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Mercedes‑Benz Group (MBG.XETRA) — Zeitstrahl 2020–2026
| Zeitraum | Wesentliche unternehmens- und kursspezifische Ereignisse | Wahrnehmung durch Investoren / Marktnarrativ | Technische Kursphasen | |---|---|---|---| | Mär–Jun 2020 | - Weitreichende Produktionsstopps in Europa ab 17. März 2020; aggressive Liquiditätssicherung und Kostensenkungsmaßnahmen im Zuge von COVID‑19; deutlicher Rückgang der Einzelhandelsvolumina im ersten Quartal (Q1-Absatz ca. −14,9 %). [57][66][68] - Schrittweise Wiederinbetriebnahme der Werke ab Juni 2020. [65] | Überlebensphase — die Aktie wurde als stark zyklisch eingestuft; Investoren fokussierten sich auf Liquidität, Cashflow und operative Belastbarkeit statt auf Wachstumsinitiativen. [66] | Scharfer COVID-bedingter Kurseinbruch im März 2020 mit anschließend volatiler V-förmiger Erholung im zweiten Halbjahr 2020; rasante Jahreserholung mit Wiederanlauf der Produktion. | | Jul–Okt 2020 | - Strategische Neuausrichtung angekündigt (Capital Markets Day / „Electric First" / Ambition 2039) mit beschleunigten BEV-Investitionen und konsequenter Premium-Positionierung. [47][20] - Anpassungen im Produktionsnetzwerk und bei der Modellmischung im Rahmen des Margenmanagements (u. a. Veränderungen in der US-Limousinenproduktion). [63] | Transformationsnarrativ entsteht: etablierter Premium-OEM positioniert sich als Luxus- und EV-Marke (Wachstum plus Marge) statt als breiter Volumen-OEM. [47][20] | Fortsetzung der Erholung von den 2020er-Tiefs; Kursmomentum verbesserte sich, als Strategie und EV-Roadmap eingepreist wurden. | | Feb–Dez 2021 | - Daimler kündigt Trennung von Daimler Truck an (3. Februar 2021); Vorstandsbeschluss (30. Juli 2021); EGM-Zustimmung zur Aufspaltung (1. Oktober 2021); rechtliche Abspaltung und Börsennotierung von Daimler Truck am 9./10. Dezember 2021 (Mercedes/Daimler behielt eine Minderheitsbeteiligung von ca. 35 %; 5 % gingen als Teil der Transaktionsstruktur an einen Pensionsfonds). [13][2][3][1][11] - Produktseitig: Weltpremiere des Mercedes EQS am 15. April 2021, Produktionsstart und Markteinführung noch im Laufe des Jahres. [42][50][52] - Halbleitermangel erzwang Produktionsanpassungen im gesamten Jahr 2021 (Kurzarbeit / Linienstopps). [62][58] | „Value-Unlock" und EV-Hype: Der Marktoptimismus stieg — Investoren begannen, ein fokussierteres Mercedes-Benz (Luxus und BEV) nach der Truck-Abspaltung einzupreisen, blieben jedoch angesichts von Umsetzungsrisiken (Chips, Lieferzeiten) vorsichtig. [1][42][62] | Starkes Re-Rating bis Ende 2021 mit erhöhter Volatilität rund um Umsetzungsmeldungen; Mehrjahreshoch im Umfeld der Abspaltung/Notierung bei rund 74,25 €. [10] | | Dez 2021 – Apr 2022 | - Rechtliche Vollendung der Truck-Abspaltung und Übergang zur neuen Unternehmensidentität; Daimler AG firmiert ab 1. Februar 2022 als Mercedes‑Benz Group AG. [6][1] - Erste Hauptversammlung unter neuer Struktur (29. April 2022): hoher Dividendenvorschlag und klarer Fokus auf Kapitalrückführung und Aktionärsvergütung. [19] | Ernüchterung nach der Abspaltung: Der Optimismus wich einer nüchternen Betrachtung der Margenstabilität, des Rohstoffdrucks und der Lieferkettenprobleme; Investoren rückten Kapitalrückflüsse und operative Umsetzung in den Vordergrund statt reiner Bewertungsexpansion. [19][60] | Das Momentum drehte von den Hochs Ende 2021; die Aktie begann einen ausgeprägten Abwärtstrend im Jahr 2022, belastet durch Makro- und Lieferkettennachrichten. | | 2022 (H1–H2) | - Anhaltender Halbleitermangel und Rohstoffkostendruck zwangen zu weiteren Produktionsanpassungen und belasteten die Auslieferungen; das Management signalisierte eine Entspannung der Versorgungslage erst für das zweite Halbjahr 2022. Volumen und Absatz schwächelten (Beispiel: Absatzrückgang Q2 2022 im Jahresvergleich). [62][58][60][67] | Das Narrativ verschob sich vom „reinen Wachstums- und EV-Vorreiter" zum „zyklischen Premium-OEM im kostenintensiven EV-Umbau" — Investoren konzentrierten sich auf Margenkonversion, Auftragsbestände, China-Exposure und Dividendenstabilität. [62][67][19] | Anhaltende Korrektur durch 2022 mit mehreren gescheiterten Erholungsversuchen; erhöhte Volatilität rund um Quartalsergebnisse und Lieferkettenmeldungen. | | 2023 | - Management verteidigte Guidance und Margen in Quartalsgesprächen; Führungskontinuität bestätigt (Vertragsverlängerung CEO Ola Källenius; CFO Harald Wilhelm blieb zentraler Anker der Finanzstrategie). [27][18][28][31] - Laufende BEV-Produkt- und Werksanlaufaktivitäten. [42][45] | Die Marktwahrnehmung wurde pragmatisch und zweigeteilt: Einige Investoren betrachteten Mercedes als langfristiges EV-Plattformspiel, andere stufte es als kurzfristigen Value- und Dividendenkandidaten ein — bei fortlaufender Beobachtung der Fortschritte gegenüber den EV-Zielen. [27][18][47] | Stabilisierung und Seitwärtsbewegung durch 2023 mit episodischen Rallys bei positiven Überraschungen — keine nachhaltige Rückkehr auf das Niveau der 2021er-Hochs. | | 2024 – 30. Jun 2026 | - Weiterer Rollout der EQ-Familie (EQS/EQE und Derivate), Werksumrüstungen auf BEV-Produktion und fortgesetzte Investitionen in EVA-Plattformen; CEO-Engagement auf Staatsebene zu China-Themen (2024) unterstrich die strategische Bedeutung des Markts. [42][45][55][18] - Unternehmen betonte die Balance zwischen hohen BEV-Investitionen, Margenrückgewinnung und Aktionärsvergütung. [47][19] | Zur Jahresmitte 2026 ist das dominierende Narrativ gemischt: Mercedes gilt als großer, cashstarker Luxus-OEM, der intensiv in seine EV-Führungsposition investiert — attraktiv für einkommens- und qualitätsorientierte Anleger, von anderen jedoch weiterhin als zyklisch exponiert und umsetzungssensitiv eingestuft. [19][47][27] | Mehrjährige Korrektur von den 2021er-Hochs bis 2023–2025 mit anschließender ausgedehnter Konsolidierung; aktueller Kurs (MBG.XETRA) 43,92 € (30.06.2026) — ein deutlicher Rücksetzer gegenüber dem 2021er-Hoch. |
Mercedes-Benz Group konkurriert auf dem globalen Markt für Premium- und Elektrofahrzeuge mit etablierten Premium-Herstellern (BMW, Volkswagen/Audi, Stellantis-Marken) und agilen EV-Führern sowie chinesischen Herstellern (Tesla, BYD, Polestar). Hinzu kommt der Druck durch große Volumen-OEMs, die ihre Elektrifizierung beschleunigen (Toyota, Hyundai). Diese Wettbewerbssituation zwingt Mercedes zu erhöhten F&E- und Investitionsausgaben für Elektrofahrzeuge, Software und Batterien. Gleichzeitig ist das Unternehmen regulatorischen CO2- und Sicherheitsvorgaben sowie der zyklischen Nachfrage im Luxussegment ausgesetzt – besonders in China. Das schafft Risiken bei der Umsetzung und bei den Margen. (Quellen: Mercedes IR https://group.mercedes-benz.com/investors/share/, BMW IR https://www.bmwgroup.com/en/investor-relations/bmw-shares.html, VW Fact Sheet https://www.volkswagen-group.com/en/fact-sheet-16024)
Mercedes‑Benz Group konkurriert in den globalen Premium- und Massenmärkten gegen etablierte OEMs (BMW, Volkswagen/Audi, Toyota, Stellantis, Hyundai/Genesis) sowie zunehmend gegen EV-native Wettbewerber (Tesla) – dabei geht es um Technologie, Elektrifizierung und Software. Das Risikoprofil des Unternehmens konzentriert sich auf die Umsetzung eines kapitalintensiven Transformationsprogramms für Elektromobilität und Software, die Sicherung von Batterie- und Rohstoffversorgung zu tragfähigen Konditionen, die Anfälligkeit gegenüber makroökonomischen und zyklischen Nachfrageschwankungen (einschließlich Captive-Finance-Exposure) sowie steigende regulatorische, Compliance- und geopolitische Kosten.
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| Bayerische Motoren Werke AG | BMW.XETRA |
| Volkswagen AG | VOW3.XETRA |
| Tesla, Inc. | TSLA.NASDAQ |
| Toyota Motor Corporation (ADR) | TM.NYSE |
| Stellantis N.V. | STLA.NYSE |
| General Motors Company | GM.NYSE |
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|---|---|---|---|
| 1M | -4.93% | -6.64% | -6.34% |
| 3M | -7.61% | -12.78% | -17.87% |
| 6M | -18.51% | -17.63% | -26.81% |
| 1Y | -3.33% | -6.76% | -25.20% |
| 3Y | -19.89% | -80.36% | -96.87% |
| 5Y | +10.17% | -49.43% | -73.52% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 9.0 | 0.3 | 0.5 | 2.8 |
| Vor 1 Jahr | 5.4 | 0.3 | 0.5 | 2.5 |
| Vor 3 Jahren | 5.0 | 0.5 | 0.9 | 4.7 |
| Vor 5 Jahren | 5.1 | 0.5 | 0.9 | 2.5 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 3.50 EUR | 6.56% | 5.07% |
| 2025 | 4.30 EUR | 7.96% | |
| 2024 | 5.27 EUR | 7.26% | |
| 2023 | 5.20 EUR | 7.40% | |
| 2022 | 5.00 EUR | 7.45% | |
| 2021 | 1.13 EUR | 1.78% | |
| 2020 | 0.75 EUR | 2.42% | |
| 2020 | 0.90 EUR | 2.86% | |
| 2019 | 2.72 EUR | 6.39% | |
| 2018 | 3.06 EUR | 5.24% | |
| 2017 | 2.72 EUR | 4.49% | |
| 2016 | 2.72 EUR | 5.20% | |
| 2015 | 2.05 EUR | 2.72% | |
| 2014 | 1.88 EUR | 3.19% | |
| 2013 | 1.84 EUR | 5.16% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 132.21B | 145.59B | 152.39B | 150.02B | 133.89B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 4.87B | 12.30B | 17.52B | 17.85B | 14.19B |
| Jahresüberschuss | 5.14B | 10.21B | 14.26B | 14.50B | 23.01B |
| Free Cashflow | 8.26B | 9.07B | 6.26B | 9.99B | 17.23B |
| Bilanzsumme | 255.47B | 265.01B | 263.02B | 260.01B | 259.83B |
| Eigenkapital | 93.26B | 92.63B | 91.77B | 85.42B | 71.95B |
| Nettoverschuldung | 68.02B | 76.30B | 69.08B | 64.09B | 86.57B |
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