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2021 — Rekordjahr und Neubewertung
- Wesentliche Kurstreiber: Rekordergebnis des Konzerns (Umsatz 78,6 Mrd. €; EBIT vor Sondereinflüssen ~7,8 Mrd. €) sowie eine erhöhte Dividende (Vorschlag 3,40 €) nach starker Preisdurchsetzung in allen Segmenten — stützte Diskussionen über Aktienrückkäufe und Kapitalrückführung und trug zur Neubewertung bis in das Jahr 2022 bei [5, 7]. - Narrativwechsel: Der Markt betrachtete BASF nach der Outperformance 2021 als konjunkturell starken Chemie-Compounder mit Preissetzungsmacht und entsprechender Kapitalprämie [7]. - Technische Phase: Stetiger Aufwärtstrend durch 2021, mit der Aktie im Bereich ~60 € zum Jahresende (Schlusskurs ~61,78 €) [7].
Jan–Feb 2022 — Hochpunkt und Rückkaufsignal
- Wesentliche Kurstreiber: Der Vorstand beschloss ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Mrd. € (Ankündigung 4. Januar 2022; Beginn der Ausführung 11. Januar 2022), was kurzfristig eine Neubewertung stützte; die Aktie erreichte am 11. Februar 2022 das Mehrmonatshoch von 68,69 € [55, 67, 4]. - Narrativ: Rückkaufprogramm plus starke Ergebnisse 2021 ergaben eine kurzfristig bullische „Value/Return"-Story. - Technische Phase: Ausbruch aus der ~60-€-Basis bis zum Hochpunkt bei ~68,70 € (Ausbruch Anfang 2022).
H1–H2 2022 bis Q1 2023 — Geopolitischer und Energieschock, Wintershall-Dea-Abschreibung
- Wesentliche Kurstreiber: Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs — BASF beendete das Russland/Belarus-Geschäft (operativer Rückzug im Laufe des Jahres 2022), und das Engagement bei Wintershall Dea erzwang erhebliche nicht zahlungswirksame Abschreibungen, die in den vorläufigen Jahreszahlen 2022 ausgewiesen wurden (Abschreibungen auf die Wintershall-Dea-Beteiligung ~7,3 Mrd. €; Nettoverlust im Gesamtjahr 2022) — dies löste einen erheblichen Ergebnisschock aus und erschütterte das Vertrauen der Investoren [2, 11, 4]. - Narrativwechsel: Rasche Rotation vom „Compounder mit Preissetzungsmacht" hin zu einer Story, die von geopolitischen und Energierisiken sowie Abschreibungsrisiken dominiert wurde — mit zunehmenden Bedenken, die Aktie könnte zur „Value-Trap" werden (Öl- und Gas-Exposure) [11, 4]. - Technische Phase: Scharfer mehrmonatiger Abwärtstrend ab 2022, als der Markt politische und Rohstoffrisiken neu einpreiste und schwächere Ergebnisse antizipierte.
Februar 2023 — Rückkaufstopp und Stellenabbau
- Wesentliche Kurstreiber: Der Vorstand beendete das Rückkaufprogramm 2022/23 vorzeitig (24. Februar 2023) und kündigte den Abbau von rund 2.600 Stellen an — das Management priorisierte Liquidität und Restrukturierung angesichts des veränderten Makro- und Energieumfelds; bereits ausgeführte Rückkäufe (~25,8 Mio. Aktien; ~1,4 Mrd. €) wurden vor dem Stopp abgeschlossen [57, 56, 19]. - Narrativ: Defensives Repositionieren — Investoren werteten die Managementschritte als notwendig, aber als Signal für schwächeres kurzfristiges Wachstum und eingeschränkte Ergebnisstransparenz. - Technische Phase: Erneute Volatilität und Abwärtsdruck, da die Erwartungen an Kapitalrückführungen zurückgesetzt wurden und Unsicherheit über den Ausblick anhielt.
Ende 2023 — Vereinbarung zur E&P-Trennung; operativ schwaches Jahr
- Wesentliche Kurstreiber: Die Neuordnung von Wintershall Dea setzte sich durch 2023 fort (Abschreibungen und Restrukturierung beim Öl-und-Gas-JV), und am 21. Dezember 2023 vereinbarten BASF und LetterOne eine Unternehmenszusammenführung zur Übertragung der E&P-Vermögenswerte von Wintershall Dea an Harbour Energy (Transaktionsrahmen / Unternehmenswert 11,2 Mrd. $) — die Ankündigung war der entscheidende Katalysator zur Risikoreduzierung, auch wenn Konzernumsatz und EBIT 2023 zurückgingen (Umsatz 2023 ~68,9 Mrd. €; EBIT vor Sondereinflüssen ~3,8 Mrd. €) [16, 53, 21]. - Narrativwechsel: Investoren schwenkten auf „Entrisikierung und Vereinfachung" um — der Verkauf an Harbour wurde als Weg gesehen, das Öl-und-Gas-Engagement zu monetarisieren und zu entkoppeln; die Konsenserwartungen für strukturell niedrigere kurzfristige Profitabilität blieben jedoch bestehen [53, 21]. - Technische Phase: Stabilisierung und Erholungsrallyes um die Transaktionsankündigung Ende 2023, die Aktie blieb jedoch unterhalb des Hochpunkts von 2022.
2024 — Managementwechsel und Abschluss der E&P-Abspaltung
- Wesentliche Kurstreiber: CEO-Wechsel (Dr. Markus Kamieth übernahm den Vorsitz am 25. April 2024) und Abschluss der Harbour-Transaktion (Übertragung des E&P-Geschäfts am 3. September 2024; BASF erhielt Barmittel und Harbour-Aktien als börsennotierten Monetarisierungsweg) — die Transaktion veränderte das Risikoprofil von BASF erheblich, indem die meisten nicht zum Kerngeschäft gehörenden Upstream-Vermögenswerte abgetrennt wurden [33, 34, 46]. - Narrativwechsel: Der Markt richtete den Blick auf „Portfoliofokus und Umsetzung" — im Vordergrund standen Margenerhöhung, Kostendisziplin und Kapitalrückführung nach abgeschlossener Entrisikierung [33, 46]. - Technische Phase: Partielle Erholungsrally um den Transaktionsabschluss und die Managementklarheit; die Aktie erholte sich von ihren Post-Abschreibungstiefs, testete die Hochpunkte von Anfang 2022 jedoch nicht erneut.
2025 bis Mitte 2026 — Konsolidierung, Kapitalrückführung, Bewertung im mittleren 40er-Bereich
- Wesentliche Kurstreiber: Konsolidierung nach der Transaktion, anhaltende Kostendisziplin und verstärkter Fokus auf Aktionärsrenditen (Management setzte Rückkauf- und Dividendenprogramme auf und signalisierte mehrjährige Kapitalrückführungspläne; die Berichterstattung vom Mai 2026 zeigte Rückkaufaktivitäten und Zusagen zu substanziellen Ausschüttungen in den kommenden Jahren) — diese Maßnahmen stützten die Bewertung, die Ergebnisse blieben jedoch an die zyklische Nachfrage gebunden [65, 60]. - Narrativwechsel: Die Aktie fand sich in einem Narrativ des „wachstumsschwachen, zyklischen Chemieunternehmens mit verbesserter Kapitalrückführungscharakteristik" wieder — weniger Rohstoff- und geopolitisches Schlagzeilenrisiko, stärkerer Fokus auf die Profitabilität des Kernchemiegeschäfts und Kapitalallokation [65, 21]. - Technische Phase (Fünfjahresbetrachtung): Mehrstufiges Muster — (A) Aufwärtstrend bis zum Hochpunkt im Februar 2022 (~68,70 €) [4]; (B) ausgeprägter Abwärtstrend und erhöhte Volatilität durch 2022–23, getrieben durch Wintershall-Abschreibungen, Energieschock und Gewinnkorrekturen [11, 19]; (C) Stabilisierung und Erholungsrallyes im Zuge der Wintershall→Harbour-Vereinbarung (Dezember 2023) und des Transaktionsabschlusses (September 2024) [53, 46]; (D) mehrquartalige Konsolidierung bis 2025/Mitte 2026 mit der Aktie im mittleren 40er-Bereich bei wiederaufgenommenen Kapitalrückführungen. Per saldo ergibt sich vom Hochpunkt 2022 (~68,69 €) bis zum aktuellen Kurs ein mehrjähriger Rückgang auf das derzeitige Niveau.
01.07.2026 — Aktueller Kurs (maßgeblich): BAS.XETRA 46,78 €
BASF konkurriert in einem breiten Spektrum globaler Chemie- und Materialsmärkte mit großen integrierten Rohstoffproduzenten (etwa Dow, LyondellBasell), Spezialchemie-Anbietern (etwa Evonik, Covestro, Solvay) und Agrochemie-Playern (etwa Bayer, DuPont/Corteva). Das Risikoprofil des Unternehmens wird geprägt durch die Exposition gegenüber volatilen Rohstoff- und Energiepreisen, Konjunkturzyklen in den Endmärkten (Automobilindustrie, Bauwirtschaft, Landwirtschaft), regulatorischen und Produkthaftungsrisiken sowie Margendruck durch kostengünstigere regionale Produzenten.
BASF ist ein diversifizierter globaler Chemiekonzern, der mit großen integrierten Rohstoffproduzenten (etwa Dow, LyondellBasell) und Spezialchemie-Anbietern (etwa Evonik, Covestro, Arkema) über mehrere Endmärkte hinweg konkurriert. Die Wettbewerbsdynamiken sind segmentspezifisch: Commodity-Ketten werden durch Rohstoff- und Energiekosten bestimmt, während Spezialchemie-, Beschichtungs- und Agriscience-Geschäfte um Innovation und Kundenlösungen konkurrieren. Wesentliche Schwachstellen sind Rohstoff- und Energiekostenschwankungen, Kapazitätszubauten zu niedrigen Kosten, zyklische Endmarktnachfrage und verschärfende Umwelt- sowie Regulierungsanforderungen.
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| Dow Inc. | DOW.NYSE |
| LyondellBasell Industries N.V. | LYB.NYSE |
| Evonik Industries AG | EVK.XETRA |
| Arkema SA | AKE.PA |
| Solvay SA | SOLB.BR |
| PPG Industries, Inc. | PPG.NYSE |
| Linde plc | LIN.NYSE |
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Kostenlos testen| Period | BASF SE | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | -3.06% | -4.77% | -4.47% |
| 3M | -7.69% | -12.86% | -17.95% |
| 6M | +10.06% | +10.94% | +1.76% |
| 1Y | +16.63% | +13.20% | -5.24% |
| 3Y | +23.37% | -37.10% | -53.61% |
| 5Y | -5.27% | -64.87% | -88.96% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 23.9 | 0.7 | 1.2 | 7.2 |
| Vor 1 Jahr | 95.1 | 0.6 | 1.1 | 6.0 |
| Vor 3 Jahren | -21.6 | 0.5 | 1.1 | 5.1 |
| Vor 5 Jahren | 26.5 | 0.9 | 1.6 | 9.8 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 2.25 EUR | 4.11% | 4.7% |
| 2025 | 2.25 EUR | 5.07% | |
| 2024 | 3.40 EUR | 6.67% | |
| 2023 | 3.40 EUR | 7.08% | |
| 2022 | 3.40 EUR | 6.74% | |
| 2021 | 3.30 EUR | 4.68% | |
| 2020 | 3.30 EUR | 7.07% | |
| 2019 | 3.20 EUR | 4.39% | |
| 2018 | 3.10 EUR | 3.57% | |
| 2017 | 3.00 EUR | 3.35% | |
| 2016 | 2.90 EUR | 4.02% | |
| 2015 | 2.80 EUR | 3.13% | |
| 2014 | 2.70 EUR | 3.21% | |
| 2013 | 2.60 EUR | 3.58% | |
| 2012 | 2.50 EUR | 3.83% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 59.66B | 61.44B | 68.90B | 87.33B | 78.60B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 2.56B | 3.38B | 3.81B | 6.76B | 7.40B |
| Jahresüberschuss | 1.62B | 1.30B | 225.00M | -627.00M | 5.52B |
| Free Cashflow | 1.34B | 748.00M | 2.72B | 3.33B | 3.71B |
| Bilanzsumme | 78.02B | 80.42B | 79.93B | 84.47B | 87.38B |
| Eigenkapital | 33.19B | 35.60B | 35.28B | 36.60B | 40.79B |
| Nettoverschuldung | 21.75B | 21.08B | 18.72B | 18.43B | 16.51B |
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