigt nur langsam, von heute 11 bis 15 % auf vielleicht 18 bis 22 % des Geldvermögens. Gold bleibt eine ernsthafte Alternative.
Die Unternehmen erwirtschaften 9 bis 11 % auf ihr Eigenkapital. Mit der Kampagne gegen ruinösen Preiswettbewerb, in Peking „Anti-Involution“ genannt, stabilisiert der Staat die Preise, baut aber kaum Überkapazitäten ab. Bisher haben sich die Preise in einzelnen Branchen gefangen, eine breite Bereinigung ist ausgeblieben.33 Die Gewinne konzentrieren sich in Monopolen und Oligopolen, die der Staat duldet. Die Ausschüttungsquoten sind hoch und bleiben es, die Dividenden wachsen nominal um 2 bis 4 % pro Jahr.
In diesem Umfeld wird der breite Index mit dem 11- bis 14-Fachen der Gewinne bewertet. In Dollar gerechnet setzt sich die Rendite aus rund 3 % Dividende, 3 bis 4 % Gewinnwachstum, etwas Aktienrückkauf und einer leichten Aufwertung des Yuan zusammen. Das ergibt etwa 6,5 bis 8 % pro Jahr, bevor das Risiko einer Sperre abgezogen ist. Hongkong wird faktisch zum Auslandsmarkt des Festlands. Die Kurse dort richten sich danach, was ein chinesischer Anleger anderswo für sein Geld bekäme. Westliche Investoren halten China als kleinen Sonderposten mit festem Budget.
Dieses Gleichgewicht hat eine Schwachstelle. Weil der Staat die Kursschwankungen dämpft, ziehen Strategien Geld an, die ihr Risiko an der Schwankungsbreite ausrichten. Ruhige Märkte locken geliehenes Geld an, und dieses Geld flieht schlagartig, sobald der staatliche Boden auf die Probe gestellt wird.
18 Positionen in sechs Gruppen. Das Schwergewicht liegt auf Dividenden, die der freie Cashflow deckt, und auf Unternehmen, die am Geldfluss nach Hongkong verdienen. Eine Wette auf die Rückkehr westlicher Fonds bleibt klein. Einige Titel dürfen US-Anleger nicht kaufen. Europäische Anleger sollten vorher klären, ob ihre Bank die Papiere ins Depot nimmt.
Das Business-Rating bewertet die Qualität des Geschäftsmodells, unabhängig vom Aktienkurs. Das Market-Fit-Rating bewertet anhand von achtzehn fundamentalen Kennzahlen, wie gut das Unternehmen derzeit zum Markt passt; ein negativer Wert weist auf eine erwartete negative Wertentwicklung hin. Das Cycle-Rating setzt die Bewertung in den historischen Kontext der Aktie: Ein höherer Wert bedeutet, dass die Aktie historisch günstiger bewertet ist. Der Leeway-Score führt die drei Ratings zu gleichen Teilen zusammen. Wie die Ratings berechnet werden
Seit der Veröffentlichung dieser Analyse sind noch nicht genügend Handelstage vergangen, um eine konsistente Wertentwicklung zu berechnen.
Hier zeigt sich am deutlichsten, ob der Ausschluss den Kurs drückt. Zwei der drei Konzerne dürfen US-Anleger nicht kaufen. PetroChina dient als Vergleich ohne Sanktionen.
Rolle im Portfolio: CNOOC ist die Kernposition für Anleger außerhalb der USA. An der Aktie lässt sich am besten prüfen, ob der Ausschluss den Kurs drückt.
Begründung: Der freie Cashflow deckte die Dividende 2025 rund 1,6-fach, die Verschuldung ist gering, und die Erlöse hängen am Dollar. US-Anleger dürfen die Aktie per Gesetz nicht kaufen, egal wie günstig sie ist.
Falsch, wenn: Brent bleibt unter 55 bis 60 Dollar, die Mindestdividende wird gekürzt, oder der Abstand zur A-Aktie schrumpft nicht stärker als bei PetroChina. Dann ist nicht der Ausschluss der Grund für den Abschlag.
Position: Kaufen, wenn ein fallender Ölpreis oder geopolitische Schocks die Kurse drücken, vor allem rund um Fristen im Handelsstreit und Termine zu Taiwan. US-Anleger dürfen nicht kaufen.
Worauf Sie achten sollten: Wie sich der Abstand zur A-Aktie in Shanghai (600938) im Vergleich zu PetroChina entwickelt, wie gut die Dividende gedeckt ist und wie viele steuerbefreite Institutionen vom Festland die Hongkonger Aktie halten.
Hauptrisiko: Der Ölpreis, der Wert der Reserven in der Energiewende, die Sanktionsliste selbst und möglicher Druck des Staates auf Preise oder Investitionen.
Rolle im Portfolio: PetroChina zahlt eine gut gedeckte Dividende und dient als Vergleich zu CNOOC, weil der Konzern nach bisherigem Stand auf keiner US-Sanktionsliste steht.
Begründung: 2025 standen rund 120 Mrd. Yuan freiem Cashflow etwa 86 Mrd. Yuan Dividende gegenüber. Die Hongkonger Aktie war historisch deutlich billiger als die A-Aktie.
Falsch, wenn: Preiskontrollen drücken die Margen, die Ausschüttungsquote sinkt, oder der Staat lenkt Investitionen in Versorgungsprojekte.
Position: Halten, um die Dividende zu kassieren und von einer Annäherung an die A-Aktie zu profitieren. Vor dem Kauf prüfen, ob der Konzern weiterhin auf keiner US-Liste steht.
Worauf Sie achten sollten: Raffineriemargen, staatliche Gaspreise, die Ausschüttungsquote und wofür der Konzern überschüssiges Geld verwendet.
Hauptrisiko: Schwankende Rohstoffpreise, staatliche Preisvorgaben für Benzin und Gas und die offene Frage, welchen Wert Öl und Gas in der Energiewende behalten.
Rolle im Portfolio: China Mobile ist eine kleinere Dividendenposition für Anleger außerhalb der USA. Sie zeigt, ob dem Staat Dividenden wichtiger sind als teure Infrastrukturaufträge.
Begründung: Der Konzern hat mehr Geld als Schulden, und die Ausschüttung ist an feste Kennziffern gebunden. Dass westliche Indizes die Aktie gestrichen haben, erklärt einen Teil des Abstands zur A-Aktie.
Falsch, wenn: Der freie Cashflow sinkt weiter, während die Ausschüttungsquote bei 75 % verharrt, die Forderungen steigen weiter, oder die Investitionen ziehen wieder an.
Position: Geringer gewichten als die Ölwerte. US-Anleger dürfen nicht kaufen.
Worauf Sie achten sollten: Freier Cashflow, offene Forderungen gegenüber staatlichen Kunden und Investitionen in Rechenzentren und KI-Netze.
Hauptrisiko: Der freie Cashflow nach Investitionen sank 2025 auf rund 82 Mrd. Yuan. Bei einer Ausschüttungsquote von 75 % bleibt wenig Spielraum, die Tarife legt der Staat fest, und Anleger vom Festland halten bereits viele Aktien.
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen: Sehen Sie nicht nur, was wir kaufen, sondern warum. Sichern Sie sich den kompletten Überblick über unsere Strategie.
| Zeitraum | Was passiert | Was es für das Portfolio bedeutet |
|---|---|---|
| 10. Januar 2027 | Nach Medienberichten läuft der Waffenstillstand im Handelsstreit zwischen den USA und China aus. Ausgesetzte Zölle, Exportkontrollen für Seltene Erden und eine US-Regel für Tochtergesellschaften sanktionierter Firmen werden verlängert oder treten wieder in Kraft. | Wird verlängert, kaufen westliche Fonds und Leerverkäufer Hang Seng TECH, ADR und MCHI zurück. Scheitert die Einigung, trifft es ADR und Exporteure am härtesten. Anleger, die nicht verkaufen müssen, kaufen dann von denen, die müssen. |
| März bis April 2027 | Jahreszahlen 2026 und Nationaler Volkskongress. Erhöhen die Staatskonzerne ihre Ausschüttungsquoten, während der freie Cashflow die Dividende weiter deckt? Stabilisieren sich Investitionen und Forderungen bei China Mobile? Verringern die vernachlässigten Dividendenzahler weiter die Zahl ihrer Aktien? | Fallen die Antworten positiv aus, dürfte die Dividendenrendite weiter sinken. Schwache Zahlen der Telekomkonzerne sprechen dafür, Geld in Ölförderer, die Hongkonger Börse und AIA umzuschichten. |
| Oktober bis November 2027 | 21. Parteitag der Kommunistischen Partei: Personal und Kurs gegenüber Privatwirtschaft, Kapitalmarkt und Taiwan. | Vor Parteitagen stützt der Staat häufig die Kurse. Hier entscheidet sich, ob private Unternehmen höher bewertet werden dürfen. Im Basisszenario geschieht das nicht. |
| Januar und November 2028 | Präsidentschaftswahlen in Taiwan und in den USA. | In diesen Monaten bewerten Anleger das Risiko einer Sperre neu. Westliche Fonds bauen China im Stress weiter ab und kaufen bei Entspannung hastig zurück. Fallen die Kurse, ist das für Anleger, die nicht verkaufen müssen, die beste Einstiegsgelegenheit des Jahrzehnts. |
| Pfad | Gewichtung | Was passiert |
|---|---|---|
| Günstig: Chinas Sparer entdecken die Aktie | 18 % | Die Dividenden halten auch im Abschwung, die Einlagenzinsen sinken auf etwa 1 %, Regeln für Ausschüttungen setzen sich durch, und der Frieden im Handelsstreit hält. Anleger verlangen im ganzen Markt weniger Rendite, der Index steigt auf das 15- bis 17-Fache der Gewinne. Der Aufschlag der A-Aktien sinkt unter 115, auch weil Peking auf die Dividendensteuer verzichtet. |
| Basis: ein Dividendenmarkt unter staatlicher Regie | 50 % | Der Staat stützt den Markt nach unten und begrenzt ihn nach oben mit neuen Aktien. Der Index wird mit dem 11- bis 14-Fachen der Gewinne bewertet, die Dividendenrenditen sinken bis etwa 2030 auf 5 bis 5,5 %, der Aufschlag der A-Aktien liegt bei 115 bis 125. Anleger mit geringem Risiko einer Sperre verdienen je nach Marktsegment rund 1 bis 2 Prozentpunkte mehr pro Jahr. |
| Ungünstig: Deflation und Zugriff des Staates | 20 % | Wegen der Deflation bringen Bankeinlagen real eine Rendite, und die Haushalte sparen weiter. Finanznot zwingt den Staat, das Geld von Staatskonzernen und Banken für Rettungen und Auflagen zu nutzen. Telekomkonzerne und Banken schütten weniger aus, zugängliche Aktien fallen auf das 7- bis 9-Fache der Gewinne, und die Dividendenstrategie scheitert. |
| Extrem: Sperre für westliche Anleger | 12 % | Eine Blockade Taiwans, Sanktionen gegen die Abwicklung oder ein breites US-Halteverbot zwingen westliche Anleger zum Verkauf oder frieren ihre Bestände ein. Der Wert geht an Anleger im Inland über. In westlichen Depots sind gesperrte Titel und ADR betroffen. In Hongkong gehaltene Aktien in asiatischen Depots trifft es weniger. |
Das stärkste Gegenargument dreht die Rechnung um. Chinesische Sparer brauchen keine Unternehmensführung nach westlichem Vorbild. Es reicht, dass Aktien glaubwürdiger werden als die Alternativen, und die werden schlechter. Jahre verlässlicher Dividenden, Einlagenzinsen nahe 1 %, ein glaubwürdiger Boden durch Central Huijin und geringere Kursschwankungen könnten die verlangte Rendite im ganzen Markt senken, nicht nur bei Dividendenwerten. Bei einer Eigenkapitalrendite von 10,8 % würde ein Rückgang des Risikoaufschlags von rund 7 auf 4,5 Prozentpunkte ein KGV von 16 bis 18 rechtfertigen. Neue Aktien würden dann sinnvolle Investitionen finanzieren, und der Andrang bei Dividendenwerten wäre erst der Anfang einer Entwicklung, nicht ihr Ende.
In diesem Fall wäre der breite Index heute deutlich unterbewertet. Wer nur Dividenden einsammelt, würde eine Kurssteigerung über mehrere Jahre verpassen. Korea zeigt, dass ein solcher Wandel möglich ist, aber auch, wie langsam er vorankommt. Seit 2024 hat das Value-up-Programm die Kurse vor allem durch Erwartungen gehoben. Dauerhaft war der Anstieg nur dort, wo Unternehmen tatsächlich mehr ausschütteten und eigene Aktien einzogen.34 Japan setzt mit dem Grundsatz „comply or explain“ auf mehr Verbindlichkeit und kam damit weiter. China setzt bislang auf freiwillige Disziplin. Eine allgemeine Pflicht, mehr auszuschütten, haben wir nicht gefunden.
Drei Fragen bleiben offen. Die erste ist die wichtigste: Senkt der staatliche Druck die verlangte Rendite schneller, als Deflation, verordnete Investitionen, unbezahlte Rechnungen und der Zugriff des Staates das Geld für Ausschüttungen schmälern? Japan spricht dagegen, denn dort hat der niedrige Zins die Sparer während der Deflation nicht bewegt. Chinas Vorgaben für die Versicherer sprechen dafür, denn Institutionen lassen sich anweisen. Klarheit bringen erst mehrere Jahre, in denen die Dividenden auch einen Einbruch der Rohstoffpreise oder eine Kreditkrise überstehen. Wo es schon heute hakt, zeigt China Telecom: 2025 sank der operative Cashflow um 13,8 %, die offenen Forderungen stiegen um 16,3 Mrd. Yuan.35
Die zweite Frage: Sind die vernachlässigten Dividendenzahler und die Aktien außerhalb von Stock Connect billig, weil große Anleger sie nicht kaufen dürfen oder wollen, oder schlicht, weil die Unternehmen schwächer und die Aktien schwerer handelbar sind? Das ist nicht geklärt. Dafür müsste man ähnliche Unternehmen knapp über und knapp unter der Schwelle für die Aufnahme in Stock Connect vergleichen.
Die dritte: Wie wahrscheinlich und wie teuer eine Sperre wäre, lässt sich weder aus Bilanzen noch aus Kreditprämien ablesen. Wer seine Aktien bei der richtigen Bank verwahrt, senkt das Risiko, beseitigt es aber nicht. Deshalb bleibt China für westliche Anleger zwischen fair und leicht günstig bewertet. Unsere Zuversicht liegt bei 42 von 100 Punkten und damit unter der Hälfte.
Tritt eine dieser Bedingungen dauerhaft ein, wird die betroffene Position geschlossen.
Die Einschätzung entsteht in mehreren Schritten. Unabhängige Modellfamilien beantworten dieselbe Frage getrennt und greifen die Ergebnisse anschließend an. Was hier steht, hat mehrere Runden überstanden.
Jede Analyse kann falschliegen. Deshalb stehen Falsifikationskriterien und Gegenposition auf derselben Seite wie die These und nicht im Kleingedruckten.
Die Zahlen bei den einzelnen Unternehmen stammen nicht aus diesem Verfahren. Das Business-Rating bewertet die Geschäftsmodellqualität, das Market-Fit-Rating achtzehn Fundamentalkennzahlen gegenüber dem aktuellen Markt, das Cycle-Rating die Bewertung gegenüber der eigenen Historie. Sie sind dokumentiert unter den Leeway-Scores.
Die US-Liste NS-CMIC gilt nur für US-Personen. Dazu zählen amerikanische Staatsbürger, Inhaber einer Greencard, Personen, die sich in den USA aufhalten, sowie US-Unternehmen einschließlich ihrer Niederlassungen im Ausland. Wer in Deutschland lebt und keine Verbindung zu den USA hat, ist nicht betroffen. Viele Banken sperren die Titel trotzdem, weil sie selbst US-Regeln unterliegen oder ihre Sanktionsfilter weit fassen. Fragen Sie deshalb vor dem Kauf Ihre Bank, ob sie die Aktien in Hongkong kaufen, verwahren und die Dividende gutschreiben kann.
Die einzige belastbare Studie zeigt: Aktien, die neu über Stock Connect handelbar werden, steigen zunächst stärker als der Markt, doch nach rund 40 Handelstagen ist der Vorsprung verschwunden. Werden Aktien ausgeschlossen, passiert im Durchschnitt nichts. Der Zugang bewegt den Kurs also nur kurz. Der Ertrag kommt aus dem Geld, das die Unternehmen ausschütten. Kurssprünge nach Indexänderungen eignen sich deshalb eher zum Verkaufen als zum Kaufen.
Gemeint ist ein Anleger, der in einer Krise nicht verkaufen muss und dessen Aktien von einer westlichen Sperre nicht betroffen wären. Ein europäischer Privatanleger ist kein US-Pensionsfonds. Die US-Liste gilt für ihn nicht, er muss keine Benchmark schlagen und kauft ohne Kredit. Seine Aktien liegen aber bei westlichen Banken, die EU-Sanktionen befolgen müssen. Er steht damit zwischen den beiden Rechnungen. Daraus folgt: Positionen klein halten, keinen Kredit aufnehmen, Aktien in Hongkong bevorzugen und mit der Dividende als Ertrag rechnen, nicht mit steigenden Kursen.
Klären Sie zuerst, ob Ihre Bank Aktien aus Hongkong und Singapur sowie die Titel der NS-CMIC-Liste ins Depot nimmt. Bauen Sie den Kern aus Unternehmen auf, deren Dividende durch den freien Cashflow gedeckt ist, nicht aus Wachstumsgeschichten. Prüfen Sie jede kleine Position einmal im Jahr mit den fünf Fragen. Halten Sie die Wette auf eine Rückkehr westlicher Fonds klein, und behalten Sie Geld zurück für die Tage, an denen andere verkaufen müssen. Mit Leeway prüfen Sie Geschäftsqualität, Bewertung und Ratings jeder Position.
Die Daten werden in wöchentlichem Turnus neu berechnet und sind abhängig von dem aktuellen Marktwert des Unternehmens und den Bilanzkennzahlen des Jahresabschlusses. Der Marktwert ändert sich kontinuierlich mit Kursveränderungen, die Bilanzen werden jährlich erstellt und ändern die Bewertung massiv. Zeitpunkt des Jahresabschlusses und die verwendeten Kennzahlen sind unter "Kennzahlen" einzusehen. Weiterführende Informationen zur Funktionsweise der Analysen finden sie als Tooltip direkt an den Analysen sowie in unseren Erklärungen.
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