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2021 - Wichtige Ereignisse: Der neue CEO Manfred Knof startet ein aggressives Restrukturierungsprogramm (ca. 2 Mrd. €: rund 10.000 Stellenabbau, Schließung von Hunderten Filialen) und verbucht erhebliche Restrukturierungskosten. Q2 schloss mit einem Verlust, darunter eine Abschreibung von rund 200 Mio. € im Zusammenhang mit Outsourcing. Q3 überraschte positiv, woraufhin das Management die Jahresprognose auf einen positiven Nettogewinn anhob [10,5,1,4]. - Marktnarrativ: Neubewertung vom langjährigen Underperformer zum operativ anspruchsvollen „Turnaround-Kandidaten" – hohes Ausführungsrisiko, aber klares Aufwärtspotenzial bei erfolgreicher Umsetzung [10,1]. - Technische Phase: Ein volatiles Jahr, geprägt von der Abschreibung und der anschließenden positiven Q3-Überraschung. Die Aktie notierte zum Jahresende im mittleren einstelligen Bereich (Jahresschluss ca. 7,07 €) [15,5,1].
2022 - Wichtige Ereignisse: Steigende Zinsen verbesserten den Zinsüberschuss spürbar. Das operative Ergebnis im ersten Quartal lag bei rund 544 Mio. €, für das Gesamtjahr wurde ein operatives Ergebnis von rund 2,099 Mrd. € erzielt – der Nettogewinn nach Steuern stieg gegenüber 2021 deutlich. Das Management hielt trotz Gegenwind durch Energie- und Wachstumsrisiken an einem Gewinnziel von über 1 Mrd. € fest [8,6,9]. - Marktnarrativ: Die Aktie wurde klar als Profiteur des Zinsanstiegs wahrgenommen – die Ertragssensitivität gegenüber der EZB-Straffung dominierte die Wahrnehmung [6,9]. - Technische Phase: Gradueller, konstruktiver Aufwärtstrend ausgehend vom Niveau von 2021 (Jahresschluss ca. 8,76 €). Der Chart zeigte stetig höhere Tiefs mit gelegentlichen Konsolidierungsphasen, während makroökonomische Risiken bestehen blieben [15,8].
2023 - Wichtige Ereignisse: Das Kapitalrückgabeprogramm nimmt Fahrt auf – die Bank führte ein erstes Aktienrückkaufprogramm durch (12.134.305 Aktien, ca. 122 Mio. € im Juni 2023) als Teil der Überschusskapitalrückführung; die Ertragsdynamik setzte sich fort [34,12]. - Marktnarrativ: Übergang vom reinen „Turnaround" zur „Value- und Kapitalrückgabe"-Story – Rückkäufe und steigende Gewinne zogen Investoreninteresse an und verringerten den Bewertungsabschlag. - Technische Phase: Überwindung des vorherigen Widerstands im Bereich von rund 10 € und Etablierung eines mehre Monate andauernden Aufwärtstrends; Jahresschluss 2023 ca. 11,29 € nach dem Ausbruch [15,34].
2024 - Wichtige Ereignisse: Politisch-regulatorischer Überhang: Die Bundesregierung kündigte im September 2024 den Verkauf eines Teils ihrer Beteiligung von rund 16,5 % an, was die Debatte über strategische Weichenstellungen intensivierte. UniCredit begann, eine bedeutende Position aufzubauen, was Übernahme- und Strategiespekulationen auslöste. Parallel dazu führte die Commerzbank eine umfangreiche Rückkauftranche durch (Januar bis März 2024: ca. 55,55 Mio. Aktien, rund 600 Mio. €) – sowohl als Kapitalrückgabemaßnahme als auch als defensives Signal [44,47,41,34,36,38]. - Marktnarrativ: Die Neubewertung beschleunigte sich – die Aktie wurde gleichzeitig als Kapitalrückgabe-Compounder und potenzielles M&A-Ziel gehandelt (Debatte: Eigenständigkeit vs. Konsolidierung) [36,44]. - Technische Phase: Starke Beschleunigung und Ausbruch aus dem mittleren Zehnerbereich; 2024 brachte eine deutliche Trendwende (Jahresschluss ca. 15,87 €), getrieben von Rückkäufen und M&A-Fantasie [15,34].
2025 - Wichtige Ereignisse: Die Bank meldete ein Rekordergebnis für das Geschäftsjahr 2024 (Nettogewinn ca. 2,68 Mrd. €), kündigte weitere Kapitalrückgaben an und setzte diese um (Rückkaufprogramm bis zu 400 Mio. €; Rückkauf von 18.335.008 Aktien zu einem Durchschnittspreis von ca. 21,81 € in der 2025er-Tranche) und erhöhte die Dividendenprognose – Maßnahmen, die gezielt auf die Rückführung von Überschusskapital und die Abwehr strategischen Drucks großer externer Aktionäre ausgerichtet waren [11,7,33,38]. - Marktnarrativ: Etablierung als „Kapitalrückgabe-Maschine" und – zumindest zeitweise – als verteidigter Übernahmekandidat. Gewinne und Rückkäufe bestätigten die Neubewertung und zogen ein breiteres Investoreninteresse an [33,36]. - Technische Phase: Kräftige Aufwärtsbewegung: Die Aktie stieg aus dem mittleren Zehnerbereich in die 20er- und schließlich 30er-€-Regionen (markante Ausbrüche über 20 € und anschließend über 30 €). Jahresschluss 2025 ca. 33,58 € – die Volatilität nahm zu, der Trend blieb jedoch klar aufwärts gerichtet [15,33].
2026 (bis 08.07.2026) - Wichtige Ereignisse: Anhaltend starke operative Lieferung: Die Bank übertraf ihre Gewinnziele und kündigte im Februar 2026 weitere Rückkäufe an. Im Juni 2026 entschied die Commerzbank, ihre Mehrheitsbeteiligung an der polnischen mBank zu behalten und den Verkaufsprozess zu beenden – damit wurde ein langanhaltender strategischer Unsicherheitsfaktor beseitigt und das Kapital- sowie Risikoprofil klarer [42,37]. - Marktnarrativ: Neubewertung vom „Value/Turnaround"-Titel zu einer höher bewerteten, aktionärsfreundlichen Bank. Die Kombination aus Rekordgewinnen, nachhaltigen Rückkäufen und geklärten strategischen Fragen veränderte die Investorenpositionierung in Richtung „Kapitalrückgabe-Compounder" – der M&A-Überhang trat in den Hintergrund [42,33,36]. - Technische Phase: Die Dynamik setzte sich in 2026 fort, mit der Aktie im hohen 30er-€-Bereich (Beispiele: ca. 37,7–38,4 € im Mai/Juni 2026). Frühere Widerstandszonen um 10 € und 20 € fungieren nach den mehrstufigen Ausbrüchen nun als langfristige Unterstützung. Aktueller Kurs: 38,28 € (08.07.2026). Das Gesamtbild von 2021 bis 2026 zeigt eine mehrjährige Bodenbildung, gefolgt von sequenziellen Ausbrüchen – getragen von steigenden Gewinnen und einem konsequenten Kapitalrückgabeprogramm [29,25,42,37].
Commerzbank ist eine Deutschland-fokussierte Universalbank mit einem starken Mittelstands-Geschäft im Corporate Banking und bedeutenden Retailoperationen; das Geschäft konzentriert sich auf Deutschland und Polen. Die Bank konkurriert mit inländischen Universalbanken und großen paneuropäischen Instituten und sieht sich gleichzeitig wachsendem Druck durch digitale Challenger und Banking-as-a-Service-Anbieter ausgesetzt. Die Ertragsmischung der Bank hängt stark von Nettozinseinnahmen und Unternehmenskreditvergabe ab, was sie makroökonomischen, kapitalmarkt- und regulatorischen sowie operativen Risiken aussetzt.
Commerzbank konkurriert primär mit großen deutschen und paneuropäischen Universalbanken (insbesondere Deutsche Bank DBK.XETRA und UniCredit UCG.MI) sowie führenden europäischen Gruppen (BNP.PA, SAN.MC, GLE.PA) und digitalen Herausforderern, die auf Retail- und Makler-Margen Druck ausüben. Hinzu kommt etablierte lokale Konkurrenz durch die Sparkassen- und Volksbanken-Netzwerke sowie Fintech-Disruptoren (N26, Trade Republic), die Transaktions- und Einlagengeschäft erodieren (Quellen: Commerzbank-Investorenberichte; Marketscreener; Reuters/Bloomberg 2025–2026). Das Risikoprofil der Bank konzentriert sich auf hohe Mittelstands-Kreditexposures, Übernahme- und strategische Unsicherheit (UniCredit-Gebot), Refinanzierungs- und Liquiditätssensitivität sowie grenzüberschreitende Kreditengagements (mBank), die Rückstellungen oder Kapitalanforderungen erhöhen könnten (Commerzbank-Berichte; Bloomberg/Reuters).
| Unternehmen | Ticker |
|---|---|
| Deutsche Bank AG | DBK.XETRA |
| UniCredit S.p.A. | UCG.MI |
| BNP Paribas S.A. | BNP.PA |
| Banco Santander, S.A. | SAN.MC |
| Société Générale S.A. | GLE.PA |
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Kostenlos testen| Period | Commerzbank AG | vs DAX | vs S&P 500 (SPY) |
|---|---|---|---|
| 1M | +5.16% | +3.45% | +3.75% |
| 3M | +15.65% | +10.48% | +5.39% |
| 6M | +12.74% | +13.62% | +4.44% |
| 1Y | +31.63% | +28.20% | +9.76% |
| 3Y | +303.08% | +242.61% | +226.10% |
| 5Y | +643.43% | +583.83% | +559.74% |
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Kostenlos testenWie sich die wichtigsten Bewertungskennzahlen (KGV, KUV, KBV und Kurs-Cashflow-Verhältnis) im Zeitverlauf im Vergleich zu heute entwickelt haben.
| Zeitraum | KGV | KUV | KBV | Kurs-Cashflow-Verhältnis |
|---|---|---|---|---|
| Aktuell | 16.0 | 2.1 | 1.4 | 0.8 |
| Vor 1 Jahr | 12.0 | 1.3 | 1.0 | -1.6 |
| Vor 3 Jahren | 7.1 | 0.7 | 0.4 | 0.5 |
| Vor 5 Jahren | -2.2 | 0.6 | 0.2 | 0.2 |
Langfristige Übersicht ausgezahlter Dividenden (Betrag pro Aktie und Dividendenrendite zum Zahlungszeitpunkt).
| Year | Dividend | Yield at payment | Ø Rendite |
|---|---|---|---|
| 2026 | 1.10 EUR | 2.96% | 3.04% |
| 2025 | 0.65 EUR | 2.53% | |
| 2024 | 0.35 EUR | 2.51% | |
| 2023 | 0.20 EUR | 2.13% | |
| 2020 | 0.20 EUR | 6.23% | |
| 2019 | 0.20 EUR | 2.81% | |
| 2016 | 0.20 EUR | 2.42% | |
| 2008 | 8.01 EUR | 5.73% | |
| 2007 | 6.01 EUR | 2.77% | |
| 2006 | 4.01 EUR | 2.27% | |
| 2005 | 2.00 EUR | 2.02% | |
| 2003 | 0.80 EUR | 1.37% | |
| 2002 | 3.21 EUR | 2.78% | |
| 2001 | 8.01 EUR | 4.20% | |
| 2000 | 6.41 EUR | 2.80% |
Die historische Ergebnisentwicklung zeigt, wie konstant das Unternehmen die Analystenerwartungen erfüllt oder übertrifft. Zukunftsprognosen geben Einblick in die erwartete Profitabilität und Wachstumsdynamik.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung. Jährlich und quartalsweise, basierend auf veröffentlichten IFRS/GAAP-Abschlüssen.
| 2025 | 2024 | 2023 | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 11.13B | 25.25B | 21.71B | 14.26B | 12.06B |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 3.95B | 3.83B | 3.40B | 2.00B | 105.00M |
| Jahresüberschuss | 2.62B | 2.68B | 2.22B | 1.44B | 430.00M |
| Free Cashflow | 50.63B | -21.46B | 19.28B | 25.18B | -25.23B |
| Bilanzsumme | 603.53B | 554.65B | 517.17B | 477.44B | 467.41B |
| Eigenkapital | 33.83B | 34.47B | 31.99B | 30.02B | 28.85B |
| Nettoverschuldung | 82.28B | -24.24B | 6.54B | -42.88B | -16.36B |
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